Bayers Erfolgsgaranten: "Kies" und die Doppelspitze

Augen zu und durch! Sokratis bekommt es am Mittwoch mit einem der treffsichersten Bundesliga-Stürmer zu tun.
Bayer 04 Leverkusen
Dienstag, 27.11.2012 // 17:28 Uhr

Englische Woche in der Bundesliga: Nur vier Tage nach dem Remis in Wolfsburg steht für Werder Bremen schon die nächste Partie auf dem Programm. Die Grün-Weißen treffen am Mittwoch, 28. November 2012 ab 20 Uhr im Weser-Stadion auf Bayer 04 Leverkusen. Der Ausgang des Duells mit der Werkself am 14. Spieltag kann für beide Klubs richtungweisenden Charakter haben.

Englische Woche in der Bundesliga: Nur vier Tage nach dem Remis in Wolfsburg steht für Werder Bremen schon die nächste Partie auf dem Programm. Die Grün-Weißen treffen am Mittwoch, 28. November 2012 ab 20 Uhr im Weser-Stadion auf Bayer 04 Leverkusen. Der Ausgang des Duells mit der Werkself am 14. Spieltag kann für beide Klubs richtungweisenden Charakter haben.

Für Werder Bremen geht es darum, den Anschluss an die Europapokal-Plätze zu halten. Mit einem Dreier könnte der Abstand auf den derzeitigen Tabellenfünften Bayer 04 auf drei Punkte verkürzt werden. Und die Voraussetzungen sind gut: Im Weser-Stadion haben die Grün-Weißen in dieser Saison eine starke Bilanz und erst einmal verloren. „Zu Hause machen wir weniger Fehler und agieren bislang ein bisschen konsequenter", räumte Cheftrainer Thomas Schaaf auch mit Blick auf einige knappe Auswärtspartien ein, in denen möglich Punkte unglücklich liegen gelassen worden sind.

Schaaf erwartet "schwere, interessante Aufgabe"

Sebastian Boenisch ist seit kurzem bei der Werkself unter Vertrag. Der Ex-Bremer wird vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet.

Leverkusen wiederum könnte mit einem Auswärtssieg in Bremen den Anschluss nach ganz oben wahren und das Überwintern auf einem Europa-League-Platz fast schon eintüten. Die Werkself präsentiert sich derzeit in ganz starker Form. Nach einem eher holprigen Saisonstart läuft es für Bayer seit Wochen nahezu perfekt. In der Bundesliga liegt Leverkusen nur einen Zähler hinter Borussia Dortmund und hat als einziges Team den FC Bayern besiegt. Zudem wurde das DFB-Pokal-Achtelfinale erreicht und in der Euro-League hatten sich die Rheinländer bereits nach dem vierten Gruppenspiel für die K.O.-Phase qualifiziert.

Cheftrainer Thomas Schaaf erwartet eine schwere Aufgabe gegen eine „sehr gute Mannschaft, die in dieser Saison bewiesen hat, dass die hervorragend spielen kann. Sie spielen einen guten Ball, sind als Team stark, aber auch die Einzelspieler kann man hervorheben". Neben einer kompakten Defensive und einem laufstarken Dreiermittelfeld warnt Werders Coach vor allem vor der Bayer-Offensive um Andre Schürrle, Gonzalo Castro und insbesondere Stefan Kießling, „der sich mit einer guten Trefferquote hervortut". „Der Kies", wie sich der Angreifer auf seiner eigenen Website selbst bezeichnet, ist mit acht Saisontoren der aktuell treffsicherste deutsche Stürmer. Ausgerechnet gegen Werder lief es bisher allerdings nicht so gut für den ehemaligen Nationalspieler. Im Bayer-Trikot traf Kießling erst zweimal bei Spielen gegen Bremen, davon allerdings einmal ins eigene Netz.

Mit neuem Trainerduo kam der Erfolg zurück

Bayers Erfolgsduo auf der Trainerbank: Sami Hyypiä (links) und Sascha Lewandowski.

Für die jüngeren Erfolge der Werkself in entscheidender Weise mit verantwortlich ist die Doppelspitze auf der Trainerbank. Bayer 04 ist das einzige Bundesligateam mit einem gleichberechtigten Cheftrainer-Duo. Ex-Profi Sami Hyypiä und Ex-Junioren-Coach Sascha Lewandowski teilen sich die Verantwortung und den gleichen Aufgabenbereich. Nach der Demission Robin Dutts im Verlauf der Vorsaison bezeichneten Kommentatoren das Doppel-Gespann als Notlösung oder Experiment, doch inzwischen kann davon keine Rede mehr sein. In bisher 19 Bundesligaspielen unter Hyypiä und Lewandowski ging Bayer elfmal als Sieger vom Platz und verlor nur drei Partien.

Die Auftritte in den Medien teilen sich die beiden Trainer so auf, dass Lewandowski nach dem Spiel analysiert und Hyypiä vor dem Spiel seinen Eindruck vom Gegner vermittelt. Die Worte des ehemaligen finnischen Nationalspielers zum Mittwochsspiel klingen sehr ähnlich wie die seines Gegenübers Thomas Schaaf. Hyypiä erwartet „ein schweres Spiel" gegen „ein starkes Team", das sehr gut organisiert sei und vor allem vorne große individuelle Qualität besitze.

Von Christoph Muxfeldt