Als Twitter-Reporter live im Zillertal dabei: "Eine richtig gute Aktion"

Twitter-Reporter Steffen Landsberg und Freundin Casey Manthey im Zillertal.
Profis
Mittwoch, 23.07.2014 // 14:42 Uhr

"Ich hatte auf WERDER.DE gelesen, dass es im Trainingslager einen Reporter geben soll und fand das wahnsinnig interessant. Als ich dann tatsächlich von Werder angeschrieben und gefragt wurde, ob ich Interesse daran habe, musste ich nicht lange überlegen", so Landsberg, der bei Twitter unter dem Namen @S666HB aktiv ist. Mit einem von Volkswagen gestellten Golf Cabriolet ging es nach Zell am Ziller, wo der Tourismus-Verband eine Unterkunft zur Verfügung stellte. "Es war alles organisiert, wirklich top, damit habe ich nicht gerechnet. Es ist insgesamt einfach eine richtig gute Aktion", so der 30-Jährige, der eine knappe Woche aus Zell am Ziller berichtet. "Ich bin bemüht, den Fans Sachen zu zeigen, die nicht in den weitreichenden Infos, die Werder über Twitter sendet, abgedeckt sind, möchte das Trainingslager aus Fan-Sicht dokumentieren. Hier gibt es schließlich viel zu beobachten."

Mit gezücktem Handy steht Steffen Landsberg am Trainingsplatz, fotografiert die Szenerie bei der morgendlichen Einheit der Werder-Profis und sendet anschließend einen Tweet. Landsberg ist als Twitter-Fanreporter mit ins Trainingslager der Bundesliga-Mannschaft gereist, berichtet vor Ort von Fans für Fans. Eine Aktion als Dankeschön des SV Werder Bremen an seine Twitter-Follower.

Und so findet Landsberg nach gut vier Tagen Trainingslager-Luft und den ersten gefestigten Eindrücken "besonders interessant, dass in so einem Trainingslager nicht nur die Mannschaft auf dem Platz steht und trainiert, sondern dass ein großer Kreis drumherum auch richtig intensiv eingebunden ist und das alle Werder-Mitarbeiter inklusive der Trainer, Geschäftsführer und Spieler als große Gruppe auftreten, sich gegenseitig austauschen und helfen. Ich hatte gedacht, dass sei alles mehr getrennt voneinander", so der gebürtige Bremer, der seit frühster Kindheit Werder-Fan ist.

Ein Trainingslager hatte er bis zu diesem Sommer noch nicht besucht. "Ich habe auch in Bremen durchaus schon die eine oder andere Trainingseinheit besucht und bin als Dauerkarten-Inhaber bei jedem Heimspiel. Aber das hier ist nochmal etwas ganz anderes. Die Spieler arbeiten wirklich sehr, sehr intensiv - alle, die Fußballer als überbezahlte Profis beschimpfen, sollten sich das mal anschauen." Und auch den Umgang von den Spielern mit den Fans findet Landsberg gut. "Werder präsentiert sich hier sehr nahbar. Die Spieler geben fleißig Autogramme, machen Fotos und unterhalten sich mit den Anhängern."

Auf den 'Job' als Fanreporter wurde der 30-Jährige mit dem ,Le Chef-Tattoo' auf dem rechten Schienbein, schon oft angesprochen. "Vor allem natürlich über Twitter, aber auch hier vor Ort war das schon der Fall. Viele wollen wissen, was ich hier so mache, wie nah ich an die Mannschaft komme und ob wirklich alles so super ist. Und diesen Eindruck haben hier alle, mit denen ich gesprochen habe, das ist kein Empfinden von mir alleine." Und so werden Landsberg und Freundin Manthey am Freitag mit vielen positiven Eindrücken wieder zurück nach Bremen reisen. „Das ist eine bleibende Erinnerung für uns und ich bin davon überzeugt, dass Werder mit der Aktion absolut das Ziel, das Trainingslager aus Sicht der Fans zu transportieren, erreicht hat."

Aus dem Zillertal berichtet Dominik Kupilas