Verknüpfte Vorfreude

Viktor Skripnik freut sich auf die kommende Auswärtspartie bei der Frankfurter Eintracht (Foto: nph).
Profis
Freitag, 05.12.2014 // 16:54 Uhr

Thomas Schaaf und Werder Bremen sind "untrennbar miteinander verknüpft". Mit diesen Worten machte auch Rouven Schröder, Direktor Kaderplanung und Scouting, am Freitag auf der Pressekonferenz noch einmal ...

Thomas Schaaf und Werder Bremen sind "untrennbar miteinander verknüpft". Mit diesen Worten machte auch Rouven Schröder, Direktor Kaderplanung und Scouting, am Freitag auf der Pressekonferenz noch einmal deutlich, warum das Wiedersehen am Sonntag so einen medialen Wirbel hervorruft. 41 Jahre im Verein, 14 Jahre davon Cheftrainer der Grün-Weißen. In dieser Zeit trainierte der heutige Eintracht-Coach auch Viktor Skripnik - jenen Mann, der nun das Sagen beim SVW hat. Doch während alle anderen über das besondere Treffen reden, wollen Skripnik und Schaaf erst nach der Partie ein paar Worte wechseln.

„Natürlich freue ich mich darauf, Thomas zu treffen", verriet Skripnik. Aber letztendlich sei es für ihn „ein normales Bundesliga-Spiel. Wir sind Profis, jeder will das Spiel für sich gewinnen. Danach können wir gerne fachsimpeln", so Skripnik weiter, der zwar Aufregung verspürt, aber nur, weil „für mich jeder Gegner neu ist und ich mich auf die Arena freue. Da war ich zuvor noch nie."

Wer nach dem Spiel dann wem seine Siegertaktik erklärt, ist natürlich noch völlig offen. Fest steht allerdings, dass Eintracht-Trainer Schaaf dank seiner langen Bremer Vergangenheit Vorteile besitzt. So sieht es zumindest Skripnik: „Er kennt unsere Spieler gut, auch charakterlich. Schließlich hat Thomas die meisten selber verpflichtet. Das kann ein Vorteil für ihn sein." Dass die frühere Zusammenarbeit zwischen dem Spieler Skripnik und dem Trainer Schaaf dem heutigen Werder-Coach eine Hilfestellung ist, glaubt dieser nur bedingt: „Ich weiß, wie er Mannschaften vor dem Spiel einstellt, egal ob gegen stärkere oder vermeintlich schlechtere Gegner. Aber das ist schon lange her. Da kennt sich Torsten Frings besser aus, schließlich hat er ein paar Jahre länger unter Thomas gespielt." Umso besser, dass Frings einer seiner Co-Trainer ist.

Das Erfolgsrezept für die drei Punkte will Skripnik dennoch in der eigenen Mannschaft suchen: „Wir müssen ab der ersten Minute ans Limit gehen und unsere Leistung hochpushen", fordert der Ukrainer. Seine Startelf hat Skripnik auf jeden Fall zum Großteil schon im Kopf: „Eine Position ist noch nicht klar. Beim Rest bin ich mir sicher." Große Überraschungen wird es bis zum Anpfiff am Sonntag nicht geben. Schließlich „wissen wir, dass Thomas weiß, was wir wissen." Man kennt sich eben.

Von Erik Scharf