"Hammerspiele" stehen vor der Tür

In den kommenden Wochen hat der SV Werder auch den Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund im Rückspiel zu Gast (Foto: nph).
Profis
Dienstag, 28.01.2014 // 16:31 Uhr

Nach Braunschweig ist vor Augsburg, Dortmund, Gladbach - die kommenden Aufgaben für den SV Werder haben es in sich. Angesichts der Ergebnisse der direkten Konkurrenz ist es umso ...

Nach Braunschweig ist vor Augsburg, Dortmund und Gladbach - die kommenden Aufgaben für den SV Werder haben es in sich. Angesichts der Ergebnisse der direkten Konkurrenz ist es umso bitterer, dass die Grün-Weißen in ihrem Spiel am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig gleich zwei Punkte liegen ließen. „Wir haben ein schweres Programm vor der Brust. Die Partie in Augsburg und die Heimspiele gegen Dortmund und Gladbach sind Hammerspiele für uns. Da tun die zwei verlorenen Punkte gegen Braunschweig sehr weh. Werder sollte den Anspruch haben, ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten zu gewinnen", ärgerte sich Chefcoach Robin Dutt nach Spielende.

Während die Augsburger beim 2:2 in Dortmund zu überraschen wussten, musste sich Borussia Mönchengladbach gegen den Klassenprimus Bayern München bereits am Freitag geschlagen geben, steht aber nach wie vor auf einem Champions-League-Qualifikationsplatz. Gerade Werders kommender Gegner, der FC Augsburg, spielt bislang eine überzeugende Saison. Dessen ist sich auch Philipp Bargfrede bewusst: „Wir wissen, wie unsere Situation aussieht. Wir haben noch ein paar Punkte Vorsprung auf die unteren Plätze, allerdings ist unsere Situation gefährlich. Es haben am Wochenende alle hinter uns die vollen Punkte geholt. Wir haben aber noch eine lange Rückrunde zu spielen. Unser nächster Gegner Augsburg spielt bis jetzt eine sehr gute Saison. Mit dem Unentschieden in Dortmund haben sie ein Ausrufezeichen gesetzt. Aber auch da wollen wir defensiv was holen."

Die Abwehr funktionierte bereits gegen die ‚Löwen‘ ordentlich. Raphael Wolf konnte sein zweites Zu-Null-Spiel hintereinander einsacken. Noch sind die Grün-Weißen nicht in der Lage, ein Spiel aufzuziehen, das auf viel Ballbesitz basiert. Doch Bargfrede und Co. wollen in der SGL arena am kommenden Samstag dafür sorgen, dies weiter voranzutreiben. „Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Das Spiel gegen Augsburg und die Rückrunde werden schwierig. Wir sind noch nicht so weit, dass wir 60, 70 Prozent Ballbesitz in unseren Reihen haben. Bei uns muss erst mal die Grundordnung stehen, und da klappt es in letzter Zeit bei uns defensiv besser. Jetzt müssen wir unsere Möglichkeiten vorne noch besser auszunutzen. Aber wir stehen da vor einem Entwicklungsprozess, der auch Zeit braucht", so Werders Kilometerfresser Zlatko Junuzovic.

Nach Augsburg kommen zwei Teams aus der Spitzengruppe der Liga an die Weser: Erst Gladbach, dann Dortmund. Anschließend geht es mit Spielen bei Eintracht Frankfurt und dem 100. Nordderby gegen den Hamburger SV weiter. Für Werder die Chance, weiter Punkte zu ergattern. „Jede Mannschaft ab Platz zehn wird keine ruhige Rückrunde haben, sondern muss sich Sorgen machen. Und jede Mannschaft ab Platz neun kann sich Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz machen. Aber wir waren von Beginn an auf diese Situation eingestellt", sagte Robin Dutt. Geschäftsführer Thomas Eichin dazu: „Es wird eine harte Rückrunde. Das gilt aber auch für sechs, sieben andere Mannschaften. Wir werden uns diesem Kampf stellen."