Hajrovic: ''Dringend benötigtes Erfolgserlebnis''

Profis
Dienstag, 28.10.2014 // 22:43 Uhr

Als die Grün-Weißen zum Dank für die grandiose Unterstützung nach Spielende zu den Fans liefen, war allen im Team die Erleichterung spürbar anzumerken. Nach neun sieglosen Partien in Folge durften sich Hajrovic, Di Santo und Co. mit dem 2:0 gegen Chemnitz über einen immens wichtigen Erfolg freuen. „Wir haben dieses Erfolgserlebnis dringend gebraucht. Das tut richtig gut", freute sich Izet Hajrovic. „Es ging heute darum, eine schwere Prüfung zu bestehen, das hat die Mannschaft sehr gut gemacht. Heute ging es nur um das Ergebnis, das hat geklappt", blickte Thomas Eichin auf den ersten kleinen Schritt wieder in die Erfolgsspur zurück.

WERDER.DE hat sich nach dem Pokalerfolg im Team umgehört und fasst die wichtigsten Stimmen zusammen.

Zum Spielverlauf:

Clemens Fritz: „Wir haben sehr kompakt gespielt, auf die Fehler von Chemnitz gewartet und dann gut umgeschaltet. Der Unterschied war heute, dass wir den Ball im Mittelfeld gut haben laufen lassen und im richtigen Moment unsere Torchancen genutzt haben. Und vor allem haben wir gewonnen. Insgesamt war das eine sehr gute Leistung von der gesamten Mannschaft. Ich freue mich, dass es mit dem Einzug in die nächste Runde geklappt hat."

Fin Bartels: „Wir haben phasenweise richtig guten Fußball gespielt und zur richtigen Zeit die Tore gemacht."

Izet Hajrovic: „Wir hatten heute viel mehr Ballbesitzt als in den letzten Spielen und konnten so unser Spiel besser aufziehen. Hinten standen wir gut, vorne hatte jeder seine guten Szenen."

Zum neuen Trainerteam:

Clemens Fritz: „Es war ein neuer Impuls, aber das neue Trainerteam hatte nicht viel Zeit. Sie haben viele Gespräche geführt, wir haben aber auch in Mannschaftskreisen viel gesprochen und sind noch enger zusammengerückt."

Fin Bartels: „Wir waren ja erst zwei Tage zusammen, aber das neue Trainerteam hat einen neuen Impuls gesetzt. Das tut gut - vor allem denen, die zuletzt etwas hinten dran waren. Wir haben jetzt ein gutes Trainerteam, mit dem wir Schritt für Schritt weiter nach vorne kommen werden. Viktor Skripnik macht einen ruhigen und sachlichen Eindruck, war selber lange Profi und kann Dinge sehr gut vermitteln."

Izet Hajrovic: „Der Trainer hatte wenig Zeit, deshalb haben wir uns als Team zusammengerauft und das mit in die Hand genommen. Wir waren als Mannschaft gefordert. Bis zum Mainz-Spiel haben wir jetzt wieder ein paar Tage Zeit, uns besser kennen zu lernen. Er hat uns gesagt, dass wir nicht nervös sein sollen und Spaß am Spiel haben müssen."

Thomas Eichin: „Das Trainerteam hat versucht der Mannschaft zu vermitteln, dass sie jede Prüfung meistern kann. Am Anfang hat man gemerkt, dass die Jungs noch einen gewaltigen Rucksack aufhatten, aber im Laufe des Spiels sind Selbstvertrauen und Spaß am Spiel zurückgekommen. Ich bin mir sicher, dass das einen Schub geben wird für die nächsten Aufgaben."

Zum Weiterkommen:

Viktor Skripnik: „Das war ein sehr schöner Auftakt. Wir freuen uns sehr, dass wir weitergekommen sind, aber es ist schade, dass das heute kein Bundesliga-Spiel war. Im Vorfeld hat jeder gesagt, dass wir der klare Favorit sind, aber man hat gesehen, dass es ein hartes Stück Arbeit war. Wir mussten 90 Minuten konzentriert sein, das hat die Mannschaft super gemacht. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Wir sind verdient eine Runde weiter, haben uns aber nicht gerettet, deshalb müssen wir jetzt weiter hart arbeiten."

Fin Bartels: „Das war heute enorm wichtig. Wir haben kein Gegentor bekommen und sind eine Runde weitergekommen. Aber das Spiel am Samstag ist wichtiger."

Izet Hajrovic: „Wir haben heute Spaß gehabt am Spiel. Der Sieg war sehr wichtig für uns. Wir wussten, dass wir unbedingt gewinnen müssen - für uns, aber auch für die Fans. Dafür haben wir uns ins Zeug gelegt."

Viktor Skripnik über...

... erlangtes Selbstvertrauen: „Fußball ist ein Spiel - das heißt wir müssen Fußball spielen und nicht arbeiten. Wir müssen Spaß haben auf dem Platz, aber gleichzeitig hart arbeiten. Das ist die perfekte Mischung. Selbstvertrauen geht nur über Erfolge. Das macht positive Gedanken. Ich bin froh, dass wir das geschafft haben, morgen wird jeder mit einer anderen Laune zum Training kommen. Wir haben heute viele kleine Pluspunkte gesammelt, die am Ende viel Selbstvertrauen geben können."

... die Sprechchöre mit seinem Namen: „Das hat mich natürlich gefreut, aber wir müssen jedes Spiel bestätigen, dass wir die richtigen sind. Dafür werden wir hart arbeiten."

... personelle Veränderungen: „Clemens Fritz hat im Mittelfeld eine sehr gute Leistung gezeigt. Seine Erfahrung hat unserem Spiel gut getan, er hat die wichtigen Kommandos gegeben und eine starke Präsenz gezeigt. Levent Aycicek war in der Regionalliga Leistungsträger und konnte jede Menge Spielpraxis sammeln. Ich kenne ihn gut und auch er wusste, was ich heute von ihm erwarte. Bei allem Respekt war mir bewusst, dass ich ihn heute gegen den Drittligisten Chemnitz eher ins kalte Wasser werfen kann als in der Bundesliga."

Aus Chemnitz berichtet Dominik Kupilas