Rückkehrer Felix Wiedwald: "Werder ist mein Verein“

Ab kommender Saison wieder zurück beim SV Werder Bremen: Torhüter Felix Wiedwald (Foto: nph).
Profis
Dienstag, 26.05.2015 // 16:27 Uhr

Bei seinem neuen, alten Verein möchte Wiedwald nun richtig durchstarten. "Ich hatte zwar schöne Stationen in Duisburg und Frankfurt, aber ich bin zu Werder gewechselt, um in der Bundesliga als Nummer eins aufzulaufen", sagt der gebürtige Thedinghausener. Der Kontakt zu den Grün-Weißen ist in der Zeit seiner Abwesenheit nie ganz abgerissen. "Unter Viktor Skripnik habe ich ein halbes Jahr in der U 18 gespielt, wurde dann allerdings hochgezogen. Zu meinem ehemaligen Mitspieler und dem jetzigen Torwart-Trainer Christian Vander hatte ich immer wieder Kontakt. Wir haben uns oft darüber ausgetauscht, was man als Torhüter besser machen kann", so Wiedwald. Und auch wenn es bereits vier Jahre her ist, als Wiedwald Werder verließ, gibt es im jetzigen Profi-Kader immer noch bekannte Gesichter: "Aus meiner ersten Zeit in Bremen kenne ich noch Clemens Fritz, Philipp Bargfrede und Felix Kroos. Besonders mit Felix Kroos habe ich noch sehr viel Kontakt!"

Jetzt ist es amtlich. Felix Wiedwald kehrt nach vier Jahren Abstinenz zum SV Werder Bremen zurück. Der 25-Jährige, der am Dienstag einen Zwei-Jahres-Vertrag bis zum 30.06.2017 unterzeichnete, zeigte sich überglücklich. "Es ist ein super Gefühl, wieder hier in Bremen zu sein. Werder ist mein Verein", so der Torhüter, der von Eintracht Frankfurt an die Weser wechselt.

Zufrieden über die Verpflichtung von Wiedwald zeigte sich auch Werders Geschäftsführer Thomas Eichin: "Er ist ein junger Torhüter, der bereits in Duisburg bewiesen hat, dass er eine Nummer eins sein kann. In Frankfurt hat er zudem starke Leistungen in der Bundesliga gezeigt." Wiedwald selbst verfolgt bei Werder ein klares Ziel. "Ich möchte Stammtorhüter werden", sagt der 25-Jährige. Thomas Eichin freut sich über diese Konkurrenz-Situation für den Platz zwischen den Pfosten: "Felix Wiedwald möchte sich beweisen, aber Raphael Wolf will es auch. Mal sehen, wer am Ende im Tor steht", so der 48-Jährige.

Zeit, sich in Bremen einzuleben und bei Werder zurecht zu finden, braucht Wiedwald aufgrund seiner Vergangenheit nicht. "Es ist Teil unseres Weges, dass wir eine Mannschaft zusammenstellen, bei der die Identifikation passt. Er braucht hier keinen langen Anlauf", freut sich Eichin. "Ich bin in der Nähe von Bremen geboren, habe hier meine Kindheit verbracht. Familie, Freunde und Bekannte wohnen hier. Ich werde mich hier schnell wieder Zuhause fühlen", bestätigt auch der Torhüter, der den Startschuss in Grün und Weiß kaum abwarten kann. "Von mir aus könnte es direkt wieder losgehen!"

Von Michael Runge und Dominik Kupilas