Außenseiterchance nutzen

Cheftrainer Viktor Skripnik traut seinem Heimatland bei der EM ein Weiterkommen zu (Foto: nordphoto).
Viktor Skripnik
Dienstag, 07.06.2016 // 12:12 Uhr

Von Maximilian Prasuhn

„Ein wichtiges Zeichen“ sei die Qualifikation der ukrainischen Nationalmannschaft für die Europameisterschaft, die ab Freitag in Frankreich stattfindet, hinsichtlich der schwierigen Situation in seinem Heimatland, findet Werders Cheftrainer Viktor Skripnik. Nach der EM im eigenen Land 2012 hat sich die Ukraine erstmals sportlich für eine EURO qualifiziert – und Skripnik traut dem Team trotz schwerer Gruppe durchaus ein Weiterkommen zu.

„Im Fußball ist schließlich alles möglich. Die Ukraine ist stolz, bei dieser EM dabei zu sein. Ich bin mir sicher, dass sie von Beginn an in jedem Gruppenspiel alles geben werden. Erst einmal wird es darum gehen, in dieser schweren Gruppe mit Deutschland, Polen und Nordirland zu bestehen. Wenn das Achtelfinale erreicht werden würde, wäre das schon ein großer Erfolg“, sagt Werder-Coach Skripnik, der selber 24 Mal das Trikot der Nationalmannschaft überzog.

Dass es im ersten Spiel gleich gegen den Weltmeister geht, sieht der 46-Jährige, der 1996 von der Ukraine nach Deutschland zum SV Werder wechselte, nicht als Nachteil: „Deutschland geht als klarer Favorit in das Spiel. Jeder erwartet von ihnen einen Sieg. Aber vielleicht ist das genau die Chance der Ukraine. Es ist schließlich für beide Teams das erste Spiel bei dieser EM. Da muss man erst einmal schauen, wie man in das Turnier findet.“

Mut macht Skripnik vor allem die gute Qualifikationsphase. "Die ukrainische Nationalmannschaft hat sich schon immer vor allem durch einen starken Zusammenhalt und einen großen Teamgeist ausgezeichnet. Das hat auch die EM-Qualifikation gezeigt. Dazu kommen aber auch ein paar Spieler mit einer hohen individuellen Qualität, die in einem Spiel für den gewissen Unterschied sorgen können", so Skripnik.