Spektakel für Fans, Punkt für Moral

Stimmen zum Spiel

Santiago Garcia mit dem Liebesbekenntnis an die Fans. Es war ein packendes Duell im Weser-Stadion (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 30.01.2016 // 19:55 Uhr

Aus dem Weser-Stadion berichten Dominik Kupilas und Yannik Cischinsky

Aufholjagd, zweiter Teil. Wie schon gegen Schalke machten die Grün-Weißen einen Rückstand wett, dieses Mal lag die Elf von der Weser zwischenzeitlich sogar mit zwei Toren hinten - und das gleich doppelt. Am Ende reichte es dank großem Kampf aber noch zu einem Punktgewinn. Der Charakter bei den Grün-Weißen stimmte und maßgeblich beteiligt am 3:3, da waren sich alle Protagonisten einig, waren auch die Werder-Fans. „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Zuschauer nach dem 1:3 geschlossen aufstehen und das Team weiter anfeuern. Wir waren heute teilweise nervös, doch die Unterstützung hat die Mannschaft wieder angestachelt und nach vorne getrieben. Großes Kompliment ans Publikum und an die Mannschaft", betonte Thomas Eichin nach dem Schlusspfiff.

Und auch Cheftrainer Viktor Skripnik hatte nach der Aufholjagd lobende Worte für den zwölften Mann parat. "Die Atmosphäre hier war mal wieder der Wahnsinn. Fin Bartels, Torschütze zum 1:2, fühlte sich durch die über 40.000 Zuschauer im Weser-Stadion ebenfalls beflügelt. „Es hat gebrodelt. Wir haben die Zuschauer im Rücken gespürt. Es gab für uns nur noch eine Marschroute: nach vorne!", so der 28-Jährige, der zur Halbzeit eingewechselt worden war.

WERDER.DE hat sich nach der packenden, emotionalen Partie unter den Werderanern umgehört. Hier kommen die Stimmen zum Spiel.

Zum Spielverlauf:

Aufmunterung für Wiedwald: Djilobodji baute den Schlussmann wieder auf (Foto: nordphoto).

Viktor Skripnik: „Wir haben heute gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Hertha steht nicht umsonst auf dem dritten Platz. Auch deshalb bin ich insgesamt zufrieden, wie es zum Schluss gelaufen ist. Nach einem 0:2 zur Pause noch zurückzukommen, ist sehr positiv. In der Halbzeit gab es kein Kopfschütteln. Jeder war unzufrieden, hatte aber eine positive Einstellung und war heiß. Danach hat die Mannschaft eine große Moral gezeigt. Wir wollten sogar noch auf das vierte Tor gehen, sind energisch in den gegnerischen Strafraum gegangen und haben gute Chancen gehabt. Ich hoffe, dass diese Einstellung in Zukunft noch eine entscheidende Rolle einnimmt. Diese Mannschaft steigt nicht ab."

Clemens Fritz: „Wir waren eigentlich gut drin in der Partie, bekommen dann aber durch einen Distanzschuss und einen Freistoß zwei Gegentore. Das war ein kleiner Schock. Nach der Pause sind wir super zurückgekommen, dafür kann ich der Mannschaft nur ein großes Kompliment aussprechen und das ist sicherlich der positive Aspekt des Spiels. Wir wollten das erste Heimspiel unbedingt gewinnen, aber nach dem Spielverlauf müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Für die Fans war es ein Spektakel."

Claudio Pizarro: „Wir sind mit dem Punkt zufrieden. Am Anfang waren wir nicht so konzentriert, da hatte Hertha die Kontrolle. Da lagen wir dann 0:2 hinten, obwohl wir eigentlich gar nicht so schlecht gespielt haben. Aber wir haben an uns geglaubt und die Reaktion der Mannschaft war sehr gut. Wir haben gezeigt, dass wir alle zusammenstehen und dass wir gut spielen können. Es frustriert uns trotzdem, dass wir trotz der guten Vorbereitung nicht konzentriert in die Spiele finden. Da gilt es noch einige Sachen aufzuarbeiten."

Laszlo Kleinheisler feierte sein Bundesliga-Debüt, Papy Djilobodji seine Heimpremiere (Foto: nordphoto).

