"Unsere Pflicht, ihnen ein gutes Spiel zu zeigen"

Ein sonniges Gemüt: Papy Djilobodji strahlt gute Laune und Sicherheit im Spiel aus (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 18.02.2016 // 11:44 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Erst fünf Spiele ist die Rückrunde alt. Fünfmal stand Papy Djilobodji dabei für Werder auf dem Platz, fünfmal spielte er durch und gegen Hoffenheim gab es sogar die umjubelte Tor-Premiere. Ganz ohne Eingewöhnungszeit hat sich der Winter-Neuzugang als feste Größe bei den Grün-Weißen etabliert. „Ich möchte jedes Spiel genießen und alles ausschöpfen", sagt der gut gelaunte Djilobodji am Rande eines Foto-Shootings für die Deutsche Fußball Liga (DFL).

Ständig sieht man ihn lachen, mit Kollege und Kumpel Sambou Yatabaré scherzt der Senegalese, als würden sich die beiden seit vielen Jahren kennen. Mit einem Strahlen in den Augen geht Djilobodji seine Aufgaben an - auf und abseits des Platzes. „Ich möchte immer Freude am Spiel haben und das auch zeigen. Die Fans kommen ins Stadion und bezahlen dafür viel Geld, deshalb ist es unsere Pflicht, ihnen ein gutes Spiel zu zeigen und alles zu machen, damit sie daran Freude haben. Das ist es, was mich antreibt."

Wir reisen nach Ingolstadt um drei Zähler zu holen.
Papy Djilobodji

Als Antreiber in der Abwehrzentrale überzeugte "Papy" Fans und Trainerteam von Beginn an, am vergangenen Wochenende trug sich der 27-Jährige erstmals auch als Torschütze ein. Wäre sein Kopfball nach 77 Minuten nicht gegen den Pfosten geklatscht, hätte sich Djilobodji wohl vollständig zum „Man of the Match" aufgeschwungen.

Jetzt folgt auf Hoffenheim Ingolstadt, ein weiterer direkter Konkurrent um Punkte für den Klassenerhalt. „Eine gute Mannschaft", befindet Djilobodji. Aber: „Wir brauchen Punkte und werden entsprechend dorthin fahren. Wir reisen nach Ingolstadt um drei Zähler zu holen. Warum nicht?", fragt er schmunzelnd. Warum nicht?

 

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