Intensive Veränderung, veränderte Intensität

Cheftrainer Viktor Skripnik baut im Bereich der Leistungsdiagnostik auf das Wissen von Axel Dörrfuß (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 15.10.2015 // 17:19 Uhr

Anderthalb Wochen sind seit dem „kleinen Nordderby" in Hannover vergangen. Es waren, soviel verrät Cheftrainer Viktor Skripnik, intensive Tage. Der Werder-Coach ...

Anderthalb Wochen sind seit dem „kleinen Nordderby" in Hannover vergangen. Es waren, soviel verrät Cheftrainer Viktor Skripnik, intensive Tage. Der Werder-Coach und sein Trainerteam haben die Zeit genutzt, um einige Veränderungen vorzunehmen. Vor allem das Mannschaftstraining stand dabei im Fokus. Schließlich konnten weder die grün-weißen Coaches, noch die Mannschaft selbst mit den zuletzt erzielten Resultaten zufrieden sein.

„Wir wollten nicht nur Fehler im Spiel analysieren, sondern auch das Training verändern", sagte Skripnik auf der Pressekonferenz zwei Tage vor dem Duell mit Tabellenführer Bayern München und mit einigen tiefschürfenden Einheiten hinter sich. „Wir hatten rund zehn Tage Zeit, in Ruhe zu arbeiten", blickte der Werder-Coach zurück. Während der Länderspielpause seien die Trainingseinheiten nicht nur „intensiver, sondern auch deutlich länger" gewesen. Darüber hinaus waren Skripnik, Frings und Kohfeldt auch im direkten Dialog aktiv. "Es gab einige Einzelgespräche mit den Spielern", so der Cheftrainer.

Selbstvertrauen holen - mit jedem Zweikampf

Als ausschlaggebend für die partielle Umstellung der Trainingsarbeit nannte Skripnik die Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen: „Damit waren wir einfach unzufrieden." Unabhängig davon ergänzt mit Axel Dörrfuß seit vergangenem Montag ein Leistungsdiagnostiker das Team um das Team. Der 44-Jahre alte Diplom-Sportwissenschaftler arbeitet seitdem eng mit Trainergespann und Mannschaft zusammen. Neben einem Laktattest gab es Diagnostiken in den Schwerpunkten Kraft-, Ausdauer- sowie Sprinttraining. 

Gegen den Rekordmeister will Skripnik jetzt vor allem eins sehen: Einsatzwille. „Wir haben die Chance, uns mit jedem Zweikampf, mit jeder Grätsche, mit jedem Kopfballduell Selbstvertrauen zu holen." Auch Thomas Eichin fordert vom Team, „dass alle alles aus sich herausholen. Wir erwarten, dass die Mannschaft sich stellt, den Zuschauern zeigt, dass sie noch da sind." Mit der richtigen Mentalität und Einstellung sei selbst gegen die momentan dominanten Münchner, die mit acht Siegen aus acht Spielen an der Tabellenspitze stehen, einiges wettzumachen.

Bis Fritz, Wiedwald und Co. am Samstag um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) auf die Elf von Pep Guardiola treffen, steht noch eine Einheiten an. Eine Einheit, in der die intensiven, vergangenen Tage abgerundet werden.

Von Yannik Cischinsky