Eichin deutlich: "Fahrlässig und verantwortungslos"

Thomas Eichin konnte wie die Mannschaft mit der 2:3-Niederlage nicht zufrieden sein (Foto: nph).
Profis
Sonntag, 12.04.2015 // 21:33 Uhr

Diese Last-Minute-Niederlage ist extrem bitter. Tief enttäuscht stapften die Werder-Profis nach dem 2:3 (0:1) beim VfB Stuttgart in die Kabine, verärgert über die eigene Leistung und wütend ob des unnötigen Gegentores in der Nachspielzeit. „Die Wut ist extrem groß", gestand Thomas Eichin.

„Mir fehlen die Worte, so geht's nicht. Wir haben uns teilweise amateurhaft verhalten. Stuttgart war nach dem Platzverweis und dem 2:2 stehend K.O. - da muss ich erwarten, dass wir das clever runterspielen. Aber wir haben Geschenke verteilt. Das war fahrlässig und verantwortungslos. So kannst du in der Bundesliga nicht auftreten. Einige Spieler denken, die Saison ist schon vorbei. Darüber werden wir in den nächsten Tagen in aller Ernsthaftigkeit reden", so der Werder-Geschäftsführer deutlich.

Skripnik: "Uns hat die Cleverness gefehlt!"

Und auch Cheftrainer Viktor Skripnik gab ehrlich zu, dass diese Niederlage „richtig weh tut. Wir sind alle sehr enttäuscht. Heute hat die Mannschaft gewonnen, die mehr Willen gezeigt hat. Aber in Überzahl in der Nachspielzeit so ein Gegentor zu kassieren, ist sehr bitter für uns. Die Mannschaft hat zweimal Moral gezeigt, aber dann hat uns die Cleverness gefehlt, da müssen wir auswärts auch mal mit einem Punkt zufrieden sein."

Mit einem Punkt, damit wäre der Bremer Coach in der kommenden Woche nicht einverstanden: „Da wollen wir unbedingt den 500. Heimsieg holen. Das ist eine Chance, die nur einmal im Leben kommt. Wir wollen die Hamburger unbedingt besiegen. Darauf muss jeder brennen."

Dass dies keine einfache Aufgabe wird, verdeutlichte Thomas Eichin: „Auch der HSV wird mit letzter Verzweiflung in das Spiel gehen. Wir müssen zusehen, dass wir mal wieder einen Dreier landen und über 90 Minuten einen guten Job machen. Das ist jetzt der Auftrag."

Aus Stuttgart berichtet Dominik Kupilas