Ein Premiere, die "ewig im Herzen bleibt"

Viktor Skripnik feiert beim erfolgreichen Heim-Debüt den dritten Sieg in Folge als Cheftrainer (Foto: nph).
Profis
Samstag, 08.11.2014 // 22:50 Uhr

Als Viktor Skripnik um 17.51 Uhr erstmals als Cheftrainer das Weser-Stadion betrat, wartete ein herzlicher Empfang auf den Bremer Coach. Die Fans erhoben sich von den Plätzen, klatschten ihm Beifall und gaben ihm die besten Wünsche mit auf den Weg. Für den 44-Jährigen war es der Augenblick, in dem er erstmals seit 3829 Tagen für eine Pflichtaufgabe den Rasen des Weser-Stadions betrat - und er fühlte sich sichtlich wohl dabei.

„Ich habe mich sehr auf diesen Moment gefreut und habe dem Spiel entgegengefiebert. Ich hatte eine ganz genaue Vorstellung im Kopf, war aber schon sehr nervös, weil ich nicht wusste, wie ich tatsächlich empfangen werde. Im Tunnel konnte ich die besondere Atmosphäre dann aber schon spüren", verriet der Ukrainer hinterher. „Später war es so wie als Spieler, mit dem ersten Ballkontakt meiner Mannschaft war ich voll auf die Aufgabe fokussiert. Und nach dem 2:0 und der Leistung der Jungs war ich etwas ruhiger, weil ich wusste, dass es heute mit dem Sieg klappt."

Dass ihm sein Team den 2:0-Sieg und den dritten Erfolg im dritten Spiel bescherte, rundete für Skripnik einen Abend ab, von dem er sagt, dass er „unvergesslich bleibt. Ich werde ihn für ewig in meinem Kopf und in meinem Herzen haben." Der Sieg, auch ein Verdienst von Skripnik und seinem Trainerteam. „Wir waren perfekt auf den Gegner eingestellt", lobte Sebastian Prödl nach Abpfiff. „Viktor Skripnik war Fußballer durch und durch und ist Werderaner durch und durch. Und auch die Co-Trainer sind uralte Werderaner, das pusht natürlich zusätzlich", gab Fin Bartels hinterher zu Protokoll.

Doch Skripnik wäre nicht da wo er ist, wenn er nicht direkt an die nächste Aufgabe denken würde. „Ich freue mich riesig über den Sieg und werde den Abend auch richtig genießen", so der Fußballlehrer. „Aber das ist nicht alles. Wir müssen weiter hart arbeiten und unsere Defizite verbessern. Wir sind ein großer Verein und jeder Spieler muss stolz sein, das Werder-Trikot tragen zu dürfen. In diese Richtung arbeiten wir. "

Von Dominik Kupilas und Erik Scharf