Facebook-Q&A - Vestergaard gewährt Einblicke

Jannik Vestergaard beantwortete am Donnerstagnachmittag über Facebook die Fragen der Werder-Fans (Foto: WERDER.DE).
Profis
Freitag, 30.01.2015 // 14:32 Uhr

In den knapp 45 Minuten gewährte Werders neue Nummer 7 interessante Einblicke in viele Bereiche seines Lebens. „Das Interesse am SV Werder Bremen ist hier viel größer - sowohl was die Fans angeht, als auch die Medien", antwortete Vestergaard auf die Frage eines Users, was der größte Unterschied zwischen seinem Ex-Verein Hoffenheim und dem SV Werder sei. Die Freude Vestergaards jetzt an der Weser zu sein, ist „riesig. Werder ist ein toller Klub mit einer unglaublichen Tradition."

Gelungener Auftakt! Mehr als 400 Fragen gingen ein und Neuzugang Jannik Vestergaard nahm sich jede Menge Zeit, eine Vielzahl davon zu beantworten. Der erste „Q&A", eine Fragerunde zwischen Spieler und Fans auf der offiziellen Facebook-Seite des SV Werder, war ein voller Erfolg. „Ich mag es, mit den Fans in Kontakt zu treten. Es hat mir großen Spaß gemacht", verriert Werders Neuzugang anschließend.

Besonders groß ist die Vorfreude auf die Werder-Fans. „Ich habe die Stimmung hier schon einige Male erlebt. Jetzt freue ich mich, dass ich einer derjenigen bin, der angefeuert wird. Ich freue mich darauf, dass uns die Fans so unterstützen, wie ich es in der Vergangenheit als Gegner erlebt habe." Dass er sein erstes Bundesliga-Tor ausgerechnet im Weser-Stadion gegen seinen neuen Klub erzielte, „spielt keine Rolle mehr. Das ändert nichts daran, dass Werder ein geiler Klub ist und ich froh bin, hier zu sein. Aber ich habe Tim Wiese damit in Hoffenheim schon einige Male geärgert", verriet der großgewachsene Abwehrmann, der seine Körpergröße „nicht immer als Vorteil sieht. Aber als Innenverteidiger ist es eher ein Vorteil, als ein Nachteil."

Neben den sportlichen Fragen gewährte der 22-Jährige auch einen Einblick in sein Privatleben. Wieso trägst du lange Haare? „Habe ich einfach seit Jahren und traue mich nicht, die Haare abzuschneiden." Wo zieht es Dich hin, wenn Du längere Zeit abschalten willst? „Im Sommer war ich in Griechenland, mit der Familie waren wir aber auch oft in Spanien. Das ist also ganz unterschiedlich - Hauptsache die Sonne ist dabei! Das ist ja in Dänemark nicht garantiert." Welche Musik hörst du am liebsten? „Ich bin da sehr offen, höre sehr viel unterschiedliche Richtungen. Meine Eltern spielen klassische Musik, selbst die höre ich gerne."

Interesse daran, selber Musik zu machen, hatte Vestergaard aber nie. Was anderes als Fußball kam für ihn nie in Frage: „Ich wollte schon immer Fußball spielen, habe mit drei Jahren bei meinen Eltern dafür gebettelt, dass ich in einen Verein darf und war total glücklich, dass mich mein Papa irgendwann in einem kleinen Klub angemeldet hat." Bereut hat es Papa Vestergaard sicher nicht. Immerhin brachte es Sohnemann Jannik zum Bundesliga-Profi und zum Kapitän der dänischen U21-Nationalmannschaft.

Und auch eine Erklärung, warum er sich seinerzeit nicht für die deutschen Juniorennationalteams entschieden hat, lieferte Vestergaard bei dem Chat mit den Fans. „Ich habe mir damals intensiv Gedanken darüber gemacht. Am Ende fiel die Wahl auf Dänemark, weil meine Familie dort lebt, meine Freundin und meine Freunde aus Dänemark kommen." Bei seinem ersten Spiel für den SV Werder wird er auf die Unterstützung seiner Familie verzichten müssen. Auf die Werder-Fans kann er sich aber verlassen.

von Dominik Kupilas