Bittere 2:5-Niederlage bei der Eintracht

Sonntag, 07.12.2014 // 17:08 Uhr

Kein Punktgewinn in der Mainmetropole. Werder Bremen musste sich zum Abschluss des 14. Spieltag vor 48.000 Zuschauern auswärts bei Eintracht Frankfurt letztendlich deutlich mit 2:5 (1:1) geschlagen geben.

Kein Punktgewinn in der Mainmetropole. Werder Bremen musste sich zum Abschluss des 14. Spieltages vor 46.800 Zuschauern auswärts bei Eintracht Frankfurt letztendlich deutlich mit 2:5 (1:1) geschlagen geben. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Theo Gebre Selassie Frankfurts Führungstreffer durch Torjäger Meier (34.) noch egalisiert. Nach der Pause gelang Luca Caldirola lediglich der zwischenzeitliche 2:4-Anschluss (79.). Zuvor hatten Seferovic (52.), abermals Meier (68.) und Aigner (76.) schon für die Vorentscheidung gesorgt. Stendera setzte den Schlusspunkt (80.). Zu allem Übel verletzten sich sowohl Sebastian Prödl als auch Keeper Raphael Wolf.

Aufstellung und Formation: Drei personelle Umstellungen nahm Cheftrainer Viktor Skripnik in der Startaufstellung vor. Gálvez musste gelbgesperrt passen. Daher rückte Lukimya an Prödls Seite. Garcia wiederum hatte seine 5. Gelbe Karte abgesessen und nahm für Sternberg den angestammten Linksverteidigerposten ein. Gleiches galt für Kapitän Fritz (ebenfalls nach Gelbsperre), der auf der rechten Position in der Mittelfeldraute begann, wodurch Bartels in die Spitze rutschte und Hajrovic auf der Bank saß.

 

Gebre Selassie köpft zum perfekten Zeitpunkt ein

Eintracht-Torschütze Stendera umringt von Garcia und Aycicek (Foto: NPH).

Die Höhepunkte:

14. Min.: Zum ersten Mal muss einer der beiden Schlussmänner zur Tat schreiten. Bartels' Eckball von der rechten Seite findet Prödls Stirn, der im Rückraum schön hochsteigt - aber Wiedwald packt sicher zu.

20. Min.: Ganz knifflig, ob Prödl Gegenspieler Seferovic im oder außerhalb des Strafraums foult. Schiri Dingert entscheidet auf Freistoß 17 Meter zentral vor Wolfs Kasten: Aber Werders Keeper steht bei Meiers Versuch perfekt und kommt dadurch nicht in Bedrängnis.

24. Min.: Sehr bitter. Prödl, der sich vor zwei Minuten bei einem Foul an Stendera selbst am Knie wehgetan hatte, muss das Spiel nach Behandlungspause verlassen. Luca Caldirola wird ihn ersetzen.

26. Min.: Die Hälfte des ersten Durchgangs ist durch. Ein Spiel, das die Kontrahenten bislang auf Augenhöhe bestreiten.

32. Min.: Frankfurt gewinnt langsam die Oberhand. Inui profitiert davon, dass Gebre Selassie im Fünfmeterraum während Chandlers Flanke wegrutscht, doch Wolf lenkt den aufsetzenden Kopfball des Japaners bravourös an den Pfosten. Glück für die Grün-Weißen

34. Min.: Tor für die Eintracht, 1:0, Alex Meier: Ein zweites Mal ist es ihnen jedoch nicht hold. Seferovic lässt nach Einwurf auf Stendera prallen, der aus 13 Metern den Innenpfosten trifft - doch die Kugel bleibt heiß, Meier staubt entscheidend ab. Stand er im Abseits? Wieder eine Millimeterentscheidung, diesmal zugunsten der Gastgeber.

45. Min.: Jaaaaaaaaaaa, Ausgleich für Werder, 1:1, Theo Gebre Selassie: Oh, wie ist das wichtig. Junuzovic' perfekt getimte Ecke erreicht Gebre Selassie, der aus sechs Metern herrlich per Aufsetzer einköpft.

