Voller Fokus auf "Finale gegen Frankfurt"

Stimmen zum Spiel

Zlatko Junuzovic und der SV Werder entführen nach einem intensiven Spiel einen Punkt aus Köln (Foto: nordphoto).
Profis
Samstag, 07.05.2016 // 20:06 Uhr

Von Dominik Kupilas und Michael Freinhofer

Das letzte Auswärtspartie der Saison war erst wenige Minuten beendet, da lag der Fokus der Werderaner schon vollständig auf der nächsten Aufgabe. Denn durch das torlose Remis in der Domstadt und dem zeitgleichen Sieg von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund rutschte der SV Werder vor dem letzten Spieltag wieder auf den Relegationsplatz ab. Durch das direkte Duell mit den Hessen haben die Grün-Weißen aber weiterhin alles in der eigenen Hand. Voller Fokus. „Es hätte einiges zusammenkommen müssen, damit wir uns schon heute über den Klassenerhalt hätten freuen können. Damit haben wir nicht gerechnet“, betonte Thomas Eichin im Anschluss an die Partie im RheinEnergieStadion und ergänzte: „Wir wussten, dass es auf den letzten Spieltag hinauslaufen wird und sind darauf vorbereitet.“

WERDER.DE hat sich nach der Partie im RheinEnergieStadion in der Mixed Zone umgehört und die Aussagen der Werderaner im Folgenden zusammengefasst: 

Zum Spielverlauf:

Clemens Fritz zeigte gegen kompakt stehende Kölner vollen Einsatz (Foto: nordphoto).

Zlatko Junuzovic: „Es hätte heute in beide Richtungen anders laufen können. Wir hatten einige Torchancen, die Kölner aber auch. Leider wurde uns ein reguläres Tor aberkannt, aber das haben wir schon während des Spiels abgehakt. Jetzt kommt es nächste Woche zum Showdown gegen Frankfurt. Und dieses Spiel gehen wir voller Optimismus an.

Clemens Fritz: „Das war ein sehr intensives Spiel. Die Kölner standen sehr kompakt, wir haben uns schwer getan, durch die letzte Reihe durchzubrechen. Hinten raus hatten wir noch zwei gute Gelegenheiten, mit etwas Glück hätten wir dadurch noch gewonnen. So nehmen wir jetzt den Punkt mit und werden nächste Woche gewinnen. Wir können es nächste Woche selber klären, das ist das Gute.“

Viktor Skripnik: „Wir haben uns gut verkauft und nehmen den Punkt mit. Der Gegner war sehr gut organisiert. Wir werden am letzten Spieltag sehen wie wichtig der Punkt war. Nun haben wir gegen Frankfurt alles in der eigenen Hand. Wir werden jetzt nicht skeptisch sein und bleiben weiterhin positiv."

Zum Endspiel gegen Frankfurt:

Clemens Fritz: „Wir waren schon lange darauf eingestellt, dass es bis zum letzten Spieltag eng sein wird. Und selbst bei einem Sieg heute wäre es nächste Woche ein Endspiel gewesen. Es ist keine leichte Aufgabe, der Druck ist groß. Aber wir werden intensiv darauf hinarbeiten, Vollgas geben und gewinnen. Wir spielen zu Hause mit unseren Fans im Rücken. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen werden.“

Viktor Skripnik: "Jetzt haben wir das große Finale am letzten Spieltag im eigenen Stadion. Wichtig ist, dass wir es in den eigenen Händen haben, nicht auf andere Plätze schauen müssen. Wer gewinnt, bleibt drin."

Thomas Eichin: „Wir wussten, dass es auf den letzten Spieltag hinauslaufen wird. Jetzt läuft alles auf diese eine Partie hinaus. Wir spielen zu Hause, wollen unbedingt gewinnen. Das wird natürlich eine Kopf- und Nervensache, aber das haben wir zuletzt gut gelöst, die Mannschaft hat oft gezeigt, dass sie mit Druck umgehen kann. Wir haben unsere Fans im Rücken, die werden wie ein zwölfter Mann hinter uns stehen. Aber die Fans können den Ball nicht ins Tor schießen, das müssen wir selber machen und darauf werden wir gut vorbereitet sein. Ich habe keine Sorge, dass irgendeiner das Spiel nicht richtig angehen wird. Wir können es aus eigener Kraft schaffen, das ist ein gutes Gefühl. Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass Werder drin bleibt.“

Felix Wiedwald: „Wir haben im eigenen Stadion zuletzt gute Auftritte gezeigt, daran müssen wir nächste Woche anknüpfen. Die Fans stehen hinter uns, wir werden keine Angst haben und die Klasse sichern.“

Zum aberkannten Tor:

Thomas Eichin: "Die Situation hat der Schiedsrichter falsch bewertet, ich habe schon von der Bank aus gesehen, dass es ein reguläres Tor war. Aber Schiedsrichter müssen schnell Entscheidungen treffen, dabei werden eben auch Fehler gemacht."

Clemens Fritz: „Das war ein klares Tor, aber wir können es bei allem Ärger jetzt leider nicht mehr ändern.“

Viktor Skripnik: „Ich mache dem Schiedsrichter keinen Vorwurf. Fehler können passieren, das ist menschlich, vor allem in der heißen Phase. Schiedsrichter stehen auch unter Druck, nicht nur die Vereine, es bringt jetzt nichts, gegen die Schiedsrichter etwas zu sagen.

Zur Leistung von Wiedwald und dem ersten Zu-Null-Spiel:

Felix Wiedwald war mit seinen Paraden ein sicherer Rückhalt und blieb erstmals ohne Gegentor (Foto: nordphoto).

Felix Wiedwald: „Es ist immer wichtig zu Null zu spielen, aber intern war das nie ein Thema. Lieber hätte ich 5:4 gewonnen."

Thomas Eichin:
„Wir hatten heute einen sehr, sehr starken Rückhalt im Tor. Felix hat uns mit einigen Paraden im Spiel gehalten. Die Null ist gut für ihn und die ganze Mannschaft.“

Zlatko Junuzovic: „Wiede hat heute sehr gut gehalten. Das erste Spiel ohne Gegentor tut gut.“

Viktor Skipnik: „Es ist sehr gut, dass wir erstmals in der Saison kein Gegentor bekommen haben, aber heute wären mir lieber vier Gegentore gewesen und dafür drei Punkte.“

Zur fünften Gelben Karte von Fin Bartels:

Thomas Eichin: „Fin ist ein wichtiger Spieler für uns, die Sperre ist nicht gut. Das war eine Partie mit vielen Emotionen, da geht es manchmal mit dem einen oder anderen durch.“

Viktor Skripnik: „Das ist sehr bitter für uns. Er ist für uns eine wichtige Kraft, das hat er mit seinen zwei Toren gegen Stuttgart bestätigt. Wir müssen dennoch auf uns glauben und haben Spieler die genug Qualität mitbringen."