Werder defensiv stabil

Profis
Donnerstag, 16.01.2014 // 21:03 Uhr

Gegen den rumänischen Rekordmeister und Champions-League-Teilnehmer Steaua Bukarest gelang Werder im zweiten Testspiel ein leistungsgerechtes 0:0-Unentschieden ...

Gegen den rumänischen Rekordmeister und Champions-League-Teilnehmer Steaua Bukarest gelang Werder im zweiten Testspiel ein leistungsgerechtes 0:0-Unentschieden. Werder präsentierte sich gegenüber der 0:1-Testspielniederlage gegen NEC Nijmegen stark verbessert in der Defensive und hatte auch einige gute Torgelegenheiten nach schnellem Umschaltspiel.

„Ich bin froh das man sehen konnte, dass wir ein Schritt weiter sind als gegen Nijmegen. Den nächsten Schritt müssen wir nun gegen Braunschweig machen. Bis auf wenige Ausnahmen standen wir in der Defensive gut, haben kaum etwas zugelassen. Das Umschaltspiel war auch bis zum Sechzehner in Ordnung. In der fehlenden Frische beim Torabschluss hat man heute allerdings am deutlichsten gemerkt, dass wir ein kräftezehrendes Trainingslager jetzt hinter uns haben ", zog Robin Dutt nach Spielende ein Fazit.

Der SV Werder begann - im Vergleich zum ersten Testspiel gegen Nijmegen - mit zwei personellen Änderungen in der Startformation. Sebastian Mielitz spielte, genau wie Raphael Wolf im letzten Testpiel, über 90 Minuten durch. Außerdem startete der frischgebackene Profi Martin Kobylanski von Beginn an für Nils Petersen. Neben Nils Petersen nahm auch wieder Özkan Yildirim auf der Bank Platz, der aufgrund einer Reizung der Streckersehne im rechten Knie gegen den NEC Nijmegen noch passen musste.

Sebastian Mielitz hatte gegen Bukarest kaum Chancen, sich auszuzeichnen (Foto: nph).

Der zweite und letzte Test des Trainingslagers brauchte einige Minuten um Fahrt aufzunehmen. In der siebten Spielminute gab es dann die erste Chance für die Werderaner. Nach einem abgeblockten Freistoß der Gäste aus Bukarest konterten die Grün-Weißen blitzschnell über den agilen Eljero Elia, der an den Fünfmeter-Raum dribbelte, wo nach seinem Zuspiel Franco Di Santo nur knapp verpasste. Doch diese Chance war beispielhaft für Werders weitere Spielausrichtung. Denn die Bremer versuchten  wieder und wieder das im Trainingslager so oft eingeübte Umschaltspiel umzusetzen.

Steaua Bukarest übernahm Mitte der ersten Halbzeit dann mehr die Feldüberlegenheit, blieb allerdings immer wieder in Werders gut organisierter Defensive hängen. Sinnbildlich dafür: die beste Chance des Champions League-Teilnehmer resultierte aus einer Standardsituation. Der Freistoß von Tanase (23.) landete aber knapp über dem Tor des SVW.

Zum Ende der ersten 45 Minuten merkte man beiden Teams die intensiven Trainingstage deutlich an. Dabei hätte es aus Werderaner Sicht zum Pausenpfiff gar nicht 0:0 stehen müssen. Nach gut einer halben Stunde köpfte Bukarests Linksverteidiger Iasmin Latovlevici ohne Not zum Torwart zurück, wobei Eljero Elia gedankenschnell dazwischen spritzte und Bukarests Torhüter Nita leider nur anschoss.

Kein Vorbeikommen: Sebastian Prödl gewann gegen Bukarest nahezu alle Zweikämpfe (Foto: nph).

In der zweiten Halbzeit ereignete sich zunächst ein Bild, welches nur in einem Testspiel möglich ist. Laurentiu Reghecampf wechselte die komplette Mannschaft durch. Die personelle Frische merkte man dem rumänischen Rekordmeister an. Durch Stanciu (47.), Keserü (52.) und Gradinaru (54.) besaßen die Gäste gleich gute Gelegenheiten in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte. Nach einer guten Stunde wechselte Werders Coach Robin Dutt ebenfalls munter durch. Mit Lukimya, Ignjovski, Yildirim und Petersen betraten gleich vier neue Spieler das Feld.

Die nächste gute Chance besaßen jedoch zunächst wieder die Rumänen. Gradinaru (64.) setzte sich auf der rechten Seite gegen Garcia durch und zwang Sebastian Mielitz mit einem satten Schuss zu einer echten Bewährungsprobe, die er gekonnt meisterte. Bei Werder dauerte es mit der nächsten Chance bis zur 69. Minute. Der zur Halbzeit eingewechselte Jungprofi Julian Von Haacke brachte einen Freistoß auf der rechten Außenbahn in den Strafraum. Weder Lukimya noch Petersen konnten allerdings aus dieser Hereingabe Kapital schlagen. In der Schlussphase gab es dann keine zwingenden Strafraumszenen mehr.

Am Abend ging es für die Werder-Profia dann zum Ausklang des Trainingslagers geschlossen in eine Tapas-Bar in Jerez. Am Freitagmorgen um 10 Uhr steht dann die letzte Einheit in Andalusien an, ehe es um 14.30 Uhr zurück nach Bremen geht.

von Timo Fresen