Der strahlende Matchwinner

Profis
Samstag, 20.12.2014 // 19:56 Uhr

Das wichtige frühe Tor selbst gemacht, die Vorlage zum zweiten Treffer gegeben - für Davie Selke war es ein perfekter Nachmittag. Zu Recht strahlte der 19-Jährige nach dem 2:1-Sieg über Borussia Dortmund über das ganze Gesicht: „Das war ein sehr emotionales Spiel. Ich bin wahnsinnig froh, dass wir gewonnen haben." Daran hatte der ehemalige U 23-Stürmer erheblichen Anteil.

Für einen Fußballer gibt es nichts schöneres, als seinem eigenem Schuss hinterherzuschauen, wie er sich in den Torknick senkt. An diesem Gefühl ließ Selke heute 40.000 Zuschauer im ausverkauften Weser-Stadion teilhaben. Schon in der 3. Minute tauchte der Matchwinner frei vor BVB-Keeper Mitchell Langerak auf: „Der Ball lag gut und ich hab ihn mir genau so vorgenommen. Das er dann natürlich so schön rechts oben reinfliegt, ist umso schöner. Es war ein phänomenales Gefühl", diktierte Selke im Anschluss an die Begegnung in die Notizblöcke der wartenden Journalisten.

Junuzovic: "Der überragende Mann auf dem Platz"

Im dritten Heimspiel in Folge netzte Selke ein, ist jetzt mit vier Saisontoren gemeinsam mit Fin Bartels zweitbester Torschütze der Grün-Weißen. „Ich will das Vertrauen, dass mir der Trainer schenkt, unbedingt zurückzahlen. Das geht am besten mit Toren", so der Stürmer.

Vor allem beim zweiten Tor verdiente sich Selke Bestnoten von seinem Sturmpartner. Erst ließ der 1,91-Meter große Stürmer Weltmeister Mats Hummels leichtfüßig stehen, dann hatte er den Blick für den mitgelaufenen Bartels: „Wie Davie das Tor vorbereitet hat, war Wahnsinn. Den musste ich nur noch einschieben", beschrieb Bartels. Überhaupt war er von der Leistung des Jungspunds mehr als beeindruckt: „Davie war heute überragend", lobte Bartels. Werder-Coach Viktor Skripnik und Zlatko Junuzovic teilte diese Meinung: „Davie war heute der überragende Mann auf dem Platz", sagten beide nach dem Spiel unisono. Und was macht nun der gefeierte Mann? „Ich fahre über die Feiertage zu meiner Familie nach Stuttgart. Dort werden die Kräfte neu gesammelt und dann im neuen Jahr wieder angegriffen." Sein breites Grinsen wird bis dahin sicher andauern.

Aus dem Weser-Stadion berichten Erik Scharf und Yannik Cischinsky