Kopfsache

Ist durch seine Erfahrung ein Kopf der Mannschaft: Claudio Pizarro (Foto: nordphoto).
Profis
Sonntag, 28.02.2016 // 16:58 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Mit seinem Last-Minute-Treffer hat Claudio Pizarro Werder am Samstag zumindest einen Punkt gerettet, sich selbst schoss der Peruaner damit auf den alleinigen 5. Rang der ewigen Torjäger-Tabelle der Liga. Zu wenig, befand der grün-weiße Torgarant dennoch auch am Tag danach. „Die Situation wird nicht einfacher, wir brauchen Punkte. Es gibt viel zu arbeiten und zu korrigieren“, so Pizarro am Sonntag. Freuen konnte er sich deshalb logischerweise nicht allzu sehr über den wuchtigen Kopfball zum 2:2.

Maßgeblich kommt es beim Kampf um die Zähler auf die mentale Stärke der Mannschaft an, da waren sich Torschütze und Cheftrainer Viktor Skripnik auch 18 Stunden nach Abpfiff einig. „Der Kopf spielt eine sehr große Rolle“, sagte Pizarro. „Man hat gesehen, dass jeder zu Beginn Angst davor hatte, einen entscheidenden Fehler zu begehen“, fügte Skripnik an.

Pizarro: "Ich bin immer Optimist"

Zusammenhalt und mentale Stärke - Schlüssel zur Rückkehr in die Erfolgspur (Foto: Heidmann).

Druck gehöre dazu in der aktuellen Lage, auch die Kritik am erneut verpassten Heimsieg bezeichneten beide als berechtigt. Wichtig sei es jedoch, „nicht nur das Negative zu sehen, sondern auch den Zuspruch von Fans, Freunden und Familie zu bekommen“, wie Skripnik betonte. Der Mannschaft die Angst zu nehmen, dafür gäbe es verschiedenste Mittel.

Bundesliga-Routinier Pizarro vertraut dabei schlichtweg auf sein eigenes Naturell. „Ich bin immer Optimist. Wenn man negativ ist, geht ohnehin alles schief. Man muss einfach noch mehr und härter Arbeiten also ohnehin“, so „Piza“. Genau das gibt er an die Teamkameraden weiter: „Ich versuche mit den Jungs zu sprechen, ihnen zu helfen. Es ist wichtig, dass wir intern momentan noch mehr reden.“ Man brauche seine „Erfahrung“, sagt Skripnik. Dass Pizarro als Kopf der Mannschaft eine Führungsrolle einnimmt, ist nicht neu, aber vielleicht wichtiger denn je.