"Ohne Druck" zurück ins Team

Sebastian Prödl kann im Mannschaftstraining wieder Vollgas geben (Foto: nph).
Profis
Mittwoch, 11.02.2015 // 16:48 Uhr

Er gibt wieder Kommandos, geht voran und kommt immer besser in Form. Sebastian Prödl ist in dieser Woche nach zweimonatiger Verletzungspause in den Trainingsbetrieb der Werder-Profis zurückgekehrt. Bereits am Montag war der Österreicher beim Auslaufen dabei. Mit der Doppelschicht zur Wochenmitte stieg Prödl dann endgültig wieder ein.

Über neun Wochen ist es her, als sich Sebastian Prödl bei einem Zweikampf im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt einen Innenbandriss im Knie zuzog. Nach einer erfolgreichen Reha ist er nun wieder auf dem Weg zurück. „Die letzten Wochen waren nicht einfach. In der Reha ist man immer als Einzelsportler unterwegs", resümiert Prödl. Nun tastet sich der österreichische Nationalspieler auf dem Weg zurück langsam nach vorne. Allerdings rechnet der 27-Jährige frühestens zum Auswärtsspiel bei Schalke 04 mit einer Nominierung für den Kader. Er will es aufgrund der aktuellen Situation nicht zu schnell angehen: „Ich bin froh, wieder ein Teil der Mannschaft zu sein. Mit den guten Ergebnissen im Rücken kann ich das Knie ohne Druck vorbereiten. Insbesondere in den Zweikämpfen brauche ich noch die nötige Sicherheit im Knie. Mich erwartet da noch eine schwierige Phase", weiß Prödl, der mit dem Trainer-Team gemeinsam entscheiden will, wann er in das Aufgebot zurückkehrt.

Gálvez traurig, Di Santo individuell

Während Prödl wieder Gas geben kann, tritt Innenverteidiger-Kollege Alejandro Gálvez den harten Reha-Weg gerade erst an. Mit einem Teilriss des Syndesmosebandes fällt der Spanier mehrere Wochen aus. „Ich bin natürlich traurig, dass ich meinen Teamkollegen jetzt nicht auf dem Platz helfen kann. Ich gebe alles, um so schnell wie möglich wieder dabei zu sein, aber der Arzt geht davon aus, dass ich drei bis vier Wochen pausieren muss. Daran muss ich mich natürlich halten", so Gálvez.

Gute Kunde gibt es derweil von Franco Di Santo. Der Argentinier absolvierte bei der Einheit am Mittwoch gemeinsam mit Julian von Haacke ein individuelles Programm. Nach einigen Laufrunden standen leichte Übungen mit dem Ball im Mittelpunkt. Wann der Top-Torjäger der Grün-Weißen wieder ins Mannschaftstraining einsteigt, entscheidet sich kurzfristig von Tag zu Tag. Ebenso verhält es sich bei Fin Bartels. Der frischgebackene 28-Jährige verbachte beide Einheiten individuell im Kraftraum und wird aller Voraussicht nach am morgigen Donnerstag wieder auf dem Platz dabei sein.

Von Erik Scharf