Eigentor und eiskalte Schalker

Zum Bundesliga-Auftakt gegen Schalke 04 haben Anthony Ujah und Co. verloren (Foto: nph).
Profis
Samstag, 15.08.2015 // 19:28 Uhr

Den Start in die Bundesliga-Saison 2015/16 hatten sich die Grün-Weißen ganz anders vorgestellt. Obwohl Bartels, Junuzovic und Co. gegen Schalke 04 lange gut mithielten, stand am Ende eine 0:3-Niederlage auf der Anzeigetafel im Bremer Weser-Stadion. Dabei brachte den SV Werder ausgerechnet ein ärgerliches Eigentor auf die Verliererstraße.

WERDER.DE hat sich nach der Partie in der Mixed Zone umgehört und die wichtigsten Aussagen zum Spiel zusammengefasst.

Zur 0:3-Niederlage beim Bundesliga-Auftakt: 

Viktor Skripnik: „Leider ist die Euphorie der Vorbereitung jetzt getrübt, aber am Ende war es ein verdienter Sieg von Schalke. Die Bundesliga ist ein harter Wettkampf, bei dem jeder Fehler eiskalt bestraft wird. Das Eigentor war sehr ärgerlich und hat unseren Plan über den Haufen geworfen. Danach wollten wir eine Reaktion zeigen, haben eine große Chance zum Ausgleich aber nicht genutzt und wurden anschließend eiskalt bestraft."

Thomas Eichin: „Aller Anfang ist schwer und die erste Partie ist für alle Mannschaften ein Überraschungspaket. Das war ein komisches Spiel, wir haben das gegen einen ganz starken Gegner teilweise ordentlich gemacht, aber der letzte Punch und die Effektivität haben gefehlt. Vor allem in der zweiten Halbzeit war es ein gefälliges Spiel von uns. Da hatten wir viel Ballbesitz. Aber Schalke hat das clever gemacht und die Chancen eiskalt genutzt, da haben sie ihre Qualität ausgespielt. Die Schalker waren heute Meister der Effektivität. Das Spiel hat sicher eine gewisse Aussagekraft, aber es ist noch kein Zeichen für die Saison. In den letzten beiden Jahren haben wir zum Auftakt gepunktet, ich hoffe, dass wir jetzt direkt daraus lernen."

Zlatko Junuzovic: „Der Endstand spiegelt meiner Meinung nach nicht den Spielverlauf wider. Wir haben zwar nicht unser bestes Spiel abgeliefert, aber auch kein schlechtes. Vielleicht wollten wir nach dem Gegentor im ersten Durchgang in der zweiten Halbzeit zu früh zu viel. Schalke kann jederzeit ein Tor erzielen, wir hingegen wollten den Ausgleich erzwingen. Für uns geht es jetzt darum, die Fehler zu analysieren, an uns zu arbeiten, nicht den Mut zu verlieren und uns ab morgen komplett auf das Spiel bei Hertha BSC zu fokussieren. Für den Moment sind wir allerdings enttäuscht, denn eine 0:3-Niederlage zum Bundesliga-Auftakt vor eigenem Publikum ist bitter."

Assani Lukimya: „Natürlich sind wir enttäuscht. Nachdem wir zu Beginn der Partie etwas hektisch waren, kamen wir immer besser ins Spiel, hatten nach dem ärgerlichen Gegentor zum 0:1-Rückstand im zweiten Durchgang eine lange, druckvolle Phase, in der wir den Ausgleich hätten erzielen können. Schalke hat allerdings viel individuelle Klasse und dadurch auch verdient gewonnen. Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir noch Luft nach oben haben. In Berlin werden wir alles daran setzen, den ersten Sieg in dieser Bundesliga-Saison einzufahren." 

Felix Wiedwald: „Das erste Gegentor war extrem unglücklich. Normalerweise gehen wir mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang haben wir es dann nicht schlecht gemacht und wollten unbedingt den Ausgleich erzielen, allerdings hat Schalke uns mit Kontern bestraft. Sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt und am Ende auch verdient gewonnen. Wir wussten von Beginn an, dass es keine leichte Aufgabe für uns wird. Dennoch hatten wir gute Phasen, an die wir beim Spiel in Berlin anknüpfen wollen. Für mich persönlich war es ein schönes Erlebnis, von den Fans hier im Weser-Stadion empfangen zu werden, auch wenn die drei Gegentore natürlich kein guter Einstand sind."

Zum Eigentor von Theodor Gebre Selassie:

Viktor Skripnik: „Gegen solche Gegentore gibt es leider keine Versicherung. Das sind Dinge, die im Fußball passieren. Es ist sehr bitter und Theo ist geknickt, aber es geht weiter."

Zlatko Junuzovic: „Natürlich kann ich verstehen, dass Theo sich jetzt wahnsinnig über diese Aktion ärgert - ich würde es auch tun. Dennoch ist niemand in unserer Mannschaft sauer, schließlich hätte es jedem passieren können. Er kam mit hohem Tempo und musste innerhalb kürzester Zeit überlegen, ob er den Ball klärt oder zurückspielt. Solche Gegentore passieren. Theo ist erfahren genug und wird diese Aktion schnell abhaken."

Zum Bundesliga-Debüt von Neuzugang Aron Jóhannsson:

Thomas Eichin: „Aron fehlt noch die Bindung zu unseren Spielabläufen. Er muss sich noch an die Pass- und Laufwege gewöhnen. Wir werden ihn in der kommenden Woche weiter integrieren und dann bin ich mir sicher, dass er uns weiterbringen wird."