China, wir kommen!

Profis
Montag, 30.06.2014 // 17:18 Uhr

28 Jahre nach der ersten und bislang letzten Reise in den Fernen Osten hat sich der SV Werder Bremen am Montag erneut auf dem Weg nach China begeben. Der Flieger von Turkish Airlines, Werder-Partner der China-Reise, verließ pünktlich um 14.30 Uhr Bremer Boden. Mit zwei Zwischenstopps in Istanbul und Peking geht es für den Werder-Tross zum Zielort Changchun, das am Dienstag, 22 Uhr Ortszeit (16 Uhr Bremer Zeit) erreicht werden soll.

„Wir hoffen, dass wir mit dieser Reise die Beliebtheit der Bundesliga und von Werder Bremen erhöhen können. Es ist für uns natürlich wichtig, viele Sponsorenkontakte in China zu knüpfen. Es wäre schön, wenn wir ein langfristiges Engagement hinbekommen würden", sagte Klaus Filbry, Werders Vorsitzender der Geschäftsführung, kurz vor dem Abflug am City Airport Bremen.

Neben Sponsorenpflege wartet auf die Werder-Profis in den nächsten sieben Tagen in Fernost auch sportlich harte Arbeit. „Wir haben für die anstehende Saison eine sehr lange Vorbereitungszeit, bei der es sich anbietet, solch eine Reise durchzuführen und für Sponsorentermine zu nutzen. Wir haben vor Ort jedoch auch zwei Testspiele und werden in China regelmäßig trainieren. Die Woche vor Ort ist mit dem Trainerstab eng abgestimmt", erläuterte Filbry beim Empfang des City Airports Bremen in der Turkish Airlines Lounge.

Fast alle Werder-Akteure werden in den kommenden sieben Tagen Neuland betreten. So zum Beispiel Felix Kroos. „Ich bin das erste Mal in China. Ich freue mich darauf, eine neue Kultur kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln. Das kann man im Leben immer gebrauchen. Ich hoffe, dass wir neben dem Fußball auch noch ein paar Stunden Zeit haben, um uns einige Sehenswürdigkeiten anzugucken", sagte der Mittelfeldmann.

Auch für Theodor Gebre Selassie wird China eine neue Erfahrung sein. Allerdings war der Tscheche in der Vergangenheit schon einmal in Asien. „Ich war mit der tschechischen Nationalmannschaft in Japan und habe dort die Menschen etwas näher kennenlernen dürfen. Wir haben damals an einem Fußballturnier teilgenommen. Unser Akupunkteur bei Werder, Tomoki Suzuki, hat mir aber erklärt, dass man die Kulturen beider Länder nicht vergleichen könne. Ich freue mich darauf, etwas Neues zu entdecken", berichtete 'Theo' vor dem Start.

Ehe Kroos, Gebre Selassie und Co. in eine neue Kultur eintauchen dürfen, wird am Flughafen in Istanbul ein Zwischenstopp eingelegt. Die Werder-Delegation trifft sich mit Vertretern von Turkish Airlines, um Fotos und Gastgeschenke in der CIP-Lounge des Atatürk Airports auszutauschen. Die Profis können sich dort neben einem reichhaltigen Essensangebot auch auf weitere Highlights freuen. So bietet die CIP-Lounge ein Kino, ein Billardzimmer, mehrere Schlaf- und Waschräume sowie einen Golfsimulator.

In diesen Genuss werden Özkan Yildirim und Philipp Bargfrede jedoch nicht kommen. Die beiden Werderaner starteten nicht mit den restlichen Teamkollegen in Bremen, sondern bereiten sich auf dem Trainingsgelände am Weser-Stadion auf ihre Rückkehr ins Mannschaftstraining vor. Das Ziel für beide: im zweiten Trainingslager im Zillertal in knapp drei Wochen wieder dabei zu sein.