Ein Punkt für die Moral

Torschütze Obraniak bejubelt mit seinen Teamkollegen den Treffer (Foto: nph).
Profis
Samstag, 15.02.2014 // 20:00 Uhr

Ähnlich äußerte sich auch Thomas Eichin mit Blick auf den Punktgewinn. „Die Erleichterung bei uns ist groß. Wir haben enorm gefightet und mutig gespielt. Es ist schön, dass wir am Ende dafür belohnt wurden", so der Geschäftsführer.

Moral, Kampfgeist und ein Unentschieden, dass sich am Ende wie ein Sieg anfühlte. In einem intensiven Spiel, bei dem der SVW in der zweiten Hälfte wie ausgewechselt aufspielte, gelang es den Werderanern dem Tabellenfünften Borussia Mönchengladbach einen Punkt abzuringen. Doch nicht nur dieser Punkt war der Verdienst der Partie, sondern ein gehöriges Pfund an Selbstvertrauen kann die Mannschaft mit Blick auf die kommenden Aufgaben aus dieser Partie ziehen. Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch Cheftrainer Robin Dutt nach Spielende. „Das war ein moralischer Sieg. In der Tabelle ist es nur ein Punkt, den wir gewonnen haben, aber für die Moral der Mannschaft war der Ausgleich schon sehr wichtig".

Wie die Spieler ihre Leistung sahen, welche Reaktion sie an die Fans senden wollten und was dieses Spiel für die kommenden Aufgaben bedeutet, hat WERDER.DE in der folgenden Zitatensammlung zusammengefasst.

Zum Spielverlauf:

Sebastian Prödl: „Wir haben in der ersten Halbzeit gar nicht so schlecht gespielt. Gladbach hat das auch einfach gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht, da wir mehr Risiko gegangen sind. Wir waren mutiger und das wurde am Ende zu Recht belohnt."

Raphael Wolf: „Ich denke wir haben in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gefunden und uns den Punkt erarbeitet und am Ende redlich verdient."

Nils Petersen: „Wir haben heute läuferisch und kämpferisch alles abgerufen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir das gut gemacht, wollten hellwach sein und von Anfang an den Weg nach vorne suchen. Man sieht, dass wir dann auch zu Chancen kommen und unsere Fans mitnehmen, wenn wir alles geben."

Philipp Bargfrede: „Das ist heute ein gutes Gefühl. Wir hatten nach dem blöden Gegentor zunächst Probleme, wieder ins Spiel zu finden. Aber im zweiten Durchgang haben wir das sehr gut gemacht. Da haben wir Druck ausgeübt, sind zu Chancen gekommen und die Fans waren auch wieder voll da. Das hat uns gepusht."

Ludovic Obraniak: „Wir hatten am Anfang Probleme ins Spiel zu kommen, aber in der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir richtig Spaß am Spiel haben und, dass wir ein Team sind, das sich viele Chancen herausspielen kann. Man hat genauso gesehen, dass wir gegen eine Mannschaft, die um die oberen fünf Plätze spielt, mithalten können."

Robin Dutt: „Neben der tollen Moral bin ich heute vor allem damit sehr zufrieden, dass wir einen starken Gegner mit spielerischen Mitteln vor Probleme gestellt haben."

Zum Punktgewinn:

Thomas Eichin: „Die Erleichterung bei uns ist groß. Wir haben enorm gefightet und mutig gespielt. Es ist schön, dass wir am Ende dafür belohnt wurden. Deswegen bin ich jetzt glücklich.

Prödl: „Natürlich war dieses Unentschieden wie eine Befreiung für uns. Der Trainer hat uns in der Halbzeitpause gesagt, dass wir noch nicht das gezeigt haben, was wir heute können. Nach der Leistung können wir mit dem Punkt zufrieden sein, den wir gegen einen guten Gegner geholt haben."

Obraniak: „Ich bin heute zwangsläufig zufrieden, weil man die Leistung der gesamten Mannschaft anerkennen muss. Aber im Nachhinein muss man auch sagen, dass ein Punkt im Heimspiel eigentlich zu wenig ist."

Nils Petersen: „Wir müssen das Positive aus diesem Spiel ziehen und das war heute sicher die Moral. Insgesamt freue ich mich über die Leistung und über den Punkt."


Zur Leistung von Raphael Wolf:

Thomas Eichin: „Raphael Wolf hat heute fantastisch gehalten. Er hat uns in einigen Situationen im Spiel gehalten."

Raphael Wolf: „Ich bin mir meiner Leistung heute zufrieden, aber darum geht es nicht. Es geht um die Mannschaft, darum, dass wir gemeinsam Erfolg haben."

Zu den einmaligen Fans:

Raphael Wolf: „Die Fans sind sehr wichtig für uns. Heute waren sie extrem laut, haben uns auch über schwierige Phasen hinweggeholfen. Das war sehr beeindruckend."

Robin Dutt: „Die Stimmung war heute sehr gut. Bei dem Ausgleichstor hatte ich nicht nur das Gefühl, dass Ludo den Ball reinschießen könnte, sondern auch, dass das gesamte Stadion den Ball ins Tor schreien wollte."


Zu den kommenden Aufgaben:

Eichin: „ Wir müssen auf uns gucken und weiter um jeden einzelnen Punkt fighten. Wir sind froh, dass wir gegen einen starken Gegner was mitgenommen haben und für die kommenden Aufgaben aus diesem Spiel viel Selbstvertrauen und Moral ziehen."

Prödl: „Wir müssen uns ankreiden, dass wir es noch nicht schaffen, den Gegner auch mal mit einem Tor unter Druck zu setzen. Das muss in den nächsten Spielen besser werden."

Kobylanski: „Jetzt müssen wir von Spiel zu Spiel schauen, natürlich wäre es optimal in den nächsten Spielen möglichst viele Punkte holen. Aber jetzt liegt unsere Konzentration erst mal auf den nächsten Gegner, Eintracht Frankfurt."


aus dem Bremer Weser-Stadion berichten Timo Fresen und Dominik Kupilas