Werder unterliegt Schalke mit 0:3

Bundesliga
Dienstag, 23.09.2014 // 21:49 Uhr

Auch im fünften Saisonspiel bleibt Werder Bremen sieglos und muss sich vor heimischer Kulisse gegen effektive Schalker mit 0:3 (0:0) geschlagen geben.

Auch im fünften Saisonspiel bleibt Werder Bremen sieglos und muss sich vor heimischer Kulisse gegen effektive Schalker mit 0:3 (0:0) geschlagen geben. Dabei bestimmten die Grün-Weißen über weite Strecken das Spielgeschehen, ließen aber die letzte Konsequenz vermissen und wurden eiskalt bestraft, als sie nach dem Seitenwechsel zweimal die Grundordnung vernachlässigten.

Aufstellung und Formation: Alle Befürchtungen aus dem Vorfeld der Partie bestätigten sich: Mit Prödl, Fritz und Petersen (alle Magen-Darm) musste Robin Dutt gleich drei Ausfälle kompensieren. Der Trainer schickte somit Luca Caldirola ins Zentrum der Viererabwehrkette und verhalf Marnon Busch auf der rechten Außenverteidigerposition zu seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga. Ansonsten nichs Neues: Werder im 4-4-2-Traditionssystem.

Die Spielhöhepunkte

Alejandro Galvez ließ gemeinsam mit der Bremer Defensive kaum Schalker Chancen zu. (Foto: nph).

4. Minute: Das war knapp. Werder hat die erste Riesenchance des Spiels. Davie Selke lässt auf der rechten Strafraumseite Neustädter stehen und zieht ab. Knapp am linken Pfosten vorbei.

20. Minute: Der Ball ist im Bremer Tor, aber Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte die Situation vorzeitig abgepfiffen. Nachdem Werder zu Beginn druckvoll nach vorn spielte, konnte in vor allem Schalke in den letzten Minuten Offensivakzente setzen.

31. Minute: Garcia bringt den Ball über die linke Seite flach und scharf in den Schalker Strafraum. Fin Bartels lauert einschussbereit, bekommt die Kugel aber nicht unter Kontrolle.

38. Minute: Vor der Pause hat Werder die nächste gute Chance. Nach einer Junuzovic-Ecke steigt Lukimya am höchsten, der Ball landet aber knapp über dem Tor.

40. Minute: Die Gäste mit einer ihrer wenigen, dafür aber besten Möglichkeit: nach einer Huntelaar-Flanke von der rechten Seite hält Aogo den Schlappen hin. Der Ball streicht hauchdünn am rechten Pfosten vorbei.

43. Minute: Eljero Elia muss das 1:0 machen, aber nach Traumpass von Fin Bartels scheitert der Werders Flügelflitzer am gut parierenden S04-Keeper Fährmann.

2. Halbzeit:

47. Minute: Tor für den FC Schalke 04. Die Knappen kommen energischer aus der Pause - Max Meyer erobert den Ball im Mittelfeld, spielt sich in den Bremer Strafraum und zieht ab. Der Ball landet auch im Netz, weil Wolf aus Kurzdistanz keine Abwehrchance mehr hat.

49. Minute: Schalke legt nach. Roman Neustädter köpft das 2:0 in die Maschen, nachdem Fuchs eine Ecke gefährlich vor das Bremer Tor bringen konnte.

55. Minute: Werder scheint die Gegentore tatsächlich zu brauchen. Plötzlich spielen nur noch die Grün-Weißen. Junuzovic scheitert zunächst mit einem gut getretenen Freistoß, ehe auch Garcia und Bartels per Kopf knapp verpassen.

65. Minute: Marco Höger fast mit dem 0:3, aber der Ball kullert knapp am linken Pfosten vorbei.

85. Minute: Der eingewechselte Tranquillo Barnetta sorgt für die endgültige Entscheidung. Das 3:0 fällt, nachdem er frei vor Wolf auftaucht, diesen über die rechte Seite umläuft und locker einschiebt.

90.+2: Abpfiff.

Die Analyse

Effektive Schalker beim Jubel: Roman Neustädter (l.) nach seinem 2:0-Treffer. (Foto: nph).

Aufälligkeiten:
Bis zum Seitenwechsel stand Werder in der Defensive absolut sicher und konnte auch nach vorn viele gefährliche Akzente setzen. Im zweiten Durchgang aber fehlte gleich zweimal die Grundordnung. Als Werder dann drückte, verpassten sie es, den direkten Ball zu spielen und rannten sich zu oft fest.

Szene des Spiels: Das Gegentor zum 0:1. Unglaublich, wie Torschütze Meyer da plötzlich nach Belieben im Mittelfeld durchmarschieren und letztendlich abschließen konnte.

Werder-Spieler des Spiels: Niemand! Während Werders Offensivakteure zumeist kopflos anrannten und wenig Konstruktives aufs Feld brachten, stand die Defensive zwar weitestgehend sicher - doch speziell die zwei schnellen Gegentore nach Wiederanpfiff dürfen so leicht nicht fallen.

Fazit: Diese Niederlage tut richtig weh. Werder war sowohl in der ersten Halbzeit sowie auch gute 35 bis 40 Minuten im zweiten Durchgang das spielbestimmende Team. Doch zwei grobe Fahrlässigkeiten unmittelbar nach der Pause wurden von Schalke konsequent bestraft. Die nächsten Werder-Gegner heißen Wolfsburg (A), Freiburg (H) und Bayern (A). Irgendwann müssen sich die Bremer für ihren hohen Aufwand langsam mal belohnen.

Von Cord Sauer

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Nachmittags auf WERDER.DE