Trotz später Aufholjagd: SVW verliert 2:3 gegen Mainz

Bundesliga
Sonntag, 24.11.2013 // 19:27 Uhr

Am Ende wurde es noch einmal richtig, richtig eng im Weser-Stadion. Doch trotz später Aufholjagd musste sich der SV Werder Bremen dem FSV Mainz 05 mit 2:3 (0:2) geschlagen geben ...

Am Ende wurde es noch einmal richtig, richtig eng im Weser-Stadion. Doch trotz später Aufholjagd musste sich der SV Werder Bremen dem FSV Mainz 05 mit 2:3 (0:2) geschlagen geben. Die Treffer von Franco Di Santo (89.) und Eljero Elia (86.) reichten nicht mehr für einen Punktgewinn. Für die Rheinhessen trafen Nicolai Müller (7.) und zweimal Shinji Okazaki (17./70.). Es war eine Partie, in die Werder schwer hineinkam und vorne immer wieder am starken Mainzer Schlussmann Loris Karius scheiterte. 

Die Grün-Weißen verschliefen die Anfangsphase im Weser-Stadion komplett. Nach nur sieben Minuten überlupfte FSV-Stürmer Nicolai Müller der herausgeeilten Sebastian Mielitz. „Miele" hatte sich beim Rauslaufen verschätzt - 0:1. Beflügelt von der frühen Führung wirbelten die Rheinhessen die Werder-Hintermannschaft kräftig durcheinander. Nach 17 Minuten klatschte eine verunglückte Flanke von Zdenek Pospech an die Latte und von da aus wieder ins Feld. Shinji Okazaki reagierte gegen eine Werder-Hintermannschaft im Tiefschlaf am schnellsten und haute den Ball zum 0:2 in die Maschen.

Müller gegen Mielitz: Der Mainzer Torjäger hatte das bessere Ende für sich. Er erzielte den ersten Treffer der Gäste. (Foto: NPH)

Erst nach gut 20 Minuten wachten die Hausherren auf - und hätten mit einer Dreifach-Chance sogleich den Anschlusstreffer erzielen müssen. Zunächst legte der aufgerückte Assani Lukimya den Ball am Keeper Loris Karius vorbei, konnte im Fallen jedoch nur gegen den Pfosten köpfen. Unmittelbar darauf umdribbelte Eljero Elia den Mainzer Schlussmann, brachte das Leder aber nicht im Kasten unter (22.). Wieder nur einige Wimpernschläge später köpfte Davie Selke knapp am Pfosten vorbei (23.). Der 18-Jährige gab gegen Mainz sein Startelf-Debüt im Dress der Grün-Weißen.

Werder war jetzt deutlich besser im Spiel: Das Sturmduo Franco Di Santo, der nach Rotsperre und Muskelfaserriss wieder im Team stand, per Kopf (30.) und Selke per Distanzschuss (33.), hatte weitere gute Möglichkeiten zum 1:2. Doch der Anschluss wollte nicht gelingen. Stattdessen wurde es hinten noch einmal brenzlig. Mielitz zeigte einen klasse Reflex nach ungewollter Kopfballverlängerung von Lukimya und rettete so immerhin „nur" einen Zwei-Tore-Rückstand in die Pause. Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste Felix Kroos verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Mehmet Ekici in die Partie.

Der 18-jährige Davie Selke stand gegen Mainz zum ersten Mal in der grün-weißen Startelf. (Foto: NPH)

Der eingewechselte Spielmacher belebte das Offensivspiel des SVW nach dem Seitenwechsel. Mit einem Distanzschuss sorgte Ekici gleich für das erste grün-weiße Lebenszeichen (47.). Sein Freistoß weitere vier Minuten später landete auf dem Kopf von Di Santo, der nur am glänzend aufgelegten Karius scheiterte. Der Mainzer Torhüter brachte die Bremer Offensive zum Verzweifeln. Auch Aaron Hunt musste sich Karius gleich zweimal innerhalb von 60 Sekunden geschlagen geben. Zunächst sprintete der „Vize" allein auf Karius zu, brachte das Leder aber nicht vorbei (66.). Augenblicke später hielt der Keeper nach Direktabnahme von Hunt mit einem sehenswerten Reflex auf der Linie.

Doch statt des Bremer Anschlusstreffers besorgten die Mainzer die vermeintliche Entscheidung. 20 Minuten vor dem Ende schloss Okazaki einen blitzschnell vorgetragenen Konter zum dritten Bremer Gegentreffer ab. Die flache Hereingabe von Bell schob der Japaner zum 0:3 ein, Clemens Fritz lief nur hinterher. Doch kurz vor dem Ende drehten die Werderaner noch einmal auf. Zunächst traf Elia nach Vorlage von Di Santo (86.), dann drehten die beiden Offensivakteure den Spieß um. Di Santo drückte eine Flanke von Elia am langen Pfosten mit dem Kopf über die Linie (89.). Das Weser-Stadion brannte, doch trotz drei Minuten Nachspielzeit reichte es nicht mehr für einen Punktgewinn. 

Von Yannik Cischinsky

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