Slopestyle, Curling und Eisschnelllauf - wie Junuzovic und Co. Olympia verfolgen

Nach seinem Seitfallzieher folgte keine Telemark-Landung: Zlatko Junuzovic im Training am Mittwoch (Foto: nph).
Profis
Mittwoch, 19.02.2014 // 15:54 Uhr

Das, was Zlatko Junuzovic während des Schusstrainings am Mittwoch plötzlich anbot, glich der hohen artistischen Kunst. Ob Fallrück- oder Seitfallzieher - immer und immer wieder zeigte ‚Zladdi‘ ...

Das, was Zlatko Junuzovic während des Schusstrainings am Mittwoch anbot, glich der hohen artistischen Kunst. Ob Fallrück- oder Seitfallzieher - immer und immer wieder zeigte ‚Zladdi‘ sein ganzes Flugrepertoire und knallte das Leder in alle möglichen Ecken des hinter ihm stehenden Gehäuses von Raphael Wolf. Manch einer der Zuschauer mag sich in diesen Situationen sicherlich gefragt haben, ob es bei Junuzovic nicht auch noch zu anderen Sportarten neben Fußball hätte reichen können. Passend zu den aktuell laufenden olympischen Spielen in Sotschi vielleicht im Ski-Slopestyle oder Snowboardcross? „Nein, nein", wiegelt der Österreicher ab, „ich besinne mich lieber auf das, was ich kann, und das ist Fußball."

Doch wie interessiert ist Junuzovic eigentlich an den derzeitigen Winterspielen als Zuschauer, wie viel 'Deutschland' steckt in seinem österreichischen Landsmann Sebastian Prödl und packt Werders Niederländer Eljero Elia privat häufiger die Kufen aus? WERDER.DE hat sich mal bei den Spielern umgehört und sie nach ihrem Sotschi-Interesse befragt.

Zlatko Junuzovic: „Ich schaue gar nichts im Fernsehen, weil mir die Zeit dazu fehlt. Ich habe gelesen, dass wir im Skispringen leider kein Gold geholt haben. Dennoch bin ich stolz auf unsere Athleten. Es geht sicher immer besser, aber man darf nicht vergessen, dass bei Olympia immer die besten Sportler unterwegs sind, die sich alle auf einem Topniveau bewegen. Da entscheidet am Ende die Tagesform", so Zladdi, der zusätzlich noch mit einem Schmunzeln hinterherschiebt: „Wenn man den Vergleich zieht, ist unser Land kleiner als Deutschland. Das sollte niemand vergessen."

Nils Petersen: „Ich bin allgemein sehr sportbegeistert. Ich bin in Jena auf ein Sportgymnasium gegangen, wo ich mit vielen verschiedenen Sportarten in Berührung gekommen bin. Ich schalte bei Olympia rein, wenn es zeitlich passt. Ich komme ja aus einer Region, in der Skilanglauf betrieben wird. Daher interessiert mich alles, was mit Schnee zu tun hat."

Sebastian Prödl: „Olympia läuft immer, wenn es die Zeit erlaubt. Ich gucke vor allem Disziplinen mit österreichischer Beteiligung an. Ich kann mich aber auch über die bisherigen deutschen Medaillen freuen, da ich nun auch schon eine ganze Zeit in Deutschland lebe. Mit Curling kann ich dagegen überhaupt nichts anfangen."

Eljero Elia: „Ich habe bei mir zuhause immer Nederland 1, 2 und 3 laufen. Die zeigen den ganzen Tag Olympia. Wir sind vor allem im Eisschnelllauf und Shorttrack gut. Das gucke ich gerne. Alles, was auf dem Eis passiert, liegt den Niederländern. Aufgrund meiner Herkunft bin ich selbst aber nicht auf dem Eis groß geworden. Ich habe nur mal kurz Eishockey ausprobiert."  

Felix Kroos: „Wenn ich ehrlich bin, interessieren mich die Sommerspiele mehr. Ich finde Sportarten wie Basketball oder Beachvolleyball einfach spannender. Mit typischen Wintersportarten habe ich dagegen weniger zu tun. Daher läuft bei mir auch kein Olympia im Fernsehen."

von Timo Volkmann