45. + 1 Min.: Halbzeitpfiff. Gerade mussten die Bremer noch einmal tief durchatmen. Unmittelbar nach dem Anstoß hatte Meier für Seferovic mit der Brust abgelegt, dessen Abschluss aus der zweiten Reihe ganz knapp rechts vorbeizischte.

52. Min.: Zweites Gegentor, 2:1 für die SGE, Haris Seferovic: Wolf kommt am langen Pfosten zuerst an Inuis hohen Diagonalball, prallt dann mit dem heranspringenden Seferovic zusammen, der die Kugel daraufhin am Boden liegend mit dem Knie über die Linie bugsiert. Dingert gibt das Tor. Kurz darauf muss Wolf, der sich zu allem übel dabei verletzt hat, auch noch für Strebinger ausgewechselt werden.

Kroos trifft nur den Pfosten, Frankfurt kontert eiskalt

Fin Bartels bereitet hier Caldirolas Anschlusstreffer vor (Foto: NPH).

59. Min.: Der Österreicher wird bei seinem Bundesligadebüt gleich gefordert und muss sich ganz lang machen, um Andersons gefährlichen Kopfball zu parieren. Gut gemacht.

65. Min.: Puuuh. Erneut hat Anderson Lufthoheit in Werders Strafraum nach Eckball, Aigner verlängert an die Oberkante der Latte.

66. Min: Pfosten! Was für ein Pech für Werder! Felix Kroos zirkelt den Ball aus 20 Metern brillant auf das lange Eck, aber Eintracht-Keeper Wiedwald spitzelt den Schuss gerade noch so ans Aluminium.

68. Min.: Tor, 3:1 für die SGE, Alex Meier: Beinah im Gegenzug wird Werder erneut kalt erwischt. Frankfurt kombiniert sich über die rechte Seite in den Strafraum, Strebinger reagiert glänzend gegen Aigner - wieder prallt das Spielgerät gegen den Pfosten und ein zweites Mal reagiert Meier per Abstauber am schnellsten.

76. Min.: Tor, Frankfurt erhöht auf 4:1, Stefan Aigner: Die Gastgeber machen endgültig alles klar. Oczipkas Flanke fliegt ungeklärt durch den Bremer Strafraum, Nutznießer ist Aigner, der problemlos einschiebt.

79. Min.: Tor, Werder verkürzt auf 4:2, Luca Caldirola: Doch noch ein Hoffnungsschimmer? Der aufgerückte Caldirola vollendet nach schöner Kombination über Bargfrede und Vorbereiter Bartels.

80. Min.: Tor, 5:2 für die SGE, Marc Stendera: Nein, die Frankfurter reagieren umgehend. Inui legt nach Aigners Flanke ab, was Stendera mit einem unhaltbar trockenen Fernschuss zu nutzen weiß.

90. + 3 Min.: Schluss in Frankfurt. Junuzovic köpfte in der Nachspielzeit noch einmal an die Latte. So bleibt es bei der 2:5-Niederlage.


Fazit: Das Spiel war rassig, Schiri Dingert hatte viele knifflige Entscheidungen zu treffen, die Werder gerade beim ersten und zweiten Gegentreffer nicht zugute kamen. Nach Wiederanpfiff sahen die Zuschauer Torchancen im Minutentakt. Etliche Male wackelte dabei das Aluminium. Knackpunkt im Verlauf der 90 Minuten war sicherlich Meiers 3:1 unmittelbar nach Kroos' Pfostenschuss. Noch dazu brachen mit den verletzten Prödl und Keeper Wolf mitten im Spiel zwei Bremer Eckpfeiler heraus. Werder besaß zwar kleine Vorteile in der Laufleistung und Zweikampfquote, ließ aber letztlich zu viele Frankfurter Torschüsse zu (21), was offensiv druckvolle Gastgeber insbesondere ab Mitte der zweiten Halbzeit zu nutzen wussten.

von Maximilian Hendel

Highlights und Stimmen zur Partie auf WERDER.DE und WERDER.TV folgen im Laufe des Abends