Klick im Kopf

Aufmerksame Zuhörer: Viktor Skripnik legt das Hauptaugenmerk auf die Defensivaufgaben (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 30.10.2014 // 18:06 Uhr

Das Gefühl, ohne Gegentor geblieben zu sein, gab es zuletzt am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison. „Für unsere Abwehr war das ein sehr wichtiges Erlebnis. Sie konnten am Endergebnis sehen, dass sie alles getan haben, um kein Tor zu kassieren. Egal ob eigener Fehler oder unglücklich abgefälschter Ball, am Ende zählt immer nur die Null", sagte Skripnik. Doch nach dem Drittligisten, der auch in der Liga nicht zu den offensivstärksten Mannschaften zählt, wartet jetzt der Sechstplatzierte im Oberhaus auf die Grün-Weißen.

Weiterkommen, egal wie! So lautete der klare Auftrag für Chemnitz von Cheftrainer Viktor Skripnik. Die Mission Achtelfinale haben seine Jungs souverän erfüllt. Ein sehenswert herausgespielter Treffer, konzentrierte Defensivarbeit und kreative Elemente im Spielaufbau zeigten bereits die Handschrift des Coaches. Darüber hinaus durfte sich der neue Cheftrainer über das erste Zu-Null-Spiel der Saison freuen. „Wir sind echt froh, dass wir kein Gegentor kassiert haben - egal welcher Gegner auf dem Platz stand", blickte der 44-Jährige am Donnerstag auf der Pressekonferenz zurück.

Im Hinblick auf das Duell mit den Mainzern steht die Defensive weiter im Fokus. „Heute standen Analysen zum Defensivverhalten auf dem Programm. Wir haben geguckt, was wir schon gemacht haben, was wir verbessern wollen und in welche Richtung wir agieren wollen", erklärte Skripnik. Vor allem das Zweikampfverhalten sei von zentraler Bedeutung. Die Besinnung auf die Grundtugend im Defensivverbund dicht zu stehen, sei das große Thema für die ausstehenden Einheiten, hatte er angekündigt.

Dass jeder im Kader diese Aufgaben mit großer Motivation und großem Engagement angeht, führten dem Werder-Coach gleich die ersten Einheiten vor Augen. Er sei „dankbar" dafür, was seine Mannschaft nach wenigen Einheiten versuche umzusetzen. „Alle sind sehr konzentriert und jeder will die Situation verbessern. Ich bin mir sicher, dass sich jeder sehr intensiv auf das Spiel am Samstag vorbereitet", sagte Skripnik und ergänzte: „Vielleicht hat es im Kopf der Spieler 'klick' gemacht."

Von Yannik Cischinsky