Mit dem "Werder-Gen" zum ersten Heimsieg

Profis
Samstag, 08.11.2014 // 22:56 Uhr

Die Erleichterung in den Katakomben war nach dem ersten Heimsieg der Saison zu spüren. Ausschlaggebend für den 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart war vor allem das große Kämpferherz der Werderaner, die das ...

Die Erleichterung in den Katakomben war nach dem ersten Heimsieg der Saison und dem zweiten Bundesliga-Sieg in Folge deutlich zu spüren. Ausschlaggebend für den 2:0-Erfolg über den VfB Stuttgart war vor allem das große Kämpferherz der Werderaner, die das vom Trainerteam "eingepflanzte Werder-Gen" - wie Zlatko Junuzovic es bezeichnet - mit großer Leidenschaft auf den Platz brachten. WERDER.DE hat nach dem Spiel die Stimmen der Sieger gesammelt.

Zum ersten Heimsieg:

Clemens Fritz: "Die Erleichterung ist natürlich groß. Wir wollten unbedingt nachlegen und haben das auch geschafft. Trotzdem gibt es noch Luft nach oben, wir wollen uns Schritt für Schritt verbessern und das Feld weiter von hinten aufrollen."

Zlatko Junuzovic: „Dieser Sieg war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen trotzdem weiter hart arbeiten. Das Wichtigste ist aber, dass wir das Werder-Gen, was uns das Trainerteam einpflanzt, weiter verinnerlichen."

Felix Kroos: „Es ist eine große Erleichterung für uns. Den Sieg waren wir unseren Fans auch schuldig. Wir haben uns zu hundert Prozent verausgabt, jeder ist für jeden gerannt. Es ist schön, endlich zu Hause gewonnen zu haben."

Thomas Eichin: „ Ich bin froh, dass die Mannschaft dem Druck Stand gehalten hat. Wir wissen um die Qualität der Mannschaft und bleiben jetzt genauso ruhig, wie wir es die Wochen zuvor geblieben sind. Aber so ist es im Fußball, das Pendel kann ganz schnell auf die andere Seite schlagen. Momentan schlägt es auf unserer Seite und dann gehen die Dinger eben rein."

Zum zweiten Tor:

Viktor Skripnik: „Diese Variante hat Christian Vander vom DFB mitgebracht. Ich habe der Mannschaft gestern in der Videoanalyse gesagt, dass es klappen kann, weil Stuttgart im Raum verteidigt. Im Abschlusstraining haben wir es versucht, da hat es aber nicht geklappt. Dass der Ball heute reingeht, zeigt, dass die Mannschaft mental sehr stark ist."

Fin Bartels: „Wir haben die Variante tatsächlich im Training geübt, aber da ging der Ball immer deutlich über den Balken. Heute kam der Pass von "Juno" perfekt auf den Elfmeterpunkt und da unsere Riesen alle reingezogen sind, war der Raum da. Vor einigen Wochen wäre der Ball vermutlich noch rausgesprungen, heute ist er glücklicherweise reingegangen. Dieses Glück haben wir uns in den letzten Wochen hart erarbeitet. Wir haben endlich zu Hause gewonnen, das war enorm wichtig."

Zum Spielverlauf:

Viktor Skripnik: „Wir waren heute nicht unbedingt das bessere Team, aber das effizientere. Die beiden Tore fallen nach Standardsituationen, das erste mit Glück, das zweite war einstudiert. So sehr ich mich darüber freue, wir werden in den nächsten Wochen daran arbeiten müssen, auch spielerische Lösungen zu finden. Heute freuen wir uns aber extrem über den Sieg und darüber, dass wir das erste Mal zu Null spielen konnten."

Thomas Eichin: „Raphael rettet uns in der einen Szene richtig stark. Das war entscheidend, aber auch bezeichnend für das Momentum, dass wieder auf unserer Seite ist. Danach haben wir nichts mehr zugelassen. Der Sieg ist völlig verdient."

Rouven Schröder:  „Das war ein enorm wichtiger Sieg. Wir haben mutig nach vorne verteidigt und gespielt und uns dafür belohnt."

Clemens Fritz: „Wir haben gut und kompakt gestanden, sind unheimlich lange Wege gegangen. Die Standards waren heute unsere Waffe. Wir sind froh, dass das geklappt hat."

Sebastian Prödl: „Das Tor vor der Pause war natürlich ein optimaler Zeitpunkt. Das Mittelfeld hat insgesamt viele Bälle abgefangen. Das einzige Manko war, dass wir letztendlich nicht das dritte Tor nachgelegt haben. Daran müssen wird noch arbeiten."

Zlatko Junuzovic: „Wir waren vom Kopf her Stark und sind als Team aufgetreten. Der Sieg war am Ende eine reine Willenssache. Die Stimmung am Schluss war einfach nur Gänsehaut pur. "

Fin Bartels: "Wir haben heute hinten sehr kompakt gestanden. Dass es am Ende mit dem Sieg geklappt hat, liegt an Kleinigkeiten. Vor allem Erfolgserlebnisse sorgen dafür, dass sich der Knoten löst. Das haben wir heute gemerkt."

Zur anstehenden Länderspielpause:

Rouven Schröder: „Diesen Sieg können wir genießen, haben aber weiterhin viel Arbeit vor uns. Wir wollen weiter als Einheit in eine Richtung marschieren und haben in zwei Wochen ein ganz wichtiges Spiel vor der Brust."

Fin Bartels: „ Ich persönlich hätte gerne weitergespielt, zumal jetzt ein geiles Spiel ansteht. Da geht es bekanntlich um mehr als nur um drei Punkte."

Viktor Skripnik: „Zehn Tage, drei Siege - das ist super. Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns und dürfen jetzt nicht zufrieden sein, sondern auf dem Teppich bleiben und weiter akribisch arbeiten. Dafür haben wir jetzt zwei Wochen Zeit. Aber Siege machen Mut."

Aus dem Weser-Stadion berichten Dominik Kupilas und Erik Scharf