1:0-Auftakterfolg: Werder siegt in Braunschweig

Profis
Samstag, 10.08.2013 // 20:27 Uhr

Der SV Werder Bremen hat zum Bundesliga-Auftakt 2013/14 die ersten ganz wichtigen drei Punkte eingefahren. Im Auswärtsspiel beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig siegten die Grün-Weißen durch ein spätes Tor ...

Der SV Werder Bremen hat zum Bundesliga-Auftakt 2013/14 die ersten ganz wichtigen drei Punkte eingefahren. Im Auswärtsspiel beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig siegten die Grün-Weißen durch ein spätes Tor von Zlatko Junuzovic (82. Minute) mit 1:0 (0:0) und bescherten Robin Dutt in seinem ersten Bundesliga-Spiel als Werder-Coach den ersten Sieg.

Im ersten Bundesliga-Duell zwischen dem SV Werder und Eintracht Braunschweig nach 28 Jahren sahen die 23.000 Zuschauer im ausverkauften Eintracht-Stadion einen intensiven, aber ereignisarmen ersten Durchgang. Nach dem Aus beider Teams im DFB-Pokal waren beide Mannschaften auf Sicherheit im Rückwärtsgang bedacht. Für das erste grün-weiße Lebenszeichen sorgte Nils Petersen in der 7. Minute. Nach einer Flanke von Kapitän Clemens Fritz köpfte die Werder-Sturmspitze aber knapp neben den Kasten von BTSV-Keeper Marjan Petkovic. Im Gegenzug kamen die Braunschweiger mit einem Flachschuss von Jan Hochscheidt zu ihrer ersten Gelegenheit, doch Sebastian Mielitz konnte in seinem 50. Bundesliga-Einsatz problemlos parieren (8.).

Zaghafter Jubel: Robin Dutt konnte in seinem ersten Spiel als Werder-Trainer den ersten Erfolg feiern.

Stück für Stück konnte sich der SVW in der Hälfte des Aufsteigers festsetzen. Im Vergleich zum Pokalspiel präsentierten sich Hunt, Prödl und Co. sicherer im Passspiel, aggressiver in den Zweikämpfen und konzentrierter in der Defensive. Nach vorne fehlte allerdings die Feinabstimmung und eine zündende Idee. Nach 34 Minuten hätte Petersen aus abseitsverdächtiger Position mehr machen können. Sein Schussversuch verfehlte das Tor deutlich. Sieben Minuten später machte es der 24-Jährige besser: Seinen Kopfball nach einer Ecke, konnte Petkovic aber auf der Linie klären.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Jungs von Robin Dutt gleich die Riesenchance zur Führung parat. Einen Freistoß von Mehmet Ekici konnte Petkovic nur nach vorne prallen lassen, doch der 34-jährige Schlussmann klärte in allerletzter Sekunde per Fuß vor dem einschussbereiten Petersen (49.). Die Chance führte allerdings nicht eine spürbare Belebung des Bremer Offensivspiels mit sich. Im Gegenteil: Nach gut einer Stunde sorgten die Hausherren mit einer Doppelchance für Herzrasen bei den 3.000 mitgereisten Werder-Fans. Zunächst lenkte Mielitz einen Wahnsinns-Distanzschuss von Ken Reichel aus gut 30 Metern mit den Fingerkuppen an den Querbalken, ehe Simeon Jackson eine scharfe Hereingabe nicht im Tor unterbringen konnte (beide 64.).

Nils Petersen landete kurz nach dem Seitenwechsel im Tor, der Ball aber leider nicht.

In der Folge wirkte die Truppe von Trainer Torsten Lieberknecht wie aufgedreht. Nur sieben Minuten später hatte Grün-Weiß Glück, dass Jackson und Ermin Bicakcic per Fallrückzieher nicht trafen (71.). Doch Werder berappelte sich wieder. Zunächst zwang Aaron Hunt in der 74. Spielminute Torhüter Petkovic zu einer erneut guten Parade, Petersen konnte den Nachschuss nicht verwerten. Acht Minuten vor dem Ende bescherte eine österreichische Kombination dann den goldenen Treffer des Abends.

Ein Befreiungsschlag von Sebastian Prödl wurde zum öffnenden Steilpass für Zlatko Junuzovic. Plötzlich tauchte der "Ösi" völlig frei vor dem Tor auf - und behielt die Nerven. "Juno" lupfte über Petkovic in die Maschen des Braunschweiger Kastens. 1:0! Dem Jubel der Grün-Weißen war anzumerken, welche Last von den Schultern der Spieler gefallen war. Zum zweiten Held des Abends wurde kurz darauf Neuzugang Luca Caldirola. In seinem ersten Bundesligaspiel verhinderte der Italiener zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich, indem er einen Jackson-Kopfball sehenswert auf der Linie klärte. Es war die letzte Gelegenheit für die Hausherren. Zum Bundesliga-Auftakt beschenkten sich die Werderaner nach großem Kampf mit dem ersten ganz, ganz wichtigen Dreier dieser Spielzeit.

Von Yannik Cischinsky