Kaltschnäuzig zum Gewinner des Spieltags

Schuss zum 2:0-Endstand: Philipp Bargfrede trifft zu seinem zweiten Saisontor, Javier Pinola fälscht noch ab (Foto: nph).
Profis
Samstag, 08.03.2014 // 22:00 Uhr

Vor allem über die Bedeutung des 2:0 herrschte innerhalb des Teams und bei den Verantwortlichen Einigkeit. „Der Sieg ist ein Erfolgserlebnis. Wir wussten, dass wir heute einen großen Schritt machen können. Zum Glück ist uns das gelungen. Auch die Tatsache, dass wir wieder ohne Gegentor geblieben sind, ist erfreulich und wichtig für unsere weitere Entwicklung", zog Geschäftsführer Thomas Eichin sichtlich zufrieden Bilanz. Zum dritten Mal in Serie musste Keeper Raphael Wolf nicht hinter sich greifen.

Clever gespielt, drei Punkte entführt und sich am Ende zum Gewinner des Spieltages aufgeschwungen - so kann man den 2:0-Erfolg des SV Werder Bremen beim 1. FC Nürnberg auf den Punkt bringen. Durch den Sieg rutschen die Grün-Weißen auf Rang elf in der Tabelle. Auch, weil man während direkte Konkurrenten Zähler liegen ließen nervenstark blieb. „Das war heute ein 'big point'. Wir haben wieder gegen einen Konkurrenten gewonnen und wussten ja vor dem Spiel schon die anderen Ergebnisse. Durch die Punkte haben wir uns ein bisschen Luft verschafft", freute sich Kapitän Aaron Hunt.

Worüber sonst noch in der Nürnberger Mixed-Zone gesprochen wurde? WERDER.DE hat sich umgehört und die wichtigsten Stimmen zusammengetragen.

Zum Spielverlauf:

Aaron Hunt: „Nürnberg hat heute etwas mehr vom Spiel gehabt, wir haben uns vermehrt auf Konter konzentriert. Da hätten wir sicher den einen oder anderen besser ausspielen müssen, aber wir haben 2:0 gewonnen und sollten jetzt nicht das Haar in der Suppe suchen." 

Philipp Bargfrede: „Wir haben heute gut gestanden und auch das nötige Glück gehabt. Trotzdem haben wir uns den Sieg verdient, weil es wieder eine überragende kämpferische Leistung von uns war."

Sebastian Prödl: „Es war kein gutes Spiel, aber ein sehr cleveres Spiel von uns. Wir wurden heute für unsere Kaltschnäuzigkeit belohnt. Defensiv wollten wir stabil stehen, offensiv effektiv auftreten - das ist uns heute beides gelungen. Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber das ist in der aktuellen Situation egal. Der Sieg tut sehr gut und sollte uns Auftrieb geben."


Zur Bedeutung des Sieges:

Robin Dutt: „Dieser Sieg war emotional sehr viel wert, da wir Punkte nachlegen konnten. Es war auch wichtig im Hinblick auf die anderen Ergebnisse. Wir haben jetzt acht Punkte auf den HSV und den VfB und fünf auf Nürnberg. Es war ein schwieriges Spiel und wir dürfen auch mal Glück haben. Von daher war es ein ganz wichtiger Sieg. Das freut mich sehr."

Philipp Bargfrede: „Wir haben zweimal gewonnen und haben uns einen Abstand erarbeitet. Diesen Abstand wollen wir weiter ausbauen, jetzt im nächsten Spiel gegen den VfB Stuttgart. Das wird wieder ein schweres Spiel, aber wir geben weiter Gas."

Franco Di Santo: „Wir haben wieder gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen und den Abstand dadurch vergrößert. Das ist kein Polster auf dem wir uns ausruhen werden, aber durch den Sieg können wir nächste Woche wieder in Ruhe arbeiten."

Zum Tor von Bargfrede:

Philipp Bargfrede: „Ja, das war Weltklasse gemacht - nein, Spaß! Wenn man nicht draufschießt, kann man auch keine Tore schießen. Deswegen habe ich es einfach versucht. Ich freue mich natürlich darüber, aber der Sieg ist deutlich wichtiger. Ich habe jetzt im Abschluss das Glück, das mir am Anfang meiner Karriere gefehlt hat. Jetzt würde ich gerne auch mal im Weser-Stadion treffen."

Zum dritten Spiel in Folge ohne Gegentor:

Philipp Bargfrede: „Wir stehen gut und kompakt hinten drin. Wir haben wieder zu null gespielt, ich glaube, das ist das Geheimnis."

Robin Dutt: „Die Jungs haben sich diesen Sieg gemeinsam erkämpft. Es läuft momentan einfach einer für den anderen."

Franco Di Santo: „Die letzten vier, fünf Spiele haben wir gezeigt, das wir als Team funktionieren und so erfolgreich sind. Das ist unsere Stärke."


Zu den kommenden Aufgaben:

Aaron Hunt: „Wir haben keinen Grund zu glauben, wir wären schon sicher, nur weil wir zwei Siege in Folge geschafft haben. Das wäre der falsche Zeitpunkt. Es ist immer noch alles sehr eng und wir nehmen jetzt sicher keinen Gang raus. Stuttgart ist wieder ein extrem wichtiges Spiel. Wir spielen im eigenen Stadion und können mit einem Sieg einen großen Vorsprung aufbauen. Noch sind wir lange nicht raus aus dem Abstiegskampf."

Sebastian Prödl: „Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Da müssen wir jetzt dranbleiben, müssen versuchen den Vorsprung weiter auszubauen."

Aus Nürnberg berichtet Dominik Kupilas