Papy Djilobodji: „Ich bin sehr froh, dass wir am Ende nicht mit leeren Händen dastehen. Nach dem 1:3 war es sehr schwer für uns, aber wir haben weiter hart gearbeitet und uns am Ende belohnt. So müssen wir weitermachen."

Felix Wiedwald: „Wir sind von der Fitness her auf einem sehr hohen Niveau. Deshalb konnten wir auch heute am Ende wieder zulegen. Der Punkt ist in unserer Situation wichtig, da zählt jedes Pünktchen. Und für die Moral ist dieses Unentschieden auch wichtig."

Fin Bartels: „Wir hatten uns vor der Partie natürlich mehr vorgenommen, auch wenn Hertha ein Top-Team ist. Wir wussten, dass sie kompakt stehen werden und wenige Chancen zulssen, aber wir wollten trotzdem unbedingt in einem Heimspiel wieder drei Punkte holen. Nach dem Spielverlauf kann man sicherlich eher von einem gewonnenen Punkt sprechen als von zwei verlorenen. Man hat erneut die Moral gesehen, die in der Mannschaft steckt. Jeder hat sich in die Zweikämpfe geschmissen, als wäre es der letzte der Saison. Diesen Punkt haben wir uns erarbeitet." 

Fin Bartels: „Wir hatten uns vor der Partie natürlich mehr vorgenommen, auch wenn Hertha ein Top-Team ist. Wir wussten, dass sie kompakt stehen werden und wenige Chancen zulssen, aber wir wollten trotzdem unbedingt in einem Heimspiel wieder drei Punkte holen. Nach dem Spielverlauf kann man sicherlich eher von einem gewonnenen Punkt sprechen als von zwei verlorenen. Man hat erneut die Moral gesehen, die in der Mannschaft steckt. Jeder hat sich in die Zweikämpfe geschmissen, als wäre es der letzte der Saison. Diesen Punkt haben wir uns erarbeitet."

Zu den ersten beiden Gegentoren:

Claudio Pizarro erzielte seine Bundesliga-Treffer 180 und 181 (Foto: nordphoto).

Felix Wiedwald: „Da sah ich nicht gut aus, das wusste ich auch schon in der Situation. Das muss ich mir ankreiden. Aber dafür ist es ein Teamsport - die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt, sicher auch für mich. Am Ende haben wir uns gemeinsam einen Punkt erkämpft. Ich werde die Situationen gemeinsam mit Christian Vander analysieren und versuche in der nächsten Woche wieder ein starker Rückhalt zu sein."

Viktor Skripnik: „Felix hat uns schon so oft Punkte gerettet, ich werde kein böses Wort sagen. Das ganze Team kassiert Tore, nicht nur der Torhüter." 

Weitere Themen:

Zum Wechsel in der Halbzeit-Pause:

Viktor Skripnik: „Wir mussten etwas ändern, haben mit Fin einen weiteren Stürmer gebracht und Pizarro etwas zurückgezogen. Dadurch wollten wir durch die Mitte marschieren, um auf Außen Platz für Flanken zu schaffen. Und wir alle kennen Fin, wissen, dass er Fußballspielen kann. Heute hat er gezeigt, dass er in einer sehr guten Form ist." 

Zur Punkteausbeute nach zwei Rückrundenspielen:

Thomas Eichin: „Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass wir vier Punkte aus diesen Spielen gegen schwere Gegner holen, hätte ich das blind unterschrieben. Hertha ist stark, das hat man heute gesehen. Sie stehen zu recht dort oben."

Zum Flutlichtspiel in Gladbach:

Thomas Eichin: „Die Statistik, dass wir zweimal gegen Gladbach in dieser Saison gewonnen haben, interessieren nicht. Am Freitagabend gewinnt, wer die größere Moral zeigt. Das heutige Unentschieden gibt uns für diese Aufgabe Selbstvertrauen."

Fin Bartels: „Ich hoffe, dass die beiden Spiele gegen Schalke und Hertha der Auftakt für eine deutlich bessere Rückrunde sind. Am Freitag müssen wir nachlegen."

Viktor Skripnik: "Wir haben zweimal gegen Gladbach gewonnen, aber in unserer Situation ist das nicht wichtig. Wir wollen weiter liefern, egal gegen welchen Gegner.

 

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