Zahlreiche Rückkehrer an der Weser

Clemens Fritz befindet sich auf dem Weg der Besserung. Wann der Kapitän wieder ins Training einsteigen kann, ist indes noch unklar.
Profis
Donnerstag, 15.11.2012 // 17:48 Uhr

Über dem Trainingsgelände am Weser-Stadion lag dichter Nebel, der es dem Zuschauer nicht leicht machte zwischen Rückkehrern von der Nationalelf, genesenen und ohnehin trainierenden ...

Über dem Trainingsgelände am Weser-Stadion lag dichter Nebel, der es dem Zuschauer nicht gerade leicht machte zwischen Rückkehrern von der Nationalelf, genesenen und ohnehin trainierenden Werder-Profis zu unterscheiden. Auf alle Fälle herrschte wieder jede Menge Betrieb nach der kurzen Abstellungsperiode und den kleineren Blessuren einiger Profis, die den Werder-Kader zu Wochenbeginn sichtbar dezimiert hatten.

„Es sind noch nicht wieder alle da, aber diejenigen die schon wieder zurück sind, haben keine Verletzungen von den Länderspielen mitgebracht", lautete die erleichterte Zusammenfassung von Cheftrainer Thomas Schaaf. Konkret fehlte bei der Einheit am Donnerstagnachmittag aber lediglich das U 20-Trio Niclas Füllkrug, Florian Hartherz und Johannes Wurtz - alle anderen standen schon wieder auf dem Rasen. Mit etwas Verspätung stieß auch Innenverteidiger Sokratis hinzu und absolvierte mit Athletik-Coach Reinhard Schnittker das obligatorische Auslaufen nach seinem 90-Minuten-Einsatz gegen Irland am Vortag.

Unter den Rückkehrern in die neblige und nasskalte Hansestadt war auch Marko Arnautovic, der mit Österreich eine enttäuschende 0:3-Niederlage gegen die Elfenbeinküste hinnehmen musste. Bei der Partie in Linz lief der 23-Jährige mit verbundenem Handgelenk auf. Doch Arnautovic konnte beruhigen: „Ich habe schon länger eine leichte Verstauchung im Handgelenk, deshalb habe ich zur Sicherheit eine Bandage getragen. Das beeinträchtigt mich aber nicht im Geringsten", sagte der Österreicher.

Verletzungsbedingt gefehlt hatte zu Wochenanfang Keeper Christian Vander. Nach drei Tagen der Abstinenz stand er nun aber wieder zwischen den Pfosten. "Ich habe mit einer ordentlichen Bronchitis flach gelegen", klärte er auf. Nicht zwischen dem Nebel auszumachen war dagegen Lukas Schmitz, der seit Dienstag mit Fieber pausieren musste. Zwar reiste der Linksverteidiger mit dem Team zum Testspiel nach Rödinghausen, konnte sich den 5:1-Erfolg dann aber von der Bank aus ansehen. „Jetzt geht es mir schon wieder besser. Ich hoffe, dass ich möglichst bald wieder einsteigen kann", sagte Schmitz.

Auch Clemens Fritz, der seit rund einem Monat aufgrund einer Sehnenzerrung im Adduktorenbereich nicht am Mannschaftstraining teilnehmen kann, arbeitet hart an seiner Rückkehr. „Mein Programm wird von Tag zu Tag immer weiter gesteigert. Bislang verkraftet mein Körper das sehr gut und ich bin zuversichtlich, dass es auch so weitergeht", sagte der Kapitän, der noch separates Lauftraining absolviert. Wenn auch noch nicht zum Team, immerhin auf den Trainingsplatz ist der 31-Jährige somit zurückgekehrt. „Ich bin optimistisch, dass ich bald wieder mit den Jungs zusammen trainieren kann. Eine Prognose, wann ich wieder komplett ins Mannschaftstraining einsteigen kann, möchte ich aber nicht abgeben", so Fritz.

Von Yannik Cischinsky