Werder bei den EWE Baskets: Ein Abend mit Herzschlagfinale

Die Werder-Profis fieberten am Donnerstagabend mit den EWE Baskets aus Oldenburg mit.
Profis
Freitag, 16.05.2014 // 12:45 Uhr

Am Ende war es ein Mannschaftsausflug mit Herzschlagfinale - und einem ganz späten „Happy End", wie es den Werder-Profis nicht besser geboten hätte werden können. Ekici, Elia und Co ...

Am Ende war es ein Mannschaftsausflug mit Herzschlagfinale und einem ganz späten „Happy End", wie es den Werder-Profis nicht besser geboten hätte werden können. Ekici, Elia und Co. zitterten am Donnerstagabend mit den EWE Baskets beim Duell mit den Telekom Baskets Bonn und feuerten die Oldenburger zum äußerst knappen 72:71-Sieg nach Verlängerung an. Die Grün-Weißen folgten dabei der Einladung von Werders Top-Sponsor EWE und Aufsichtsratmitglied des SV Werder, Dr. Werner Brinker, und wagten den Schritt in eine neue Sportart.

Doch trotz Korbleger statt Kopfbälle und Auszeiten statt Nachspielzeit, in den Reihen der Fußballprofis von der Weser findet sich so mancher Basketball-Experte, wie der Abend zeigen sollte. Vor allem Felix Kroos liebt den Sport. Er ist großer Dirk Nowitzki und Dallas Mavericks-Fan. „Ich verfolge sehr viel Basketball, vor allem schaue ich die NBA. Da laufen auch gerade die Playoff-Partien von denen ich möglichst viele versuche im TV zu sehen", erklärte der 23-Jährige.

"Das Niveau in der NBA ist ein anderes"

Doch nicht nur den Basketball aus den Staaten verfolgt Kroos, auch in der Bundesliga ist er ab und an Gast. „Ich war schon bei den Eisbären Bremerhaven und wenn sich - wie heute - die Chance ergibt, dann nehme ich das natürlich sehr gerne mit", so Kroos. Und auch Teamkollege Eljero Elia ist ein "kleiner" Basketballer. „Ich war schon viermal in den USA live bei NBA-Spielen dabei", berichtete der Niederländer. In Deutschland war die Begegnung der EWE Baskets aber sein erster Besuch beim Basketball.

Theodor Gebre Selassie schwärmt wie Kroos und Elia für die amerikanischen Stars des Sport. Alle sind sich einig, das in den Staaten noch mehr Spektakel geboten wird. „Man muss ehrlich sagen, dass Niveau in der NBA ist höher", erklärte Kroos, allerdings noch ohne zu wissen, welches Spektakel sich die Oldenburger - mehr oder weniger freiwillig - für den grün-weißen Besuch überlegt hatten.

Denn: Den schon sicher geglaubten Erfolg gaben die Baskets fünf Sekunden (!) vor dem Abpfiff bei eigenem Angriff durch einen technischen Fehler noch aus der Hand. Bonn glich aus und sorgte sowohl bei den knapp 6.000 Zuschauern in der EWE Arena als auch bei den Werder-Profis für fassungslose Gesichter. Doch es sollte nicht der einzige technische Fehler am Abend bleiben.

Kurz darauf fielen die Anzeigetafel und der Kampfrichtertisch aus, minutenlang musste die Partie unterbrochen werden. AmEnde gab es für die Norddeutschen dann das völlig verdiente „Happy End". Mit einem Punkt Vorsprung sicherten sich die Baskets den zweiten Sieg und können am Sonntag in Bonn beim Stand von 2:1 für die Entscheidung der „best-of-three"-Serie sorgen - auch dank der Unterstützung von Garcia, Petersen und Co.

von Yannik Cischinsky