"Mit Überzeugung aufgestanden"

Den Durchblick behalten: Fin Bartels will sich nicht verrückt machen lassen (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 25.04.2016 // 14:51 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Es gibt geruhsamere Wochenenden als das vergangene. Das würde auch Fin Bartels so unterschreiben. „Man musste dann doch nochmal vor allen Rede und Antwort stehen: vor Oma, dem Vater und der ganzen Familie. Aber das war gut. So konnte man sich damit auseinandersetzen und alles verarbeiten“, berichtet der 29-Jährige, der Samstag und Sonntag mit seiner Familie verbrachte. An erholsamen Schlaf war dabei nicht wirklich zu denken, das erging Bartels genauso wie Torschütze Anthony Ujah und den anderen Teamkollegen. „Die Chance nach dem Anschlusstreffer oder die kurz vor Schluss – als Stürmer geht einem das wieder und wieder durch den Kopf“, sagt Ujah. „Es war nicht einfach abzuschalten“, gibt auch Bartels zu. 

Doch für beide ist die Nordderby-Niederlage mit dem Wochenstart passé. „Ich bin heute Morgen aufgewacht und war wieder positiv gestimmt. Ich bin mit der Überzeugung aufgestanden, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, berichtet Bartels und führt dafür gleich mehrere Gründe an: „Es stimmt in der Mannschaft. Wir halten zusammen. Diese Gemeinschaft ist sehr wichtig.“ Außerdem habe man im Verlauf der Saison bereits mehrfach gezeigt, welche Moral im Team stecke. „Nach jedem Nackenschlag sind wir wieder aufgestanden und wir stehen auch jetzt wieder auf“, so Bartels. 

Mit Angst machen wir die Situation nur schwieriger.
Anthony Ujah

Selbstvertrauen und Zuversicht. Für Bartels sind das zwei Schlüssel, die dem SV Werder das Tor zum Verbleib in der ersten Liga offen halten. „Wir lassen uns nicht verrückt machen, nicht von außen und auch nicht durch eigene Fehler.“ Angst vor dem Abstieg? Definitiv kein guter Ratgeber! „Mit Angst machen wir die Situation nur schwieriger“, ist Ujah überzeugt. „Wir sind an einem entscheidenden Punkt. Da können wir uns nicht die ganze Woche Sorgen machen und nachdenken. Nur mit harter Arbeit schaffen wir es“, so der Nigerianer. Und nach getaner Abend schläft man ja bekanntlich am besten.