S04 nimmt Bremer Geschenke an und Punkte mit

Sebastian Mielitz und Sokratis zeigten vollen Einsatz, hatten aber keine Möglichkeit, die Gegentreffer zu verhindern.
FC Schalke 04
Samstag, 06.04.2013 // 17:34 Uhr

Werder Bremen hat sein Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am 28. Spieltag mit 0:2 (0:0) verloren. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit, in der eine Bremer Führung nicht unverdient gewesen wäre, schlugen sich die Grün-Weißen im zweiten Durchgang selbst. Nach zwei unnötigen Ballverlusten in der Gefahrenzone sagten Draxler (51.) und Marica (69.) danke und entschieden die Partie zugunsten der Königsblauen.

Werder Bremen hat sein Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am 28. Spieltag mit 0:2 (0:0) verloren. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit, in der eine Bremer Führung nicht unverdient gewesen wäre, schlugen sich die Grün-Weißen im zweiten Durchgang selbst. Nach zwei unnötigen Ballverlusten in der Gefahrenzone sagten Draxler (51.) und Marica (69.) danke und entschieden die Partie zugunsten der Königsblauen.

Thomas Schaaf hatte seine Elf auf mehreren Positionen umgestellt und damit auf die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle reagiert, zu denen sich kurzfristig auch noch Philipp Bargfrede gesellte. Mit Marko Arnautovic, Eljero Elia und Sebastian Prödl liefen zudem drei Bremer auf, die in Mainz nicht von Beginn an ran durften.

Hildebrand unter De Bruyne-Dauerbeschuss

Zum Haareraufen: Kevin De Bruyne brachte den Ball nicht über die Linie.

Doch die Werderaner kamen mit der neuen Formation, in der Sokratis auf dem rechten Flügel verteidigte und Hunt auf der Sechs spielte, sehr gut ins Spiel. Nach einem Konter über Hunt, kam Arnautovic früh zur ersten Möglichkeit, doch sein sehenswerter Dropkick wurde von einem Schalker geblockt (4.). Kurz darauf hätte es dann eigentlich klingeln müssen, aber Schalke-Keeper Hildebrand klärte gegen von De Bruyne, der aus sieben Metern gleich zweimal zum Abschluss kam (11.). Keine fünf Minuten später prüfte der Belgier den Torwart nach einem Sprintduell mit Matip ein weiteres Mal, und zwang Hildebrand zu einer spektakulären Flugeinlage (16.).

Dem Tabellenvierten aus Gelsenkirchen fiel dagegen in der gesamten ersten Hälfte wenig ein. Hauptgrund dafür: Das schnelle Umschalten der Bremer von Angriff auf Abwehr nach Ballverlusten, weshalb die Königsblauen ihre Konter-Stärke nie wirklich ausspielen konnten. Standen die Gastgeber erst einmal hinter dem Ball, attackierte sie erst ab der Mittellinie und machten die Räume für die Schalker sehr eng. Folglich blieb ein harmloser Draxler-Freistoß lange Zeit die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gäste (21).

0:0 im ersten Durchgang, früher Schock im zweiten

Gegen Ende der ersten Hälfte ließen die Defensivspezialisten auf beiden Seiten wenig anbrennen.

Werder dagegen zeigte einige gefällige Kombinationen, bei denen fast immer der bärenstarke De Bruyne seine Füße im Spiel hatte. Mit zunehmender Spieldauer fehlte allerdings die Präzision beim letzten Pass, so dass die vielversprechenden Angriffe (26./40) im Gäste-Strafraum verpufften. Die letzte richtige Chance vor dem Seitenwechsel hatte Prödl, dessen Kopfball nach einer Ecke am Außennetz landete (41.).

Der Pausentee schien den Schalkern allerdings besser getan zu haben als den Grün-Weißen. Gleich mit der ersten Aktion bekam der nach einem Freistoß sträflich frei stehende Matip die Riesenchance, scheiterte per Kopf aber am stark parierenden Mielitz (47.). Den nächsten Abwehrfehler der Bremer bestraften die Königsblauen dann jedoch. Nach einem eigentlich schon geklärten Konter, bekam Lukimya den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass Draxler von der Strafraumgrenze unbedrängt zum 0:1 einschieben konnte (51.).

Marica nutzt dicken Patzer zur Vorentscheidung

Assani Lukimya (im Duell mit Ciprian Marica) erwischte einen gebrauchten Tag.

Auf den frühen Schock folgte beinahe der zweite, als Marica den Werder-Keeper nach einer Draxler-Hereingabe alt aussehen ließ. Aber Lukimya klärte für seinen schon geschlagenen Torwart per Fallrückzieher (!) auf der Torlinie (54.). In der Folge fingen sich die Grün-Weißen wieder und erarbeiteten sich Möglichkeiten nach Standardsituationen. Die beste vergab Hunt, dessen 17-Meter-Freistoß nur wenige Zentimeter am Kasten vorbeisegelte (57.).

In der 69. Minute schlugen sich die Bremer dann allerdings abermals selbst, als Lukimya am eigenen Sechzehner ohne Not in die Füße des eingewechselten Raffael passte. Der Brasilianer legte allein vor Mielitz quer auf Marica, dessen Tor zum 0:2 nur noch Formsache war. Im Anschluss lief bei den Grün-Weißen nicht mehr viel zusammen und Schalke nahm das Heft in die Hand. Dass es am Ende beim 0:2 blieb ist vor allem Sebastian Mielitz zu verdanken, der eine Reihe guter Schalker Chancen (77./79./82.) zunichte machte.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE