Mit gesundem Selbstvertrauen in die Trainingswoche

Konnten auch am Samstag erfolgreich die "Weiße Weste" verteidigen: u.a. Sebastian Prödl, Felix Kroos, Assani Lukimya und Theodor Gebre Selassie.
Profis
Dienstag, 20.08.2013 // 19:02 Uhr

Das Selbstvertrauen ist wieder da! Nach den beiden 1:0-Auftaktsiegen in Braunschweig und gegen Augsburg gehen die Werder-Profis mit breiter Brust in die Trainingswoche. Und das nicht zuletzt aufgrund der beiden positiven Spielverläufe. Von der Defensive der Vorsaison, die 66 Gegentore kassierte, ist bislang keine Spur, die "Weiße Weste" besteht dagegen weiterhin. Die kommende Aufgabe heißt nun: Borussia Dortmund. Auch im Ruhrpott wollen die Kicker von der Weser am Freitagabend, 23.08.2013, um 20.30 Uhr überraschen. Um dahingehend vorbereitet zu sein, floss auch bei der Dienstagseinheit wieder einiger Schweiß - allerdings ohne Luca Caldirola.

Der Neuzugang von Inter Mailand, der auch am vergangenen Samstag gegen den FC Augsburg eine tragende Säule in der Viererkette stellte, musste aufgrund einer leichten Bänderdehnung im linken Sprunggelenk passen. Ob er dem Team am Freitag wieder zur Verfügung stehen wird, war laut Dutt am Dienstagnachmittag noch nicht abzusehen. Ein möglicher Ausfall des italienischen U21-Nationalspielers würde bei den Verantwortlichen sicherlich nicht für glückliche Gesichter sorgen. Wie wichtig Caldirola nämlich für den SV Werder bereits schon in dieser frühen Phase der Saison geworden ist, brachte Teamkollege Assani Lukimya vor dem Training auf den Punkt: „Luca ist ein typischer italienischer Fußballer, der über ein gutes Auge verfügt und sehr gut geschult ist. Er bringt eine konstante Stabilität für die Abwehr."

Doch auch ohne Caldirola glaubt Dutt an eine stabile Defensive: „Natürlich hat Luca nun zwei gute Spiel gemacht. Allerdings haben wir das große Plus, dass wir momentan über eine sehr gute Bank verfügen. Egal ob Spieler wie Aleksandar Ignjovski oder Felix Kroos, sie alle können jederzeit die nötige Stabilität in die Defensive bringen."

Wie sich die Mannschaft diese Konstanz im Defensivverhalten erarbeitet hat, kann Lukimya erklären: „Der Trainer wollte die Verteidigung stärken, also haben wir alle vom ersten Tag an daran gearbeitet und so das Defensivdenken gefördert. Sobald der Ball im Mittelfeld verloren wurde, haben wir sofort alle nach hinten umgeschaltet. Das tut einfach allen gut und ist einfach super, wenn man sich auch auf die Mitspieler immer verlassen kann." Sebastian Mielitz, der seit 180 Minuten ohne Gegentor ist, freut sich über diesen Umstand ganz besonders: „Es tut richtig gut, wenn man als einziges Team in der Bundesliga noch ohne Gegentor ist. Die harte Arbeit aus den Trainingslagern trägt nun endlich Früchte. Bei uns fängt die Defensivarbeit mittlerweile schon bei Nils Petersen an und zieht sich durch die ganze Formation."

Mit diesem Vertrauen in die eigenen Stärken will das Team nun auch in die kommenden Trainingseinheiten starten. „Die ersten beiden Siege waren immens wichtig für das Selbstvertrauen. Mit dieser breiten Brust und sechs Punkten im Rücken können wir mit gutem Gefühl nach Dortmund aufbrechen. Wir haben da absolut nichts zu verlieren und so werden wir auch die Trainingswoche angehen", so Werders Torwart. Auch Assani Lukimya weiß: „Der BVB kann auch diese Saison wieder unglaubliches Personal aufbieten. Ganz Deutschland wird erwarten, dass wir da nichts holen können. Umso befreiter können wir aufspielen. Warum sollten wir da also keine Punkte mitnehmen können? Es muss dafür aber natürlich alles passen."

Nicht zuletzt für Sebastian Mielitz wird die Defensivarbeit vor 80.000 Besuchern im Signal Iduna Park wieder das „A und O" sein. „Die Null muss stehen und solange die steht kann man ja schon mal nicht verlieren", verrät ‚Miele‘ schmunzelnd und ergänzt: „Wir müssen einfach kompakt hinten stehen und vorne versuchen das Feuer zu entfachen. Dann kann das klappen."

von Marcel Schmidt