Mit Sokratis und Petersen raus aus der Personalnot

Sowohl Werders Grieche als auch Nils Petersen konnten am Donnerstagnachmittag ohne Einschränkungen trainieren.
Profis
Donnerstag, 18.04.2013 // 17:27 Uhr

Nach und nach kehrten sie in dieser Woche wieder zurück. Erst Fritz, dann Schmitz, Hunt und Ekici ebenfalls. Am Donnerstag reihten sich schließlich auch Werders griechischer Abwehrmann Sokratis ...

Nach und nach kehrten sie in dieser Woche wieder zurück. Erst Fritz, dann Schmitz, Hunt und Ekici ebenfalls. Am Donnerstag reihten sich schließlich auch Werders griechischer Abwehrmann Sokratis (Adduktoren) sowie Bayerns Leihgabe Nils Petersen (Magen-Darm-Grippe) in die Liste der Rückkehrer ein. „Unsere Personalsituation hat sich etwas mehr entspannt", zeigte sich Cheftrainer Thomas Schaaf vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag (ab 18.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) entsprechend erfreut. Zuletzt musste der 51-Jährige zeitweise auf elf Akteure verletzungsbedingt verzichten.

Am Morgen testete Sokratis noch individuell und gab anschließend sein Okay für das spätere Mannschaftstraining. Er überstand die Einheit ebenso problemlos wie sein Teamkollege Petersen. „Ich habe vier Tage nicht trainiert und mich bis gestern schon sehr schlapp gefühlt. Aber jetzt habe ich weder Kopf- noch Bauchschmerzen. Mein Ziel ist, alle Ligaspiele in dieser Saison zu bestreiten. Bislang habe ich 29 geschafft, kurz vor Schluss werde ich daher sicher nicht schwächeln", sagte Bremens Angreifer mit einem Schmunzeln.

13 Jahre gemeinsame Zusammenarbeit gehen nicht spurlos an Klaus Allofs und Thomas Schaaf vorbei. Doch am Samstag gilt die volle Konzentration nur einem Werder-Sieg.

Dennoch stellt sich Schaaf zwei Tage vor Spielbeginn die Frage: „In welcher Verfassung sind die Spieler?" Während bei Sokratis und Co. durchaus berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz am Samstag bestehen, musste Aleksandar Ignjovski (Magen-Darm-Grippe) am Donnerstagnachmittag weiterhin pausieren. „Es geht voran, er hat die Chance, morgen wieder zu trainieren", hofft der Werder-Coach doch noch auf eine rechtzeitige Trainingsaufnahme des jungen Serben.

Ob nun mit oder ohne „Iggy" - die Partie gegen die Wölfe wird für Schaaf und Co. das mittlerweile dritte Wiedersehen mit dem ehemaligen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Klaus Allofs, sein. Nach dem 1:1-Remis im Hinspiel sowie dem 2:1-Vorbereitungssieg im Januar in Belek treffen beide nun erstmalig im Weser-Stadion aufeinander. „Das ist für mich kein Thema mehr. Ich lebe nicht in der Vergangenheit, sondern jetzt. Klaus Allofs ist für den VfL Wolfsburg zuständig. Seine Zeit hier war klasse, aber das ist vorbei" möchte Schaaf seinen Fokus ausschließlich auf das Spielgeschehen richten.

Neben Allofs wird auch Naldo zum ersten Mal an der Weser im Wolfsburg-Trikot auflaufen. Der Ex-Werderaner, der in sieben Jahren 173-mal (22 Tore) für Grün-Weiß in der Bundesliga auflief, feiert am Samstag ein kleines Jubiläum: Der Brasilianer könnte auf seinen 200. Einsatz im Fußballoberhaus kommen. Zusätzlich wird der SV Werder die Verabschiedung Naldos nachholen. Auf Wunsch des VfL Wolfsburg wird dies direkt nach dem Aufwärmen passieren. Und das soll auch das einzige Präsent an den ehemaligen Bremer an diesem Tag bleiben. „Wir müssen zusehen, wieder erfolgreich zu sein. Die Mannschaft ist bereit und willig. Ich erwarte ein interessantes und intensives Spiel, bei dem ich hoffe, dass wir uns durchsetzen werden", so Schaaf.

von Timo Volkmann