VfL-Devise: Angreifen statt mauern

Aller guten Dinge sind drei: Für Oldenburgs Kapitän Nils Frenzel ist es das dritte Spiel gegen den SV Werder (Foto: nph).
Profis
Samstag, 28.06.2014 // 10:15 Uhr

Die Vorbereitung nimmt langsam an Fahrt auf. Nur zwei Tage nach dem 6:1-Auftakterfolg beim BW Schwalbe Tündern reist der SV Werder am Sonntag, 29.06.2014, zum nächsten Testspiel. Im Marschwegstadion ...

Die Vorbereitung nimmt langsam an Fahrt auf. Nur zwei Tage nach dem 6:1-Auftakterfolg beim BW Schwalbe Tündern reist der SV Werder am Sonntag, 29.06.2014, zum nächsten Testspiel. Im Marschwegstadion treffen Fritz, Junuzovic und Co. dann auf den VfL Oldenburg. Anstoß der Partie ist um 15 Uhr (ab 14.45 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE/Highlights der Partie im Laufe des Sonntagabends auf WERDER.TV).

Für den SV Werder ist es bereits das dritte Aufeinandertreffen mit dem niedersächsischen Oberligisten innerhalb der letzten vier Jahre. Sowohl beim 16:1 im Jahr 2010 als auch vergangenes Jahr beim 6:0-Erfolg konnten die Grün-Weißen als Sieger vom Platz gehen. Vor allem an das letzte Aufeinandertreffen werden sich sicherlich nicht nur die Oldenburger erinnern. Bei sinnflutartigen Regenfällen sind alle Beteiligten quasi „im Stadion abgesoffen", wie Oldenburgs Geschäftsführer Franz Haake bemerkt.

Grün-Weißes Blut

Hart umkämpft: Zlatko Junuzovic im Duell mit Nils Frenzel (Foto: nph).

Beide Duelle miterlebt hat auch Nils Frenzel, der seit drei Jahren Kapitän des VfL Oldenburgs ist. Gerade für ihn ist das Spiel gegen den SV Werder immer eine ganz besondere Partie. „Ich bin von Geburt an Werder-Fan. Über meinen Vater habe ich das in die Wiege gelegt bekommen", so Frenzel. „Der Nils trägt eigentlich bei fast jedem Training ein Werder-Trikot. Ganz oft läuft er dabei mit Johan Micouds Nummer zehn auf dem Rücken auf", verrät auch VfL-Trainer Ulf Kliche.

Da sich Frenzel am Sonntag jedoch nicht mit 'le Chef' messen kann, freut er sich auf einen anderen Werder-Spieler. „Am meisten freue ich mich auf Philipp Bargfrede. Das liegt daran, dass ich einerseits auf der gleichen Position spiele und ich andererseits sehr viel von ihm halte", erklärt der 24-Jährige. Auf dem Platz wird er dabei leider nicht auf 'Bargi' treffen. Werders Abräumer wird nach seiner Operation am Außenmeniskus noch ein paar Wochen brauchen, bevor er in die Vorbereitung einsteigt.

„Nicht nur antreten und mauern“

Frenzels Liebling: Philipp Bargfrede wird am Sonntag nicht wie 2010 auf dem Platz stehen.

Doch nicht nur Nils Frenzel wartet freudig auf das Kräftemessen mit den Grün-Weißen. Auch die übrige Mannschaft ist bereits Feuer und Flamme. „Die gesamte Mannschaft ist heiß. Gerade in Oldenburg haben wir relativ viele Werder-Fans in der Mannschaft. Es ist also kein Wunder, dass das Team mit viel Euphorie in die Begegnung geht", bestätigt VfL-Coach Kliche.

Trotz der deftigen Niederlage aus dem Vorjahr hat Kliche, der hauptberuflich als Lehrer in Oldenburg arbeitet, gute Erinnerungen an das Duell. „Ich glaube wir haben in der ersten Halbzeit recht gut gespielt. Am Ende sind dann jedoch zu viele Gegentore gefallen", sagt der 44-Jährige. Damit es in diesem Jahr besser läuft, hat sich Kliche bereits im Vorfeld einen Matchplan zurechtgelegt. „Entscheidend ist, dass es insgesamt ein gutes Spiel wird. Wir wollen nicht nur antreten und uns hinten einmauern, sondern wollen auch in der Offensive mitspielen", betont der VfL-Trainer.

Am Sonntag, um 15 Uhr, können sich dann alle Fans selbst davon überzeugen, ob die Taktik der Oldenburger beim zweiten Testspiel der Werder-Saisonvorbereitung aufgeht.

von Marcel Kuhnt