Der Mann für das 1:0

Trifft dann, wenn es wichtig ist: Zlatko Junuzovic nach seinem Tor gegen den Hamburger SV (Foto: nph).
Profis
Dienstag, 29.04.2014 // 15:58 Uhr

Viermal gewann der SV Werder in dieser Saison mit 1:0. Während Mehmet Ekici und Santiago Garcia jeweils einmal den umjubelten Siegtreffer erzielten, brachte Zlatko Junuzovic die Grün-Weißen gleich zweimal auf die Siegerstraße. Und das in zwei ganz wichtigen Saisonspielen.

Sowohl am ersten Spieltag gegen Eintracht Braunschweig als auch beim 100. Nordderby gegen den Hamburger SV erzielte der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler den alles entscheidenden Treffer. Erlöste 'Juno' die Werder-Fans in Braunschweig erst in der 82. Spielminute, traf er gegen den Erzrivalen bereits nach 19 Minuten. Obwohl ihm Tore nicht so wichtig sind, freut sich Junuzovic dennoch über jedes erzielte Tor. „Ich freue mich natürlich sehr über die Treffer, vor allem weil sie zum Sieg führten. Das sind im Fußball immer besondere Momente. Aber im Prinzip ist es mir egal, wer die Tore schießt. Für mich ist es wichtig, dass ich vorne und hinten meinen Mitspielern helfen kann", so der 40-fache österreichische Nationalspieler.

Dass diese Hilfe nicht nur bei den Mitspielern gewürdigt wird, sondern auch vom Trainerteam, zeigt ein Blick auf die Saisonstatistik. Unter Cheftrainer Robin Dutt ist Junuzovic eine feste Größe und stand in dieser Saison immer von Beginn an auf dem Platz, wenn er fit war. „Für einen Spieler ist es toll dieses Vertrauen zu spüren und ich versuche es natürlich zu rechtfertigen. Es ist zwar nicht immer einfach, dennoch ist es schön, wenn man diese Anerkennung erhält. Das gibt sehr viel Selbstvertrauen", sagte 'Juno' nach der Trainingseinheit am Dienstagmittag.

Obraniak bald zurück?

Am kommenden Samstag gegen Hertha BSC wird er dieses Vertrauen möglicherweise erneut zurückzahlen können. Nachdem Werders Nummer 16 am Montag noch pausierte, absolvierte er am Dienstag die komplette Trainingseinheit. Dabei war sowohl ihm als auch der Mannschaft anzusehen, dass sie Lust auf die Begegnung hat. „Wir freuen uns alle auf das letzte Heimspiel der Saison. Natürlich wollen wir gegen Hertha BSC einen positiven Abschluss haben. Von daher bereiten wir uns im Training konzentriert auf das Spiel vor. Es wird marschiert und die Stimmung ist gut. So sollten wir auch ins Spiel gehen", so Junuzovic weiter.

Ob sich auch Ludovic Obraniak am Wochenende gebührend von den Werder-Fans verabschieden kann, bleibt hingegen ungewiss. Der polnische Nationalspieler laboriert weiterhin an Wadenproblemen. „Ich habe noch leichte Schmerzen und heute ein weiteres Mal mein Reha-Programm absolviert. Bevor ich wieder trainiere, will ich erst wieder komplett schmerzfrei sein, damit ich nicht länger ausfalle. Dennoch denke ich, dass ich in den kommenden Tagen wieder voll einsteigen kann", erklärte Obraniak. Er könnte somit genauso fehlen wie Cedrick Makiadi, der aufgrund seiner Patellasehnenreizung nicht am Mannschaftstraining teilnahm.

von Marcel Kuhnt