Unerschütterlicher Werder-Geist weht durch BayArena

Ein toller Kampf auf dem Platz, super Unterstützung aus der Kurve. So präsentierte sich Werder in Leverkusen (Foto: nph).
Profis
Samstag, 13.09.2014 // 00:54 Uhr

Der Werder-Geist - mit diesen Worten versuchte Thomas Eichin zu betiteln, was die Grün-Weißen am Freitagabend beim spektakulären 3:3 in Leverkusen ausgezeichnet hat. Unbändiger Glaube, unerschütterliche Moral und eisernen Kampfgeist. „Nach dem Gegentor hat sich Leverkusen in einen Rausch gespielt, sodass wir große Schwierigkeiten hatten. Doch wir haben uns zurückgebissen und gezeigt, dass wir immer zurückkommen", zeigte sich Werders Geschäftsführer Sport zufrieden mit dem Punktgewinn.

Als Sebastian Prödl fünf Minuten vor dem Schlusspfiff - und nach zweifachem Rückstand - doch noch das erlösende 3:3 erzielte, rannte der Österreicher in Richtung Gästeblock. Er hatte nur ein Ziel, denn sein Dank galt den Fans, die für ihn einen großen Teil des Zusammenhalts darstellen. „Das Tor war eine Befreiung für uns. Ich bin in die Kurve gerannt, da uns die Fans wieder 90 Minuten unterstützt haben. Das Tor war gewissermaßen ein Gemeinschaftsakt aller", so der Innenverteidiger.

Prödl: ''Wir sind zurückgekommen!''

Für Routinier Fritz und Youngster Busch, für Anhänger, Verantwortliche und Profis gleichermaßen war das Flutlichtduell mit dem Champions-League-Teilnehmer eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. „Das war ein enorm intensives und emotionales Spiel für uns. So brutal viele Wendungen innerhalb einer Partie hat man selten. Wir schienen tot und Leverkusen hätte uns mehrfach das Genick brechen können. Doch wir sind zurückgekommen", sagte Matchwinner Prödl.

Egal, wen man am späten Freitagabend in der Leverkusener Mixed-Zone auch fragte, keiner kam umher das Wort „Moral" in den Mund zu nehmen. „Die Moral, die wir entwickelt haben, ist schwer zu knacken. Das ist der Werder-Geist und der ist momentan schwer zu schlagen. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft", resümierte Eichin nach packenden anderthalb Stunden gegen ein „bärenstarkes Team", das Werder in Durchgang eins mächtig Probleme bereitete. „Natürlich hätten wir hoch verlieren können, aber wir haben dem Druck Stand gehalten und nie gezweifelt. Ich denke, das konnten alle Zuschauer spüren", sagte Prödl. Nach Hertha und Hoffenheim haben auch die Fans in Leverkusen gesehen, welche Leidenschaft die Grün-Weißen verkörpern.

Aus Leverkusen berichten Dominik Kupilas und Yannik Cischinsky