Ein wichtiger Sieg, ein kleiner Schritt

Stimmen zum Spiel

Beim gesamten Team kannte nach dem Sieg der Jubel keine Grenzen (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 03.05.2016 // 00:25 Uhr

Von Dominik Kupilas. Yannik Cischinsky, Michael Freinhofer und Maximilian Prasuhn

Ein halbes Dutzend Tore, extrem wichtige Punkte im Abstiegskampf, ein Heimsieg für die Fans. Der überzeugende 6:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart war für die Grün-Weißen ein Befreiungsschlag. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis. Wir haben heute vieles richtig gemacht“, freute sich Cheftrainer Viktor Skripnik. Und dennoch wollten die Werderaner den Sprung auf Tabellenplatz 15 nicht allzu hoch hängen. „Es war ein kleiner Schritt, jetzt brauchen wir noch zwei große Schritte zum Klassenerhalt“, ordnete Fin Bartels ein.

„Momentan können wir den Erfolg sicherlich genießen, aber ab morgen müssen wir uns wieder auf das nächste Spiel einstimmen“, sagte Thomas Eichin. WERDER.DE hat alle Stimmen des Abends eingefangen und zusammengefasst.

Zum Spielverlauf:

Levin Öztunali erzielte sechs Minuten nach seiner Einwechslung das 3:1 (Foto: nordphoto).

Clemens Fritz: „Wir haben uns von den Rückschlägen nicht verunsichern lassen. Wir sind mutig geblieben, waren aggressiv in der Rückwärtsbewegung und uns gegenseitig unterstützt. Das war ein verdienter Sieg und die richtige Antwort auf alles, was in den letzten Wochen zu lesen war. Da waren wir ja quasi schon abgestiegen.“

Jannik Vestergaard: „Wir haben unsere Fähigkeiten heute auf den Platz gebracht und als Mannschaft gut gekämpft. Wir haben eine gute Leistung gezeigt, trotz der Schläge ins Gesicht. Auf diesem guten Ergebnis können wir aufbauen.“

Anthony Ujah: „Das war ein super Spiel von uns. Von Anfang an haben wir direkt gezeigt, dass wir was holen wollen. Heute verlassen wir das Stadion mit einem Lächeln. Das war eine tolle Atmosphäre.“

Thomas Eichin: „Wir haben heute großen Mut bewiesen und einen noch größeren Willen gezeigt. Ein 6:2-Sieg ist eine klare Botschaft. Dass wir gewinnen, habe ich der Mannschaft schon zugetraut, aber nicht in der Höhe.“

Die beiden restlichen Spiele wollen wir um jeden Preis gewinnen.
Felix Wiedwald

Felix Wiedwald: „Wir haben eine super Teamleistung gezeigt. Nach der Führung haben wir uns etwas hinten reindrängen lassen, aber danach super weiter Vollgas gegeben. Am Ende hat man gemerkt, dass wir auch trotz der hohen Führung hinten Unsicherheiten hatten.“

Viktor Skripnik: „In dieser Saison haben wir nach einer Führung schon oft die Nerven verloren, heute war das nicht der Fall. Die Tore sind im richtigen Moment gefallen, es war ein verdienter Sieg, der uns enorm weiterhilft. Aber es ist weiterhin alles offen, wir müssen die letzten beiden Spiele genauso hochkonzentriert angehen, dann haben wir alles in der eigenen Hand.“

Zur Tabellensituation:

Jannik Vestergaard: „Es ist schön, über dem Strich zustehen, aber es stehen noch zwei Spiel aus, die wir unbedingt gewinnen müssen. Wir dürfen uns nicht zu früh freuen. Wichtig ist, dass wir am 34. Spieltag über dem Strich stehen.“

Thomas Eichin: „Wir haben den ersten Schritt geschafft, doch jetzt gilt es auch, den zweiten zu gehen und die nötigen Punkte zu sammeln. Der Klassenerhalt ist noch nicht entschieden. Uns interessiert nur das nächste Spiel. In Köln zu gewinnen, funktioniert nicht von alleine. Das müssen wir genauso angehen wie heute.“

Felix Wiedwald: „Mit dem Sieg sind wir an der Konkurrenz vorbeigezogen. Die beiden restlichen Spiele wollen wir um jeden Preis gewinnen.“

Zum Kurztrainingslager:

Anthony Ujah sorgte kurz nach seiner Einwechslung für den 6:2-Endstand (Foto: nordphoto).

