Zahlen, bitte!

Fakten nach dem Stuttgart-Spiel

Zahltag im Weser-Stadion: Fin Bartels bejubelt seinen Treffer zum 1:0 (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 03.05.2016 // 17:46 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Dieser Erfolg war Balsam für die Werder-Seele – und das mitten im so knallharten Abstiegskampf. Das 6:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart hielt aber noch weit mehr als acht Tore, drei Aluminium-Treffer und Chancen im Minutentakt bereit. Trotz relativ ausgeglichener Statistik lohnt sich ein genauerer Blick auf die Zahlen des spektakulären Flutlichtduells. 

WERDER.DE hat die Datenbank durchwühlt und blickt noch einmal auf die Statistiken des Abends zurück. Hier kommen die besten Fakten der Partie.

Levin Öztunali traf gegen die Schwaben zum allerersten Mal als Joker (Foto: Heidmann).
  • Am laufenden Band: Claudio Pizarro erzielte in seinem 13. Pflichtspiel im Jahr 2016 sein 13. Tor. Zwölf davon gelangen dem Peruaner in der Bundesliga. Damit liegt er gleichauf mit Bayerns Top-Torjäger Robert Lewandowski an der Rückrundenspitze.
  • Serie ausgebaut: Der VfB Stuttgart ist nach dem 2:6 jetzt seit fast zehn Jahren ohne Sieg in Bremen. In dieser Zeit gab es vier Remis und fünf Niederlagen für die Schwaben.
  • Tor beim Jubiläum: Für Pizarro war es übrigens das 142. Tor im 250. Pflichtspiel mit der Werder-Raute auf dem Trikot. Damit traf er rein rechnerisch in über der Hälfte aller Einsätze (56,8 Prozent). In der Bundesliga netzte "Piza" 103-mal in 185 Einsätzen für den SV Werder.
  • Kampfgeist: Werder behielt mit 59 Prozent gewonnener Zweikämpfe klar die Oberhand bei den direkten Duellen. Theodor Gebre Selassie gewann die meisten Zweikämpfe auf dem Feld (16) und hatte mit 82 Prozent hinter Jannik Vestergaard und Papy Djilobodji (mit je 86 Prozent gewonnener Zweikämpfe) die drittbeste Quote.
  • Eingewechselter Sieg: Levin Öztunali traf erstmals überhaupt als Joker – bei seiner 29. Einwechslung. Insgesamt war es erst sein zweiter Treffer in der Bundesliga und der erste in dieser Saison. Noch schneller als Öztunali, der schon sechs Minuten nach seiner Einwechslung traf, war Anthony Ujah. Keine drei Minuten stand Werders Angreifer auf dem Platz - und erzielte den 6:2-Endstand.
Sechs Tore erzielte Werder im Weser-Stadion zuletzt vor acht Jahren (Foto: Heidmann).
  • Starker Lauf: Fin Bartels traf in seinen letzten sieben Bundesliga-Einsätzen fünfmal, einmal mehr als in der gesamten Vorsaison. Insgesamt steht der Kieler bei acht Saisontoren in der Bundesliga und einem Treffer im DFB-Pokal. Doppelt so viele wie in jeder Saison bisher.
  • Acht Jahre Pause: Mit den Toren zum 1:0 und 5:2 erzielte Fin Bartels seinen ersten Doppelpack im Werder-Trikot. Seinen bis dato einzigen Bundesliga-Doppelpack schnürte der gebürtige Kieler vor acht Jahren für Hansa Rostock bei einem 2:1 in Karlsruhe (12.04.2008).
  • Sixpack: Sechs Tore im Sechs-Punkte-Spiel! So viele Tore erzielte Werder in der Bundesliga letztmals vor sechseinhalb Jahren beim Auswärtsspiel in Freiburg (6:0, 21.11.2009). Vor heimischem Publikum traf der SVW vor acht Jahren zuletzt sechsmal. Am 10.05.2008 schossen die Grün-Weißen Hannover 96 mit 6:1 ab.
  • Sturmhoch: Mit 32 Treffern hat Werder den zweitbesten Rückrunden-Sturm der Liga hinter dem BVB mit 33 erzielten Toren, aber vor den Bayern mit 29 Treffern. Mit 49 Toren stellt der SVW die fünftstärkste Offensive der bisherigen Saison. Nur die vier Mannschaften auf den Champions-League-Plätzen trafen häufiger.
  • Festgespielt: Florian Grillitsch stand – abgesehen vom Auswärtsspiel in Mönchengladbach, bei dem er aufgrund einer Fußprellung verletzt fehlte – in allen Rückrundenspielen in der Startelf. Zur Erinnerung: Im August gab der 20-Jährige sein Bundesliga-Debüt, am 8. Spieltag stand Grillitsch überhaupt das erste Mal in der Startelf.