Zweites Spiel, zweiter Sieg: Knappes 2:1 gegen Schneverdingen

Eng umringt von den Gegenspielern: Aleksandar Ignjovski und der SV Werder trafen auf kämpferische Schneverdinger.
Profis
Mittwoch, 22.05.2013 // 20:23 Uhr

Der SV Werder hat den zweiten Testspielsieg innerhalb von gut 24 Stunden eingefahren. Gegen den TV Jahn Schneverdingen siegten die Grün-Weißen durch Tore von Felix Kroos und Johannes Wurtz mit 2:1 (2:0) ...

Der SV Werder hat den zweiten Testspielsieg innerhalb von gut 24 Stunden eingefahren. Gegen den TV Jahn Schneverdingen siegten die Grün-Weißen durch Tore von Felix Kroos und Johannes Wurtz mit 2:1 (2:0). Beim Duell mit dem Landesliga-Absteiger tat sich der SVW besonders im zweiten Durchgang deutlich schwerer als tags zuvor - auch weil die Gastgeber alles in die Waagschale warfen.

Wie schon gegen den VfL Oldenburg begannen die Grün-Weißen auch in Schneverdingen furios. Nach gerade einmal 60 Sekunden musste einer der Hausherren einen Kopfball von Assani Lukimya von der Linie kratzen. Das hätte bereist die Führung sein können. Nur neun Minuten später zappelte das Leder dann zum ersten Mal in den Maschen: Doch der Abseits-Treffer von Werders Torjäger Nils Petersen wurde zurecht zurückgepfiffen. Mitte des ersten Durchgangs stabilisierte sich das Team von Coach Jesco Rohe immer weiter. Wie schon die Oldenburger am Vortag ackerte auch der TV Jahn um jeden Meter Grünfläche. Lediglich Aleksandar Ignjovski (19.) und Levent Aycicek (22.) konnten mit zwei Distanzschüssen offensive Akzente setzen.

Kroos und Wurtz treffen

Einlauf in das mit 3.000 Zuschauern gut gefüllte Ostwaldstadion. Dem Publikum boten beide Teams eine abwechselungsreiche Partie.

Gegen die tief stehenden Hausherren dauerte es bis zur 34. Minute, ehe Felix Kroos nach schönem Hackentrick von Nebenmann Petersen problemlos zum 1:0 einschieben konnte. Und nur kurz darauf zeichnete sich der Torschütze auch als Vorlagengeber aus. Das sehenswerte Zuspiel des 22-Jährigen versenkte Johannes Wurtz sicher ins rechte untere Eck (42.). Mit dem verdienten 2:0 ging es für das Team von Interimstrainer Wolfgang Rolff und Matthias Hönerbach in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel brauste vor allem der Sturm über die Gemeinde zwischen Bremen und Hamburg hinweg, das Spiel hingegen verflachte zusehens. Erst nach gut einer Viertelstunde in Durchgang zwei sorgte Werder wieder für Alarm vor dem Gehäuse von Jahn-Keeper Karim Attia. Philipp Bargfrede mit einem Sololauf und Zlatko Junuzovic verpassten mit ihrer Doppelchance eine höhere Führung (61.). Werder wirkte in dieser Phase dominant, verpasste aber einen besseren Spielstand.

Ayik setzt sich ein kleines Denkmal

Im Strafraum der Hausherren wurde es immer wieder brandgefährlich. Aleksandar Stevanovic mit einer von vielen Bremer Großchancen.

Und so konnte sich Jahn-Stürmer Güven Ayik kurz darauf ein kleines Denkmal setzen: Der ältere Bruder von Ex-Werderaner Onur Ayik tanzte gleich drei Grün-Weiße aus und vollendete sensationell zum Anschlusstreffer. Es war ein Tor des 30-Jährigen, der die 3.000 Zuschauer und auch Teile der Bremer Hintermannschaft mit offenem Mund stehen ließ. Für Ayik und Co. war es gleichzeitig der Weckruf für eine muntere letzte halbe Stunde, in der die Gastgeber alles nach vorne warfen und beinahe zum Ausgleich gekommen wären.

Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff musste der eingewechselte Sokratis alles geben um den Ball vor dem einschussbereiten Mittelstürmer wegzuspitzeln. Doch trotz aller Bemühungen, am Ende gewann der Bundesligist knapp aber verdient. Selbstkritisch zeigte sich Nils Petersen über die eigene Leistung: "So sollte man hier als Bundesligist nicht auftreten. Darüber waren wir schon auf dem Platz verärgert. Am Freitag müssen wir nochmal eine Schippe drauflegen", so der Stürmer. Dann folgt das dritte Testspiel der Serie. Ab 18.30 Uhr (ab 18.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) geht es gegen Atlas Delmenhorst.

Von Yannik Cischinsky