Schmitz wieder in Bremen - "Der erste Schock ist vorbei"

Erlitt bereits in den ersten Minuten im Test gegen 60 München einen Fußwurzelbruch: Werders Lukas Schmitz (Foto: nph).
Profis
Donnerstag, 11.07.2013 // 14:12 Uhr

Lukas Schmitz war der erste Werder-Profi, bei dem am Donnerstagmorgen der Wecker klingelte. Um 7.45 Uhr startete sein Transfer von Zell am Ziller zum Münchner Flughafen. Er hatte also nur wenig Zeit gehabt, die Hiobsbotschaft zu verkraften, die er am Abend zuvor von Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski in einer Zillertaler Klinik erhalten hatte. Ein Fußwurzelbruch, der voraussichtlich eine sechswöchige Rehaphase nach sich zieht, wirft ihn zunächst aus dem Rennen um die Stammplätze. Der 24-Jährige wird in den nächsten 24 Stunden im Bremer Klinikum Mitte operiert und dann ein Rehaprogramm absolvieren.

„Der erste Schock ist inzwischen vorbei. Gestern habe ich gedacht, dass die Welt untergeht und sonst was passiert ist. Heute fühlt sich der Fuß schon besser an und ich schaue optimistisch in die Zukunft", sagte Schmitz am Mittag nach seiner Landung in Bremen.

Der Rückschlag war dem gebürtigen Hattinger am Mittwochabend ins Gesicht geschrieben. „Er war schon sehr niedergeschlagen", berichtete Cheftrainer Robin Dutt, „aber das ist auch ganz normal. Lukas hat hier sehr gut gearbeitet, hatte Hoffnungen auf einen Stammplatz und stand richtig gut im Saft. Und jetzt ist er nach einer Szene völlig raus. Und er verpasst nicht nur sechs Wochen, sondern auch einen großen Teil der Vorbereitung. Da wird er auch nach der Reha noch Zeit brauchen, um sich ans Team heranzukämpfen." Dutt ließ nichts unversucht, seinen Verteidiger aufzubauen. „Ich habe ihm empfohlen, sich drei Tage der Enttäuschung hinzugeben und dann mit neuer Kraft wieder anzugreifen."

Doch Schmitz scheint sich diese drei Tage nicht gönnen zu wollen. Schon nach der letzten Landung am Mittag am Bremer Flughafen äußerte er sich wieder kämpferisch. „Ich hoffe auf sechs Wochen Aufbautraining und dann zwei Wochen Arbeit mit der Mannschaft, dann will ich wieder ein Kandidat für das Team sein."

Aus dem Zillertal berichten Michael Rudolph und Dominik Kupilas