Pokal-Nachbetrachtung ohne Elia

Der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0 in Münster konnte am Montag nicht an der Einheit teilnehmen: Eljero Elia.
Profis
Montag, 20.08.2012 // 15:04 Uhr

Die genaue Ausfallzeit konnte auch Cheftrainer Thomas Schaaf am Montag nicht nennen. "Ich hoffe, dass uns Eljero schnell wieder zur Verfügung steht. Wir müssen allerdings abwarten, wie lange das jetzt dauert", so der Werder-Coach, der sich einige Stunden nach dem Erstrunden-Aus beim Drittligisten auch am Montag noch intensiv mit seiner Mannschaft mit der 2:4-Niederlage auseinandersetzte. „Wir haben es verpasst, das Feuer beim Gegner mit dem dritten Treffer gänzlich zu löschen. Als Team haben wir sowohl in der Offensive als auch defensiv Fehler - gerade bei den Toren - gemacht. Daran müssen wir in den nächsten Tagen weiter arbeiten. Wir müssen über die Wettkampfpraxis weiter reifen, wollen uns mit anderen Teams messen. Unser Anspruch ist, dass wir weiter dranbleiben, nicht nachlassen und die Dinge weiter verfolgen", nahm Schaaf Bezug auf das zweite Pokalaus in Serie.

Eljero Elia konnte am Montagvormittag, 20.08.2012, nicht am Training teilnehmen. Grund dafür: Eine Fußprellung, die sich der 25-Jährige am Sonntag in Münster bei einem Zweikampf zuzog. „Es geht mir heute besser als gestern, da hatte ich schon starke Schmerzen. Jetzt trage ich einen Tapeverband und habe den ganzen Tag Behandlungen erhalten. Natürlich möchte ich am Freitag in Dortmund dabei sein, darauf arbeite ich hin", berichtet der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, der aufgrund dieser Verletzung bereits in der 59. Minute für Marko Arnautovic ausgewechselt wurde.

Eine unangenehme Nacht erlebte indes auch Nils Petersen, denn an dem Werder-Angreifer ging die Niederlage nicht spurlos vorbei, wie der 23-Jährige am Montag offenbarte: „Ich habe schlecht geschlafen. Das Spiel verdrängt man nicht so schnell. In diesem Wettbewerb ist es so einfach, wie sonst nirgendwo, sich für Europa zu qualifizieren. Das ist schon bitter." Allerdings sieht Petersen nicht die Gefahr, dass die Grün-Weißen lange brauchen, um in die Erfolgsspur zurückzukehren. „Wir werden die Köpfe nicht hängen lassen, sondern werden uns als Team wieder hochziehen. Dafür haben wir die richtigen Typen in der Mannschaft. Wir sollten uns die gute Stimmung über Erfolge in der Bundesliga zurückholen. Am besten schon in Dortmund", äußerte sich der Stürmer. Jetzt nicht „alles negativ betrachten", möchte auch Mannschaftskapitän Clemens Fritz: „Das Pokal-Aus ist ärgerlich. Für die gute Vorbereitung können wir uns nichts mehr kaufen. Wir werden die Fehler analysieren, um in Dortmund ein hervorragendes Spiel abzuliefern. Das zählt."