"Vier-Vier-Zwei" - Jannik Vestergaard im Check-Up

Premiere mit Jannik Vestergaard: Der Däne stand in der neuen Rubrik Rede und Antwort (Foto: WERDER.DE).
Profis
Dienstag, 31.03.2015 // 18:03 Uhr

Vier Fragen zum Persönlichen, vier Fragen zum Sportlichen und zwei außergewöhnliche Fragen! Ab sofort nimmt WERDER.DE die Grün-Weißen noch genauer unter die Lupe und interviewt sie in der neuen Rubrik „Vier-Vier-Zwei". In dem „etwas anderen Steckbrief" geben die Werder-Profis Antworten abseits des alltäglichen, sportlichen Geschehens und zeigen sich von einer anderen, persönlichen Seite.

Den Anfang macht Werders Innenverteidiger Jannik Vestergaard, der seit Ende der Winterpause an der Weser kickt und im Check-Up erklärt, warum er für den dänischen Fußballverband aufläuft, welche kleine "Macke" ihn in der Öffentlichkeit behindert und auf welche Dinge er im Alltag auf keinen Fall verzichten kann.

Vier persönliche Fragen

# Drei Gegenstände, auf die ich im Alltag nicht verzichten kann...

„Erstens leider mittlerweile das Handy. Das ist eine Sucht geworden. Ich finde es oft schade, weil man rumsitzt und mit dem Smartphone spielt anstatt sich zu unterhalten. Da könnte ich trotzdem nicht komplett drauf verzichten. Zweitens der Geldbeutel, ohne den ich mich nackt fühle. Er ist so etwas wie ein Sicherheitsnetz für mich. Ich trage ihn immer bei mir. Und ich könnte drittens auch nie im Alltag auf Musik verzichten."

# Wenn mir ein guter Kumpel heimlich die Mähne abschneidet...

... wäre er nicht mehr mein Freund (lacht)."

# Mein Tipp für den Urlaub in Dänemark...

„Ich weiß, dass viele Deutsche Ferienhäuser in Dänemark mieten und gerne direkt am Meer sind, etwas ländlicher gelegen meist. Das ist für den Sommerurlaub sicherlich schön und gemütlich. Es gibt viele nette Dörfchen mit schöner Stimmung. Ich bin allerdings ein Stadtkind, deshalb würde ich jedem jederzeit Kopenhagen ans Herz legen. Es ist einfach eine fantastische Stadt mit toller Architektur und Design, wofür Skandinavien bekannt ist. Vor allem wenn das Wetter langsam besser wird, sind alle Leute draußen, sitzen im Café oder am Hafen. Ich liebe diese Stadt und werde sicher auch dort wohnen, wenn ich mal kein Fußballer mehr bin."

# Ein absolutes No-Go für mich...

„Öffentliche Toiletten! Wenn ich am Flughafen auf Toilette war, muss ich dringend und mindestens tausend Mal meine Hände waschen. Das ist eine kleine Macke von mir. Wenn man aufs Klo muss, muss man halt, aber ich kann da keine Tür anfassen. Da nehme ich das T-Shirt oder Papiertücher."

Vier sportliche Fragen

# Ich führe die dänische U 21 als Kapitän zum EM-Titel 2015, dann...

... bin ich auf jeden Fall für eine Überraschung mitverantwortlich (schmunzelt)."

# Ich hab mich für den dänischen Fußballverband entschieden, weil...

... ich dort aufgewachsen bin, meine Freunde und meine Familie dort leben. Für mich war es als Kind immer ein Traum, ins Nationalstadion einzulaufen und die dänische Hymne zu hören. Deshalb habe ich mich damals mit einem Bauchgefühl für Dänemark entschieden. Ich habe auch eine Verbindung zu Deutschland, fühle mich in manchen Dingen als Deutscher. Es wäre mir nicht fremd, wenn ich für Deutschland aufliefe."

# Mein Lieblings Tausch-Trikot...

„Ich habe nicht viele Trikots getauscht, da ich meistens keine Lust habe, den kleinen Fan zu spielen und nach einem Trikot zu fragen. Oft will man ja nur die der besten und gegen die verliert man auch oftmals. Nach Niederlagen bin ich dann eher frustriert als über einen Trikottausch nachzudenken. Aber von Jan-Klaas Huntelaar und Kevin De Bruyne hab ich eins."

# Wenn ich für einen Tag Sportdirektor wäre, würde ich sofort verpflichten...

„Ich muss kein Budget berücksichtigen? (lacht) Dann würde ich Paul Pogba holen - ein krasser Typ. Er ist erst 21 Jahre alt, spielt aber schon mit einem unfassbaren Selbstverständnis. Er bekommt meiner Meinung nach zurecht so viel Anerkennung und Aufmerksamkeit, weil er einer der besten Mittelfeldspieler der Welt ist."

Zwei außergewöhnliche Fragen

# Als Superheldenkraft habe ich mir immer gewünscht...

... fliegen zu können. Gar nicht mal, weil ich schnell irgendwo hinkäme, sondern weil es - glaube ich - eine Art Freiheitsgefühl wäre. Selbst wenn ich nur so schnell fliegen könnte, wie ich jetzt laufen kann, wäre das ein unbeschreibliches Erlebnis, diesen Überblick zu haben und nicht von Straßen abhängig zu sein. Aber das wäre nur ein Luxus. Es geht uns so ja auch ganz gut als Mensch."

# Meine drei Lieblings-Apps auf dem Smartphone sind...

„In erster Linie natürlich verschiedenste Live-Ticker-Apps, mit denen man die Ergebnisse kurz checken kann und der NFL-Game-Pass, mit dem ich die Spiele live und im Nachhinein gucken kann. Ich bin ein riesiger Fan der New England Patriots. Football ist ein kompletter Sport mit unglaublich vielen Aspekten, der mich sehr fasziniert. Als dritte App würde ich Twitter nennen. Ich mag Twitter - nicht unbedingt weil ich immer selbst etwas poste, aber weil man viele Informationen in kurzer Zeit bekommt. Eine lustige Geschichte kann sich unfassbar schnell weit verbreiten. Das finde ich interessant. Außerdem geht es bei Twitter mehr um die Geschichten der Leute, Instagram ist für mich nur Selbstprofilierung und Show. Da zeigt man, wie schön man ist, welches Auto man fährt und wie gut es einem geht. Bei Twitter können auch unbekannte Personen ohne schöne Fotos viel mit etwas Spannendem Aufmerksamkeit erregen. Das gefällt mir."

Notiert von Yannik Cischinsky