Digitales Doppel-Debüt: Sternberg über Nordderby, Call of Duty und "Konkurrent" Garcia

Janek Sternberg feierte am Mittwoch seine Premiere beim Twitter-Chat (Foto: WERDER.DE).
Profis
Donnerstag, 09.04.2015 // 13:42 Uhr

Und so nahm Linksverteidiger Sternberg aufgeregt Platz vor dem Laptop im TV-Studio des Weser-Stadions: „Ich habe ehrlich gesagt noch nicht so viel Ahnung von Twitter", verriet er. Trotzdem war der  22-Jährige, der am vergangenen Wochenende beim Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 eine starke Partie absolvierte, bestens gelaunt und voller Vorfreude. Nach einer kurzen Phase des Eingewöhnens stellte er sich dann nicht nur den sportlichen Fragen der Fans, sondern gewährte vor allem auch einen Einblick in sein Privatleben.

Am Mittwochnachmittag feierte Janek Sternberg seine Premiere beim Chat im offiziellen Twitter-Profil des SV Werder. Allerdings entdeckte an diesem Nachmittag nicht nur der Linksverteidiger Neuland, sondern auch die Club Media-Abteilung des SV Werder. Denn der Chat konnte erstmals auch über das twittereigene Video-Streamingtool Periscope in Echtzeit mitverfolgt werden. Werder ist damit in der Bundesliga erst der dritte Verein, der das Übertragungs-Tool eingesetzt hat und der erste Klub überhaupt, der es für interaktive Zwecke nutzte. Damit boten die Grün-Weißen den Fans einen doppelten Mehrwert - denn Sternberg gab die Antworten nicht nur schriftlich in 140 Zeichen, sondern auch mündlich über den Livestream.

Unter anderem sprach Sternberg über ...

... seinen Mitspieler und Konkurrenten auf der Position des Linksverteidigers, Santiago Garcia: „Entgegen der Einschätzung von Außenstehenden kommen wir sehr gut miteinander aus. Trotz unseres Konkurrenzkampfes haben wir ein tolles Verhältnis. Zwischen uns beiden passt es sportlich und menschlich. Häufig geben wir uns sogar Tipps, um uns gegenseitig zu verbessern."

... Dinge die er tut, wenn er mal nicht auf dem Fußballplatz steht: „Ich gehe gern mit Freunden essen oder ins Kino. Mit Lukas Fröde bin ich andauernd im Kino und schaue mir sehr viele Filme an. Gerade neulich habe ich Fast and Furious 7 gesehen - ein richtig guter Film! Wenn ich Zuhause bin, spiele ich gern an der Konsole, am liebsten Call of Duty oder FIFA. Call of Duty am liebsten mit meinem Clan. Das klingt jetzt sehr professionell, aber wir sind alle Anfänger!"

... das Nordderby gegen den HSV in der kommenden Woche: „ Natürlich freu ich mich besonders auf dieses Spiel. Ich bin damals in der Nähe des Stadions in Hamburg aufgewachsen. Es dauerte mit dem Auto nur rund 20 Minuten, bis ich vor Ort war. Beim HSV habe ich ja auch ein paar Jahre gespielt. Als damals das Angebot aus Bremen kam, habe ich allerdings keine Sekunde überlegt und mich sofort für Werder entschieden. Ich will unbedingt gewinnen und tippe auf einen 3:0-Sieg für uns!"

... den steigenden Bekanntheitsgrad: „Am Anfang war das schon etwas verrückt, daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Allerdings ist es immer noch etwas Besonderes, soviel Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen. Vor meinem ersten Einsatz als Profi war ich sehr aufgeregt, das ist zum Glück nicht mehr ganz so schlimm."

... sein fußballerisches Vorbild: „Ein richtiges Vorbild habe ich gar nicht. Aber in der Jugend war ich immer angetan von Roberto Carlos. Der hat auch auf meiner Position gespielt und hatte so wahnsinnige Oberschenkel, echt unglaublich."

... sein Lieblingsessen: „Am besten schmeckt es mir bei Mama. Es geht nichts über mein Lieblingsessen von ihr: Rinderrouladen mit Kartoffeln, Rotkohl und braune Soße."

... den Unterschied ein Tor zu schießen, oder den Ball von der Linie zu klären: „Am liebsten natürlich beides, vorne treffen und hinten das Gegentor verhindern. Wenn mich allerdings entscheiden müsste, dann würde ich zuerst meiner Hauptaufgabe nachkommen und hinten einen Ball von der Linie kratzen."

... den Torjubel beim ersten Bundesliga-Tor: „Ich habe keine Ahnung, wie ich dann jubeln werde. Aber wahrscheinlich werde ich völlig euphorisiert einige Runden im Stadion drehen, bis mich jemand aufhält."