Anthony Ujah: „Das Trainingslager hat uns sehr geholfen. In den zwei Tagen haben wir viele Videos geguckt, viel geredet und so positive Impulse gesetzt. Aber was unser Geheimnis ist, das kann ich nicht verraten. Sonst gewinnen die anderen ja immer.“

Jannik Vestergaard: „Es hat sich nichts großartig verändert, wir sind immer noch die gleichen Jungs. Aber das hat gezeigt, wie wichtig der Kopf ist. Wir haben den Fokus darauf gelegt, den Druck in positive Energie umzuwandeln und die Angst in Freude umzuwandeln. Wir haben schon vor dem Spiel fest daran geglaubt, dass wir als Sieger vom Platz gehen und das hat man auch gemerkt.“

Clemens Fritz: „Wir wollen einfach zeigen, dass wir optimal auf diese Partie vorbereitet sind. Dafür haben wir in den letzten Tagen intensiv gearbeitet.“

Viktor Skripnik: „In den Tagen haben wir vor allem Ruhe gewonnen. Nach dem 6:2 kann man sagen, dass wir alles richtig gemacht haben.“

Zur Atmosphäre rund um das Spiel:

Jannik Vestergaard: „Die Atmosphäre heute war sehr beeindruckend. Wir saßen im Bus, haben das alles gesehen und wollten alle, dass das Spiel am liebsten sofort losgeht. Man hat gemerkt, dass die ganze Stadt hinter Werder steht. Diese Stimmung hat uns die letzten, nötigen Prozente gegeben. Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir den Fans so ein Spiel zurückgeben konnten. Nach dieser Saison hätte man auch verstehen können, wenn alle sehr sauer sind.“

Thomas Eichin: „Das war heute wieder mal eine tolle Atmosphäre. Was die Fans hier zeigen, ist einmalig und nicht in jeder Stadt so.“

Felix Wiedwald: „Die Stimmung war Weltklasse. Ich glaube kaum einer hat sich während des Spiels hingesetzt. Ich habe auch gemerkt, dass die Fans hinter mir stehen. Dadurch konnte ich der Mannschaft heute auch helfen.“

Fin Bartels: „Die Unterstützung der Fans war phänomenal. Danke an die Werder-Fans, das war ein richtiger Schub für uns.“ 

Zu den kommenden Aufgaben:

Clemens Fritz: „Wir befinden uns nach wie vor im Abstiegskampf und sind noch lange nicht gesichert, auch wenn wir unsere Ausgangsposition verbessert haben. Natürlich ist nach einem solchen Sieg die Euphorie groß, aber wir müssen konzentriert weiter arbeiten und dürfen uns nicht ausruhen. Wir sollten ehrlich zu uns sein, dass es das noch nicht war.“

Fin Bartels: „Der Druck war da, aber durch diesen Sieg ist der Glaube an uns größer. Die Leistungen der letzten Wochen waren gut, es fehlte jedoch immer das Ergebnis. Jetzt kommen noch zwei wichtige Spiele an hier wollen wir an die Leistung anknüpfen. Wir haben es bis zum Schluss in der eigenen Hand. Jetzt wollen wir das Spiel und die heutige Stimmung im Stadion sacken lassen. Wir wollen die Atmosphäre in positive Energie ummünzen. Wenn wir die Leistung in den nächsten Spielen abrufen, bin ich guter Dinge.“

Anthony Ujah: „Ich freue mich aufs Rhein-Energie-Stadion und die alten Kollegen, auch wenn ich keinen netten Empfang erwarte. So ist das im Fußball. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen ins Spiel und müssen einfach genau so weiter spielen.“ 

Zur Verletzung von Sambou Yatabare:

Viktor Skripnik: „Es sieht nach einem Musklefaseriss aus, aber wir müssen noch die genaue Diagnose des Arztes abwarten. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist. Morgen wissen wir mehr.“