Super-Bowl begeistert Werder-Profis

In der Nacht von Sonntag auf Montag findet in den USA der "Super Bowl" statt (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 07.02.2016 // 10:46 Uhr

von Steffen Wunderlich

Der Super Bowl begeistert die Massen. Wenn in der Nacht von Sonntag auf Montag die Carolina Panthers auf die Denver Broncos in Santa Clara das Finale um die Meisterschaft im American Football ausspielen, werden wieder abermillionen Menschen auf der ganzen Welt vor dem Fernseher sitzen. So werden sich auch in Deutschland wieder zahlreiche Sportbegeisterte die Nacht um die Ohren schlagen und verfolgen die 50. Auflage des Super Bowls verfolgen.

Ausgemachter Fan von American Football und den Seattle Seahwaks: Claudio Pizarro (Foto: twitter.com/pizarrinha).

Und auch im Kader der Grün-Weißen findet der amerikanische Nationalsport einige Anhänger. So zum Beispiel Claudio Pizarro. Der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte wurde während seiner Zeit beim FC Chelsea zum Football-Fan. Im Jahr 2007 machte der Peruaner mit seinem Ex-Verein auf der USA-Tour in Seattle Halt. Dort trainierten die „Blues" auf dem Trainingsgelände der Seahawks, dem dort ansässigen Football-Team. „Zum Abschied bekam jeder Spieler ein Trikot der Seahawks mit seinem Namen und der Rückennummer geschenkt", erklärte Pizarro gegenüber WERDER.DE. Seither ist er Fan. Begeistert ist der Peruaner vor allem von der Art und Weise des Spiels. „Es sind so viele Kleinigkeiten, die zusammenspielen müssen, damit das Team funktioniert. Es muss eine echte Einheit auf dem Feld stehen", so der 37-Jährige, der auf einen Sieg der Carolina Panthers tippt.

Ähnlich zufällig kam auch Mannschaftskollege Jannik Vestergaard zum amerikanischen Nationalsport. „Ich habe im Alter von 13 Jahren mit meinen Kumpels Abends Fernsehen geschaut. Wir haben rumgezappt und sind zufällig beim American Football hängen geblieben", erklärte der Däne. Fortan interessierte sich der Verteidiger für die Sportart. „Football ist ein komplexer Sport. Es gibt so viele unterschiedliche Typen. Die großen, schweren Jungs, die kleinen schnellen - jeder hat seine Aufgabe und wird gebraucht", erklärt Vestergaard. Die Liebe zum Football spiegelt sich auch im Alltag des New England Patriots-Fans wieder. „Mein Hund heißt Brady", erzählt er stolz. Benannt nach Tom Brady, dem Quaterback der Patriots. Dass seine Hündin einen „Männer-Namen" trägt, erklärt der Däne mit einem lächeln: „Die Idee kam von meiner Freundin." 

Faszinierend, wie dieser Sport funktioniert
Theodor Gebre Selassie
Jannik Vestergaard besuchte im Winter mit seiner Freundin ein Spiel der New England Patriots (Foto: instagram/jannikvestergaard).

Ob er sich den diesjährigen Super Bowl im Fernsehen anschaut, weiß der 1,99-Meter-Hüne indes noch nicht. „Ich bin traurig, dass mein Team raus ist", gesteht Vestergaard. Die Patriots verloren im Halbfinale gegen die Denver Broncos. Deshalb ist für den 23-Jährigen klar, wem er die Daumen im Finale drückt: „Ich bin ganz klar für Carolina."

Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie drückt zwar dem Konkurrenten aus Denver die Daumen, glaubt aber an einen Sieg der Carolina Panthers. Vor drei Jahren schaute er sich die Highlights des Super Bowls 2013 auf YouTube an. Seither ist der Tscheche begeistert „Es ist faszinierend, wie dieser Sport funktioniert", so Gebre Selassie. Das Finale in der Nacht von Sonntag auf Montag schaut „Theo" aber nicht live vor dem Fernseher. „Wir haben am nächsten Tag Training und Abfahrt nach Leverkusen. Da möchte ich fit sein", erklärte der 29-Jährige.

Denn trotz aller Faszination: die Priorität liegt dann bei allen Drei ganz klar auf Fussball und dem SV Werder.