Nächstes Derby! Nächstes Spektakel?

Am 20. Spieltag hat Werder Bremen die Gelegenheit, sich bei Hannover 96 für die 2:3-Auswrtsniederlage in der Hinrunde zu revanchieren.
Hannover 96
Donnerstag, 31.01.2013 // 15:08 Uhr

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Eine Woche nach dem Duell in Hamburg erwartet Werder Bremen am Freitag, 01.02.2013, ab 20.30 Uhr mit Hannover 96 erneut ein HSV aus der Nachbarschaft. Ein Blick auf die Zahlen lässt die Zuschauer im bis auf 800 Heimtickets bereits ausverkauften Weser-Stadion auf eine spektakuläre Begegnung hoffen: Bei keinem anderen Bundesligisten fallen pro Spiel mehr Treffer als bei den Niedersachsen (3,9 Tore). Die Grün-Weißen folgen in dieser Statistik mit durchschnittlich 3,5 Toren auf Rang zwei.

Nach dem Derby ist vor dem Derby. Eine Woche nach dem Duell in Hamburg erwartet Werder Bremen am Freitag, 01.02.2013, ab 20.30 Uhr mit Hannover 96 erneut ein HSV aus der Nachbarschaft. Ein Blick auf die Zahlen lässt die Zuschauer im bis auf 800 Heimtickets bereits ausverkauften Weser-Stadion auf eine spektakuläre Begegnung hoffen: Bei keinem anderen Bundesligisten fallen pro Spiel mehr Treffer als bei den Niedersachsen (3,9 Tore). Die Grün-Weißen folgen in dieser Statistik mit durchschnittlich 3,5 Toren auf Rang zwei.

Der zugegebenermaßen sehenswerte Last-Minute-Treffer von Szabolcs Huszti kostete Werder in Hannover einen Punkt.

Schon das Hinspiel hatte es in sich - Werder musste sich in einem der aufregendsten Spiele der Hinrunde knapp mit 2:3 geschlagen geben, weil Hannovers Huszti in der Nachspielzeit spektakulär per Fallrückzieher zum 96er Sieg einnetzte. Cheftrainer Thomas Schaaf ist jedoch nicht nur das noch in guter Erinnerung: "Das Nordderby gegen Hannover ist immer interessant gewesen, wir haben schon einige aufregende Partien erlebt". Eine offene Rechnung mit 96 sieht Schaaf mit Blick auf das Hinrundenmatch indes nicht. "Die wichtigste noch offene Rechnung haben wir mit uns selbst zu begleichen. Das war eine Partie, in der wir es trotz hohem Aufwand verpasst haben, als Sieger vom Platz zu gehen, was uns in dieser Saison zu oft passiert ist".

Am Freitag soll nun genau das unter keinen Umständen wieder eintreten. Unter der Woche hatte sich bereits Nils Petersen zu Wort gemeldet und einen "dreckigen Sieg" gefordert. Schaaf ist zwar egal wie die drei Punkte zustande kommen, - "wichtig ist nur, wir brauchen den Sieg" - auf den Zufall verlässt sich der Werder-Coach jedoch nicht. Nachdem er nach dem Dortmund-Spiel im großen Nord-Derby eine sehr viel aktivere Bremer Mannschaft erlebt hat, setzte sich dieser Trend in der aktuellen Trainingswoche fort: "Wir haben an der Abstimmung gearbeitet. Die Mannschaft hat dabei sehr engagiert trainiert und noch mehr begriffen umzuschalten, was die Defensive, aber auch die Offensive angeht". Dabei müsse der Gegner noch mehr in Not gebracht werden sowie Abschlussmöglichkeiten kreiert und vollendet werden.

Schaaf trotz langer 96-Verletztenliste gewarnt

Schaaf und Slomka haben einen guten Draht zueinander. Der 96-Trainer vor dem Spiel über sein Pendant: "Thomas Schaaf ist ein erstklassiger Trainer und absoluter Experte".

Dies könnte auch deshalb gelingen, weil Hannover gerade in der Defensive einige Ausfälle zu verkraften hat. Neben dem Ex-Bremer Christian Schulz, Felipe und Kapitän Steven Cherundolo fehlen auch der seit letzter Woche schwer verletzte Mario Eggimann sowie die Winter-Neuverpflichtungen Sebastien Pocognoli und Andre Hoffmann (beide gesperrt). Allerdings müssen die Grün-Weißen mit Clemens Fritz und Marko Arnautovic ebenfalls auf zwei gesperrte Leistungsträger verzichten. Schaaf erwartet dennoch zwei engagierte Teams und eine schwere Aufgabe: "Hannover hat sich sehr gut entwickelt und sie spielen auch in dieser Saison einen guten Fußball. Auch wenn einige Spieler fehlen, sind sie immer noch gut besetzt. Gerade in der Offensive, wo sie mit Diouf, Abdellaoue, Huszti und Schlaudraff dafür stehen, viele Tore zu erzielen".

Obwohl die Gäste vier Punkte mehr auf dem Konto haben und mit dem spektakulären 4:5 auf Schalke sowie einem 2:1-Heimerfolg gegen Wolfsburg etwas besser in die Rückrunde starteten, warnte auch 96-Trainer Mirko Slomka vor der Partie. Dass Werder zu Hause nur gegen die Top-Teams verloren hat, "sollte uns sehr vorsichtig stimmen. Deswegen lautet unser Ziel zunächst einmal, einen Punkt aus Bremen zu entführen". Auf der anderen Seite konnte der Nord-Rivale an der Weser bisher auch selten glänzen. Wettbewerbsübergreifend gelang es 96 in 32 Aufeinandertreffen nur ein einziges Mal zu gewinnen. Der einzige Dreier liegt inzwischen knapp zehn Jahre zurück. Hoffentlich ein gutes Omen für Werders zweites Flutlichtspiel im Jahr 2013!

Von Christoph Muxfeldt