Erst Freiburg schlagen, dann "Frösche kloppen"

Der Freimarkt gehört zu Bremen, wie das Rathaus. Einen Besuch bei der fünften Jahreszeit wird sich Nils Petersen deshalb nicht entgehen lassen.
Profis
Freitag, 18.10.2013 // 12:34 Uhr

Ischa Freimaak! Zum 978. Mal beginnt heute in Bremen die fünfte Jahreszeit, in der jährlich etwa vier Millionen Besucher auf die Bremer Bürgerweide strömen. Und auch wenn die Bundesliga-Mannschaft des SV Werder in diesem Jahr nicht geschlossen auf den Freimarkt gehen wird, so werden einige Spieler ihre Freizeit nutzen, um in die Fahrgeschäfte zu steigen, Bremer Kluten zu schlemmen oder Frösche zu kloppen.

„Wir haben uns in der Mannschaft zusammengesetzt und entschieden, dass wir uns in diesem Jahr voll und ganz auf das Sportliche konzentrieren wollen und deshalb nicht als gesamte Mannschaft ins Bayernzelt kommen werden. Das heißt aber natürlich nicht, dass das nächstes Jahr nicht wieder anders sein kann und es hat auch nichts damit zu tun, dass wir uns verstecken wollen - ich bin sicher, dass fast alle Spieler privat über den Freimarkt gehen werden", erklärt Clemens Fritz und fährt fort: „Für uns ist das schon ein Unterschied, ob man am Montag eine solche Veranstaltung hat und dann noch die ganze Trainingswoche bevorsteht, oder ob man nach getaner Arbeit den Abend auf dem Freimarkt ausklingen lässt", so der Kapitän weiter.

Für Sebastian Prödl ist der Freimarkt immer „ein Highlight. Ich bin bisher jedes Jahr dort gewesen und werde es mir auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen. Es ist lustig mal Achterbahn zu fahren oder an die Schießbude zu gehen." Während Prödl schon ein alter "Freimarkts-Hase" ist, steht für die Neuzugänge Santiago Garcia und Franco Di Santo eine mögliche Premiere an. "Ich war in meiner Kindheit ein, zwei Mal in Buenos Aires auf einem Jahrmarkt. Da ich gerne Achterbahn fahre und ein neugieriger Mensch bin, werde ich mir den Freimarkt ganz sicher mal anschauen", ist sich Di Santo sicher. Gesellschaft könnte er dabei von Landsmann Garcia bekommen: "In Argentinien sind die Jahrmärkte etwas anders als in Europa. Ich bin deshalb gespannt, wie es hier ist und werde mir persönlich einen Eindruck davon verschaffen."

Bei Nils Petersen ist der Besuch auf der Bürgerweide ebenfalls fest eingeplant: „Ich habe den Freimarkt im letzten Jahr erstmals erlebt und es hat mir sehr gut gefallen. Ich werde auch dieses Mal unter der Woche privat hingehen und mit Familie, Freunden und sicherlich auch mal mit einigen Teamkollegen drüber schlendern. Meistens probieren wir dann jeden Mist aus und machen einen Wettbewerb daraus. Diese Möglichkeit hat man schließlich nicht jeden Tag in Bremen", so Nils Petersen, der weiß, dass es nach Siegen am meisten Spaß macht. „Deshalb hoffen wir, dass wir mit einem Erfolg den Grundstein für ein lustiges Freimarkt-Wochenende legen können."

Der Plan steht: Erst Freiburg „schlagen" und dann „Frösche kloppen".

von Dominik Kupilas