Spektakel beim 3:3 gegen Nürnberg - Torpremiere für Elia

1. FC Nürnberg
Sonntag, 29.09.2013 // 17:20 Uhr

Am Ende hieß es "nur" Unentschieden zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg, doch beim 3:3 (2:1) am Sonntagnachmittag wurde den Zuschauern im Weser-Stadion ein Spektakel geboten. Nach der frühen Bremer ...

Am Ende hieß es "nur" Unentschieden in der Partie zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg, doch beim 3:3 (2:1) am Sonntagnachmittag wurde den Zuschauern im Weser-Stadion ein Spektakel geboten. Nach der frühen Bremer Führung durch ein Eigentor von Dabanli (8.) war vor allem Eljero Elia mit seinen ersten beiden Treffern im Werder-Trikot (34./66.) der Matchwinner auf Bremer Seite. Für den FCN trafen Kiyotake (44.), Drmic (53.) und Hlousek (70.) zum Remis.

Die Grün-Weißen starteten schwungvoll und selbstbewusst in die Partie. Der 2:0-Sieg im Nordderby beflügelte das Team von der Weser - vor allem Neuzugang Santiago Garcia. Der Argentinier machte in seinem Heimdebüt von Beginn an Druck über links und fiel gleich durch mehrere mutige Offensivaktionen auf. In der 8. Minute wurde sein Drang zum gegnerischen Tor belohnt: Werders neuer Linksverteidiger zog mit einer Körpertäuschung in den Sechzehner und versuchte Aaron Hunt zu bedienen, doch seine Hereingabe sprang von FCN-Verteidiger Berkay Dabanlis Fuß ins Tor der Gäste. 1:0 - was für ein Heimauftakt für den Argentinier, der anschließend euphorisch mit den grün-weißen Anhängern feierte.

Santiago Garcia jubelt mit Robin Dutt über den frühen Auftakttreffer. (Foto: nph)

Mit der frühen Führung im Rücken dominierte der SVW die Begegnung, wirbelte offensiv variantenreich und flexibel, stand hinten sicher. In der 19. Minute hatte „Vize" Hunt nach Pass vom agilen Eljero Elia die nächste gute Gelegenheit. Nur sechs Minuten später prüfte abermals Hunt - diesmal nach Vorlage von Garcia -  Raphael Schäfer. Doch der Nürnberger Schlussmann blieb Sieger im Duell mit Hunt. Allerdings bereitete Werders Offensiv-Allrounder in der 34. Minute eine zweite ganz besondere Premiere vor: Eljero Elia erzielte seinen allerersten Treffer mit der Werder-Raute auf der Brust. Und was für einen! Der Holländer hämmerte das Leder von der Strafraumkante unhaltbar in die Maschen. Sein anschließender Jubel galt insbesondere Coach Robin Dutt, zu dem Elia sprintete und sich bei ihm für das Vertrauen bedankte.

Der Jubel hätte der gelungene Schlusspunkt für eine überzeugende erste Werder-Halbzeit sein können, doch rund um die Halbzeitpause erwischten die Gäste Werder in einer Tiefschlafphase. Zunächst sorgte Hiroshi Kiyotake Augenblicke vor dem Halbzeitpfiff für den 1:2-Anschlusstreffer. Quasi mit dem allerersten Torschuss schafften es die Franken, sich wieder ins Spiel zu bringen (44.). Dann bescherte der eingewechselte Josip Drmic dem 1. FC Nürnberg sogar den glücklichen Ausgleich. Acht Minuten nach Wiederbeginn netzte der Stürmer eiskalt gegen die Laufrichtung des chancenlosen Sebastian Mielitz ein.

Kampf um jeden Ball: Mehmet Ekici im Zweikampf mit Nürnbergs Rechtsverteidiger Timothy Chandler (li.) und Hiroshi Kiyotake. (Foto: nph)

Doch Werder ließ sich nicht unterkriegen. Assani Lukimya hatte ein hanseatisches Deja-vu, als sein Kopfball wie schon gegen den Hamburger SV erst in letzter Sekunde auf der Torlinie entschärft werden konnte (58.). Minuten später platzte bei Eljero Elia endgültig der Tor-Knoten. Nach einem missglückten Befreiungsschlag hämmerte der Dribbler das Leder per Volleyabnahme aus gut 25 Metern unhaltbar ins lange Eck (66.). Doch auch der „Club" zeigte Moral und kam in der 70. Minute zurück. Nach sehenswertem Steilpass von Kiyotake schob Adam Hlousek zum 3:3 ein.

Tomas Peckart (73./78.) und Drmic (79.) hätten sogar die Führung erzielen können, doch zunächst rettete Mielitz mit einer Glanztat, bevor die Latte Werder vor einem Rückstand bewahrte. In der Schlussviertelstunde spielten beide Mannschaften auf Sieg, doch ein "goldener Treffer" wollte nicht gelingen. Und so gab es nach drei Siegen und drei Niederlagen für Elia & Co. das erste Unentschieden der Saison.

Von Yannik Cischinsky

Stimmen und Nachberichte zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE