Fans fragen, Profis antworten: Ein einmaliger Einblick

Unterhaltsamer Austausch: Santiago Garcia mit den Fans bei der Fanclub-Weihnachtsfeier im Weser-Stadion (Foto: Soller).
Profis
Sonntag, 30.11.2014 // 18:56 Uhr

Die Werder Fanclub-Weihnachtsfeier ist traditionell das Event für Fans und Mannschaft. In gemütlicher Atmosphäre können Fans ihren Idolen die Fragen stellen, die ihnen wirklich auf dem Herzen liegen ...

Die Werder Fanclub-Weihnachtsfeier ist traditionell das Event für Fans und Mannschaft. In gemütlicher Atmosphäre können Fans ihren Idolen die Fragen stellen, die ihnen wirklich auf dem Herzen liegen. Im direkten Dialog plaudern Junuzovic, Garcia und Co. mit den grün-weißen Anhänger und was in dem anderthalbstündigen Dialog ans Licht kommt, könnte Bücher füllen. Für WERDER.DE Grund genug, die spannendsten und unterhaltsamsten Themen zusammen zu fassen.

Levent Aycicek auf die Frage, ob es immer sein Ziel gewesen sei, Profifußballer zu werden: „Ich habe nie darüber nachgedacht, etwas anderes als Profifußballer zu werden, selbst während meiner langen Verletzungszeit nicht. Allerdings habe ich letztes Jahr nebenbei meine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann beim SV Werder abgeschlossen, um ein zweites Standbein zu haben. Obwohl ich noch sehr jung bin, muss man gucken, wo man nach der Karriere bleibt. Die wenigsten schaffen es, ein erfolgreicher Trainer zu werden. Da gehört auch jede Menge Glück dazu."

Clemens Fritz über sein besonderes Erlebnis mit Tim Wiese: „Wir waren mal im Trainingslager in Belek, da gab es ein extremes Unwetter. Ich hatte ein Zimmer zum Meer und dachte, dass jeden Moment die Scheiben einbrechen würden. Tim Wiese war neben mir im Zimmer und ihm ging es ähnlich. Irgendwann hat er mir eine SMS geschrieben, dass ich mal rüberkommen soll. Und da lag er im Badezimmer auf dem Boden, hatte sich da sein Bett hergerichtet, weil er es im eigentlichen Bett nicht ausgehalten hat."

Viktor Skripnik über die Unterschiede zwischen dem Trainer-Job im Jugendbereich und in der Bundesliga: „Es gibt hier keine Eltern, die nach dem Spiel zu mir kommen und sich beschweren, dass ihr Sohn nicht spielt (lacht). Natürlich ist es in der Bundesliga eine ganz andere Kulisse. Damit meine ich nicht nur die Fans im Stadion, sondern auch die Medien. Du stehst jeden Tag im Mittelpunkt, im Fokus der Öffentlichkeit. Jeder beobachtet dich und jedes Wort von dir wird genau bewertet. Das ist teilweise sehr anstrengend. Aber ich muss die Mannschaft führen, nicht nur begleiten und dazu gehören auch die Auftritte in der Öffentlichkeit, mit denen ich den Jungs auch eine Richtung vorgebe."

Santiago Garcia über seinen „Praktikanten-Job" bei WERDER.TV: „Ich war etwas nervös wegen der Kamera und so weiter, aber das war eine super Übung für mich, mein Deutsch zu testen. Genau wie heute. Diese Gespräche machen mir viel Spaß und helfen, besser zu sprechen. Allerdings ist das viel schwieriger als mein Deutschunterricht. Da spricht nur einer und nicht alle gleichzeitig. Außerdem spricht mein Lehrer langsamer und deutlicher (lacht)."

Fin Bartels darüber, ob er im Kindergarten seiner Tochter oft angesprochen wird: „Bei den Eltern hält sich das in Grenzen, aber die Kinder sprechen mich oft an. Da muss ich dann manchmal noch eine Runde mit denen Kicken, bevor ich mit meiner Tochter nach Hause fahren darf."

Fin Bartels über das Thema Nationalmannschaft: „Das Thema ist so weit weg für mich. Es ist aber auch gar kein Herzenswunsch von mir, einmal für Deutschland aufzulaufen. Was ich mir wünsche, ist einmal mit Werder Bremen am internationalen Wettbewerb teilzunehmen - egal ob wir dann gegen Chelsea oder gegen Slovan Bratislava spielen."

Fin Bartels, vervollständige den Satz 'Werder wird nicht absteigen, weil...' „...wir eine Einheit sind und besser Fußballspielen können als mindestens drei andere Teams."

Zlatko Junuzovic über das Spiel bei Eintracht Frankfurt und Ex-Coach Thomas Schaaf: „Es ist schon ein besonderes Spiel für mich. Ich habe zwei Jahre unter Thomas Schaaf gespielt. Er hat mich nach Bremen geholt und mir in der schwierigen Anfangszeit mit Einsätzen das Vertrauen geschenkt, obwohl es nicht lief. Das war sehr wichtig für mich. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit ihm. Für Clemens Fritz und Sebastian Prödl ist es sicherlich noch mal besonderer, da sie viel länger unter ihm gespielt haben und noch mehr Erinnerungen mit ihm teilen."

Zusammengetragen von Dominik Kupilas und Yannik Cischinsky


 

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